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Meldungen
aus dem Jahr 2002 |
16. Dezember 2002:
Eklat im Beschwerdeausschuß
Die Sitzung des Beschwerdeausschusses der Stadt Köln am 16. Dezember nahm
einen turbulenten Verlauf. Nachdem Manfred Rouhs für die Bürgerbewegung pro
Köln e.V. Stellung genommen hatte zur Petition von insgesamt dreitausend Kölner Bürgern
aus Chorweiler und Kalk-Mülheim, die sich gegen eine repräsentative Großmoschee in
ihrer Nachbarschaft aussprechen, lehnten die Ratsfraktionen jede Auseinandersetzung mit
dem Bürgeranliegen ab und stimmten ohne Aussprache gegen den Bürgerantrag. Mehr als 50
im Ausschuß anwesende Petenten aus den betroffenen Stadtteilen reagierten auf die
obrigkeitliche Arroganz fassungslos und wütend. Nachdem ihnen durch die Vorsitzende des
Beschwerdeausschusses sogar verboten worden war, für Rouhs' Vortrag Beifall zu spenden,
entwickelte sich ein reger Wortwechsel zwischen Bürgern und Kommunalpolitikern, der so
laut wurde, daß die Sitzung schließlich abgebrochen werden mußte.
Zum Eklat im Beschwerdeausschuß erklärt die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter:
"Uns ist seit langem klar, daß die Altparteien Köln regieren, als wäre die Stadt
ihr Privateigentum. Wir hätten aber nicht für möglich gehalten, daß die Politiker
gegenüber den Bürgern aus Chorweiler, Kalk und Mülheim derart schamlos ihre Arroganz
zur Schau stellen würden. Am 16. Dezember 2002 haben die etablierten Parteien ihre Maske
fallen gelassen. Es ist höchste Zeit, daß mit pro Köln ein frischer, demokratischer
Wind ins Rathaus einzieht!"
13. Dezember 2002:
NEIN zur EU-Vollmitgliedschaft der Türkei
"Wie Feuer und Wasser verhalten sich die Kulturen der Türkei und Europas. Das
Ausbreiten des jeweils einen führt zum Ende des jeweils anderen", bemerkt der
Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann.
Als Beleg führt er die höchst
erfolgreiche Verdrängung der vor 100 Jahren noch zahlenmäßig starken christlichen
Gemeinden in der Türkei unter dem Deckmantel des laizistischen Staates an. Bestes
Beispiel sei die Metropole Istanbul. Von den 20 % Christen im Jahre 1900 sei die Zahl auf
heute deutlich unter 1 % gefallen. Skandalös seien besonders die ständigen Enteignungen
christlich-kirchlicher Grundstücke zu Gunsten des türkischen Staates. Diese gezielte
Verdrängung der Christen und die Mißachtung der Religionsfreiheit wird in
EU-Fortschrittsberichten kritisiert. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister
Joseph Martin Fischer scheint dies aber nicht zu interessieren.
Die von Außenminister Fischer ständig beschworene Vorstellung, eine Aufnahme in die EU
würde die Demokratisierung beflügeln, eine Abweisung aber den Islamisten in die Hände
spielen, bezeichnet Hohmann als völlig irrig: "Die Annahme, Islamisten und ihre
Anhänger ließen sich mit einem EU-Beitritt von ihren Umtrieben abbringen, ist reines
Wunschdenken. Im Gegenteil: Mit EU-Pässen ausgestattet haben sie deutschlandweit,
europaweit und weltweit beste Möglichkeiten, die ihnen verhaßte westliche Kultur, 'Juden
und Kreuzritter' (Kreuzritter = Christen), noch leichter zu bekämpfen."
Als "naiv" bezeichnete Hohmann auch die Hoffnung, daß jemand wie Tayyip
Erdogan, Chef der türkischen Regierungspartei AKP, seine Grundüberzeugungen über Bord
werfe, nur weil die von ihm geführte AKP nun die Regierung stelle. Erdogan hatte, wie
"Der Spiegel" berichtete, noch 1995 als Bürgermeister von Istanbul verlautbart:
"Unsere Minarette sind Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere
Kasernen."
