Angstraum Nippes
Aus den Veedeln, Köln aktuell / Dienstag, 22.November.2016

Angstraum Nippes

In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Nippes fand ein Vortrag der Polizei Köln zur Kriminalitätsentwicklung im Stadtbezirk statt. Bis auf die Überschrift dieses Tagesordnungspunktes hat in die Niederschrift der Sitzung aber nichts Weiteres zu den Aussagen des Polizeibeamten Eingang gefunden. Dabei gäbe es über die Kriminalitätsentwicklung und Angsträume in Nippes vieles zu berichten:

Neben den reinen Fallzahlen in den Jahren 2013-2015 (Einbrüchen (835/895/833), Körperverletzungen (1731/1608/1532), Diebstahl (619/695/565), Raub (230/173/144), war in dem Vortrag über die Aufklärungsquote im Kölner Norden leider nichts zu erfahren.

Angstraum Slabystraße.

Geht’s hier zur Unterwelt? Angstraum Slaby-Straße …

Mehr gab es dagegen über Situation rund um die Bahnhaltestellen Geldernstraße, Neusser Straße/ Gürtel und Slabystraße zu hören. Hier wurde von Seiten der Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass es sich städtebaulich um Angsträume handele und eine Umgestaltung und auch bessere Ausstattung mit Videokameras nicht nur auf den Gleisanlagen von Nöten seien.

Es ginge hier vor allem, der „gefühlten“ Bedrohung entgegen zu wirken.

So hatte der Überfall auf einen behinderten Mann im Fahrstuhl an der Haltestelle Neusser Straße/ Gürtel in seiner Außenwirkung verheerende Folgen.

Dass sich in einer solchen Umgebung wie bei der Haltestelle Neusser Straße / Gürtel real und gefühlt Kriminalität entwickelt, wundert nicht wirklich.

Dass sich in einer solchen Umgebung wie bei der Haltestelle Neusser Straße / Gürtel real und gefühlt Kriminalität entwickelt, wundert nicht wirklich.

Ähnlich ergeht es, wenn in der U-Bahn Haltestelle Geldernstraße ein Fahrgast überfallen wird. Zur Erinnerung: Ein junger Mann, der nach einer Karnevalsparty im November letzten Jahres gegen Mitternacht nach einer Zigarette gefragt, wurde daraufhin verprügelt und um sein Handy erleichtert.

An der Slabystraße wurde ein junger Mann Anfang des Jahres mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen und es wurde von ihm auf „arabisch“ Bakschisch gefordert.

Alles nachzulesen in den offiziellen Pressemeldungen der Polizei Köln:

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3222033

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3184801

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3375368

Michael Gabel

Michael Gabel

Für den PRO KÖLN-Vorsitzenden und Nippeser Bezirksvertreter Michael Gabel gibt es übrigens noch weitere Gründe für die prekäre Sicherheitslage in diesen Bereichen:

„Alle drei Haltestellen liegen an der Gürtelstrecke Linie 13, die seit mehreren Jahren durch parteipolitisches Geplänkel brach liegt – bedingt durch den Streit über den Gürtelausbau. Das Gelände um die Haltestelle Neusser Straße /Gürtel ist mit seinem provisorischem Parkplatz ein regelrechtes Niemandsland mit ausreichend Flucht- und Versteckmöglichkeiten für Dunkelmänner aller Art.

Der Umbau der Geldernstraße über die Finanzierung aus den Töpfen „Starke Veedel / Starkes Köln“ hat es nicht in die Aufnahme bei der Bearfsplanung geschafft. Und die Überführungen und verwirrende Straßenführung auf Höhe Kempener Straße und in der Verlängerung Etzelstraße war wegen der Gefahr, die daraus für Schulkinder der Grundschule Nibelungenstraße aus dem Lokomotiv-Viertel ausgeht, schon Gegenstand eines Antrages in der Bezirksvertretung.

Aufgang zur Haltestelle Slabystraße: Hier ist man - oder Frau - schnell im Gebüsch verschwunden ...

Aufgang zur Haltestelle Slabystraße: Hier ist man – oder Frau – schnell im Gebüsch verschwunden …

An der Slabystraße wäre ein Grünschnitt schon einmal ein Anfang, um nicht in das Unterholz gezogen werden zu können.

Doch wie wir unsere Kölner Altparteien kennen, wird sich bis 2020 an der Situation nichts Grundsätzliches ändern. Die Altparteien haben in Punkto Gürtelausbau alle Pläne auf Eis gelegt. Die Finanzierung steht, wird aber nicht abgerufen. In der Finanzierung wären übrigens zwei weitere geplante Straßenbahnhaltestellen – Niehler Straße und Boltensternstraße – eingeschlossen.

Auch gegen solche Missstände kämpft PRO KÖLN schon seit Jahren an!

Auch gegen solche Missstände kämpft PRO KÖLN schon seit Jahren an!

PRO KÖLN hat in der Bezirksvertretung einen Bürgerentscheid über den Ausbau angeregt, um der Situation Abhilfe zu schaffen und den unbefriedigenden Status Quo zu beenden. Die Altparteien sind dagegen mit ihren Argumenten dem Stillstand verpflichtet. So wird den Kölnern weiterhin an den Haltestellen in Nippes ein gefährlicher Angstraum erhalten bleiben.

Doch zurück zur Bezirksvertretung. Dort wurde angeregt, wieder einen örtlichen Polizeirat ins Leben zu rufen, um solche Probleme zu besprechen. Natürlich in einem ausgewählten und kleinen Rahmen innerhalb der Altparteien. PRO KÖLN fordert dagegen echte Bürgerbeteiligung, Transparenz und Offenlegung als bessere Alternative zum Hinterstübchen der verbrauchten Funktionskasten!

Und bezüglich Transparenz: Nicht jeder hat Zeit um 17 Uhr in einer Sitzung der Bezirksvertretung den Zahlen der Polizei zu lauschen. Da hätte man sie wenigstens im Protokoll vermerken können.“

 

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