Die sehr "großzügige Sicht" der USA hinsichtlich der inneren Ordnung der
Türkei, wie auch bei anderen "nützlichen Freunden", mag bei einem Schutz- und
Militärbündnis gerechtfertigt sein. Für den Eintritt in eine werteverpflichtete
Gemeinschaft könne ein solch "blindes Vertrauen" nicht gelten. Im übrigen
würden in Europa nicht wenige Stimmen zu hören sein, die das amerikanische Drängen auf
einen EU-Beitritt der Türkei als nicht unwillkommene, langfristige wirtschaftliche
Schwächung Europas betrachteten. Berechtigt seien diese Argumente jedenfalls von der
wirtschaftlichen Papierform der Türkei her. Sie hat eine Inflationsrate von 40 %, ein
Haushaltsdefizit von 15 % und ein Bruttosozialprodukt, das 22 % des EU-Durchschnitts
entspricht.
Weiterhin seien vor bindenden Zusagen die Beratungsergebnisse im Europäischen Konvent
abzuwarten, wo derzeit geklärt wird, wohin die Europäer wollen.
Für Hohmann ist der mögliche Beitritt der Türkei eine Existenzfrage für Europa und
für Deutschland. Sie sollte keineswegs ohne eine breite Mehrheit in der Bevölkerung
entschieden werden. Zum einen, weil Europa nach der Aufnahme der Türkei nicht mehr das
christlich-abendländisch geprägte Europa wäre, zum anderen weil der Entwicklungsstand
der Türkei von den europäischen Nettozahlern, allen voran Deutschland, einen
finanziellen Kraftakt ähnlich wie bei der deutschen Einheit erfordere. Die Osterweiterung
der EU sei noch lange nicht finanziert, und schon wird großkotzig die Süderweiterung
begonnen. Wer soll das bezahlen?
Hohmann wundert sich über die Maßen, daß Rot-Grün sich keinerlei Angaben über die
finanziellen Lasten eines Türkeibeitritts entlocken läßt. "Die ungeschminkte Höhe
der durch Deutschland zu tragenden Beitrittslasten", so vermutet Hohmann,
"würden auch bei sehr gutwilligen Beitrittsbefürwortern sofort jeglichen
Enthusiasmus erkalten lassen." Martin Hohmann: "Ob die Deutschen die
Charakteränderung der EU akzeptieren und für den Türkeibeitritt deutliche dauerhafte
Wohlstandseinbußen in Kauf nehmen wollen, ist eine so grundlegende Frage, daß das
deutsche Volk darüber per Volksentscheid abstimmen muß!"
Die Bürgerbewegung pro Köln e.V. schließt sich Hohmanns Einschätzungen voll und
ganz an.
6. Dezember 2002:
Pfarrer contra Moschee-Bau
Am 5. Dezember sprach der katholische Pfarrer Dr. Hansjosef Weiers aus Neuss
bei einer Versammlung der Bürgerbewegung pro Köln e.V. in Chorweiler, die von rund 70
Chorweiler Bürgern besucht worden ist. Der Priester nahm mit deutlichen Worten
Stellung gegen den Plan der Kölner Stadtspitze, an der Merianstraße eine Moschee
errichten zu lassen. Christentum und Islam seien unvereinbar, sagte der Geistliche. Das
Christentum erkenne individuelle Menschenrechte an, die es im Islam nicht gäbe. Moscheen
seien stets auch Stätten islamischer Mission, der es aus christlicher Sicht
entgegenzutreten gelte, betonte Dr. Weiers.
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Von links nach rechts: Markus Beisicht, Pfarrer Dr.
Hansjosef Weiers, Judith Wolter. |
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Manfred Rouhs (stehend) spricht. Anders als der örtliche
Pfarrer Hoitz erklärte sich Pfarrer Dr. Weiers mit dem Engagement von pro Köln gegen die
Moscheebau-Pläne solidarisch. |
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Zuvor hatte das pro-Köln-Vorstandsmitglied Manfred Rouhs den Chorweiler Pfarrer Markus
Hoitz aufgefordert, die Petition der Bürgerbewegung gegen die Moscheebau-Pläne zu
unterstützen. Hoitz aber bezog Stellung für den Moschee-Bau und äußerte, Rouhs sei ihm
aufgrund "seiner Agitation (...) äußerst suspekt". An Rouhs' Adresse erklärte
Pfarrer Markus Hoitz: "Ich möchte meinen Namen nicht mit Ihrem Namen in einer Reihe
sehen."
Pfarrer Dr. Hansjosef Weiers dagegen zeigte sich mit Manfred Rouhs solidarisch. Es gehe
heute darum, "der Toleranz Grenzen zu setzen und den Niedergang des christlichen
Deutschland aufzuhalten". Die Deutschen sollten "nicht mehr kuschen vor dem
Diktat der political correctness". Es habe "im Dritten Reich mehr Widerstand aus
den Reihen der Kirche gegeben, als es ihn heute gegen den Werteverfall gibt, obwohl heute
Widerstand genauso nötig ist", sagte Pfarrer Dr. Weiers, der die
pro-Köln-Aktivisten Judith Wolter, Markus Beisicht und Manfred Rouhs ausdrücklich zu
ihrem "mutigen politischen Engagement" beglückwünschte. Die Deutschen sollten
sich nicht "durch eine ständige Instrumentalisierung der Vergangenheit davon
abhalten lassen, ihre Interessen wahrzunehmen".
Zum Auftritt von Pfarrer Dr. Weiers bei pro Köln erklärt das
Pro-Köln-Vorstandmitglied Manfred Rouhs:
"Es hat uns gut getan, für unsere politische Arbeit gegen die
Islamisierungsbemühungen der Kölner Stadtspitze Zuspruch aus der katholischen Kirche zu
bekommen. Für die vor Ort für pro Köln aktiven Vereinsmitglieder und Bürger bedeutet
der Segen eines katholischen Priesters eine wichtige Argumentationshilfe in der weiteren
Auseinandersetzung mit den Anhängern des Multi-Kulturalismus."
28. November 2002:
Beschwerdeausschuß berät über Moschee-Baupläne
Der Beschwerdeausschuß des Rates der Stadt Köln berät am Montag, den 16.
Dezember 2002, voraussichtlich um 15.00 Uhr zwei Petitionen der Bürgerbewegung pro Köln
gegen die Moscheebau-Pläne der Stadtspitze in Chorweiler und in Kalk-Mülheim.
In
Chorweiler haben rund 1.400 und in Kalk-Mülheim innerhalb weniger Wochen rund 800 Bürger
die Petitionen von pro Köln mit ihrer Unterschrift unterstützt. Bei gleichbleibendem
Trend dürfte im Rechtsrheinischen, wo die Unterschriftensammlung einen Monat später als
in Chorweiler begann, die Zahl der Unterschriften bis zum Beratungstermin deutlich über
1.000 klettern. Die Ausschußsitzung ist öffentlich.
Pro Köln begehrt, daß die Stadt Köln nicht wie vorgesehen ein Grundstück an der
Merianstraße in Chorweiler bzw. zwischen Kalk und Mülheim einem islamistischen
Trägerverein für die Errichtung einer repräsentativen Großmoschee zur Verfügung
stellt. Die Bürgerbewegung befürchtet ein Anwachsen radikaler islamistischer Strömungen
in Köln, falls es zur Errichtung derartiger Symbolbauten kommen sollte. Insbesondere
kritisiert pro Köln, daß dem bereits gegründeten Trägerverein die fundamentalistische
Gruppe Milli Görus angehört, die in Deutschland einen islamischen Gottesstaat errichten
will. "Nachdem Kaplans Kalifatstaat verboten worden ist, weil er ähnlich Ziele
verfolgt wie Milli Görus, ist völlig unverständlich, warum die Stadt Köln mit dieser
Vereinigung zusammenarbeitet", erklärt dazu die Vorsitzende von pro Köln, Judith
Wolter.
12. November 2002:
Pro Köln tritt an!
In zwei Jahren finden in Köln Kommunalwahlen statt. Sämtliche Altparteien
haben unter der Führung der CDU diese Stadt völlig heruntergewirtschaftet.
Von
der groß angekündigten "Wende" des Jahres 1999 hat niemand etwas mitbekommen.
Die Verhältnisse sind eher noch schlechter geworden. Das marode und nahezu
zahlungsunfähige Köln ist heute Hauptstadt der Einbrecher, des Werteverfalls, der
Korruption, der Multi-Kulti-Exzesse sowie der der political correctnes.
In keiner anderen deutschen Stadt wird so oft eingebrochen wie in Köln. Nächtliches
Straßenbahnfahren wird immer risikoreicher. In manch einem Straßenzug kann man sich
abends nach 22.00 Uhr kaum mehr auf die Straße trauen. Die Altparteien verharmlosen diese
Probleme. Für das verständliche Sicherheitsbedürfnis der Bürger in dieser Stadt wird
nichts getan: man kapituliert vor Gewalt, Kriminalität und vor der Drogenszene. Statt in
die Sicherheit der Bürger zu investieren, werden Steuergelder für obskure
Christopher-Street-Paraden, Großmoscheen, Drogenstrich mit Verrichtungsboxen sowie
Fixerstuben verschleudert. Die politische Klasse hat vollkommen abgewirtschaftet. Sie ist
infolge der unzähligen Korruptions- bzw. Spendenaffären der Vergangenheit kaum noch in
der Lage, Recht von Unrecht zu unterscheiden und bedarf dringend einer tatkräftigen und
unabhängigen Fundamentalopposition. Deshalb wird pro Köln zu den nächsten
Kommunalwahlen antreten.
Pro Köln wird von der Neven-Dumont-Presse entweder totgeschwiegen, oder diffamiert.
Die Presse und die Altparteien tun alles, damit dieser neue politische Ansatz nicht zum
Zuge kommt. Wir haben einen schweren Gang vor uns. Wer etwas zum Guten verändern will,
sollte unser demokratisches Oppositionsprojekt unterstützen. Wir zählen auf Sie!
Über einen Klick hier können Sie weitere Informationen anfordern!
2. November 2002:
Erfolgreiche Infostände in Mülheim und Chorweiler
Am 2. November führte pro Köln überaus erfolgreiche Infostände und
Mahnwachen in Chorweiler und Mülheim durch. Dabei leisteten insgesamt rund 300
weitere Kölner Bürger Unterschriften gegen die Moschee-Bau-Pläne der Stadtspitze.
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Auf dem Pariser Platz in Chorweiler suchten Pro-Köln-Vertreter das
Gespräch mit dem Bürger. |
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Mit einer Mahnwache auf dem Liverpooler Platz protestierte die
Bürgerbewegung gegen das zeitweilige Verbot der Infostände. Hier wurden rund tausend
Protest-Flugblätter verteilt. |
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In Mülheim am Wiener Platz stand die
Unterschriftensammlung im Vordergrund. |
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Der Andrang war so groß, daß zeitweise eine Schlange
entstand. Mehr als 200 Unterschriften wurden allein in Mülheim gesammelt, wo - anders als
in Chorweiler - die Unterschriftensammlung gerade erst anläuft und durch den Infostand
einen gewaltigen Schub bekommen hat. |
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In Chorweiler liegen mittlerweile insgesamt 1.200 Unterschriften vor, in Mülheim sind
es 400 - Tendenz steigend. In zahllosen Gesprächen bekam pro Köln Zuspruch von
multi-kulti-kritischen Bürgern, die oft froh waren, endlich eine seriöse Alternative zu
den Altparteien gefunden zu haben, die Verständnis für ihre Probleme mit den Folgen der
etablierten Einwanderungs-Politik zeigt.
In beiden Stadtteilen bleibt pro Köln am Ball. Die Infostände vom 2. November werden
nicht die letzten gewesen sein.
30. Oktober 2002:
Stadt Köln knickt ein
Nachdem die Bürgerbewegung pro Köln beim Verwaltungsgericht einen Antrag auf
Erlaß einer Einstweiligen Verfügung gegen das Verbot ihrer Infostände zur Sammlung von
Unterschriften gegen die geplanten Moschee-Bauvorhaben in Chorweiler und Kalk-Mülheim
eingereicht hat, entschied sich die Stadt Köln, die Infostände doch zu genehmigen.
Damit
hat sich die Stadt eine Niederlage vor dem Verwaltungsgericht erspart, die ihr ansonsten
sicher gewesen wäre: die Verbote waren offensichtlich rechtswidrig.
Was bleibt, ist die Dokumentation des bösen Willens, in Köln keine bürgernahe
Opposition aufkommen zu lassen. Demokratische Kritik an der Stadtobrigkeit soll um jeden
Preis erstickt werden. Dem entspricht auch der Umstand, daß die Kölner Zeitungen über
die skandalösen und rechtswidrigen Verbote der Infostände kein Wort verloren haben. Was
in das Weltbild der Medien-Macher nicht hineinpaßt, wird ausgeblendet. So soll der
Bürger über die wirklichen Verhältnisse in unserer Stadt im Unklaren gehalten werden.
Pro Köln antwortet darauf mit einer Flugblatt-Offensive in den betroffenen
Stadtteilen. Die Kölner sollen wissen, wie nachlässig die Stadt mit Recht und Gesetz
umgeht. Und selbstverständlich werden in Chorweiler, Kalk und Mülheim weiter
Unterschriften gegen die geplanten Groß-Moscheen gesammelt!
28. Oktober 2002:
Stadt Köln verbietet Infostände
Die Stadt Köln hat der Bürgerbewegung pro Köln e.V. die Durchführung von
Informationsständen zur Sammlung von Unterschriften gegen die geplanten
Moschee-Bauvorhaben in Chorweiler und Kalk-Mülheim verboten.
Zur Begründung
hieß es, die Stellungnahme der Bürgerbewegung gegen die Baupläne sei
"verfassungsfeindlich", weil die Moslems ein grundgesetzlich verbrieftes Recht
auf die beiden in Rede stehenden Moscheen hätten. Gegen die Verbote hat pro Köln das
Verwaltungsgericht angerufen. Mit einer Entscheidung ist noch im Laufe der Woche zu
rechnen.
Rechtsanwalt Markus Beisicht, der die Bürgerbewegung gegen die Kommune vertritt,
erklärt zu dem Verfahren: "Die Entscheidung der Stadtverwaltung, pro Köln die
erforderlichen Genehmigungen für die Durchführung von Informationsständen zu versagen,
ist absurd begründet. Keine Religionsgemeinschaft hat ein verfassungsmäßig garantiertes
Recht darauf, gerade dieses oder jenes Grundstück für den Bau eines Gotteshauses nutzen
zu können. Die Stadt Köln will offensichtlich das Petitionsrecht aushebeln.
Wahrscheinlich liegt den Verantwortlichen die große Zahl von Unterschriften gegen die
Moschee-Bauten schwer im Magen. Was die Stadt in dieser Sache treibt, ist rechtlich nicht
haltbar."
24. Oktober 2002:
Zeitung "Pro Köln"
In diesen Tagen erscheint die Nullnummer einer neuen Zeitung "Pro
Köln", die künftig vierteljährlich über die Aktivitäten der Bürgerbewegung
informieren soll. Die Publikation wird an Mitglieder und Interessenten
verschickt, wobei von den Interessenten ein Unkostenbeitrag erbeten werden muß, um
"Pro Köln" finanzierbar zu machen. Das Projekt soll sich durch Spenden selbst
tragen. Themen der Nullnummer sind die Aktionen gegen die Moscheebau-Pläne in Chorweiler
und Kalk-Mülheim, eine Auseinandersetzung mit "Kölns schlimmsten Abzockern",
in deren Rahmen über Verfehlungen der Herren Prof. Rolf Bietmann, Dr. Klaus Heugel,
Lothar Ruschmeier, Franz-Josef Antwerpes, Norbert Burger, Norbert Rüther und Kurt
Uhlenbruch berichtet wird, sowie weitere Informationen über Mißstände in der Domstadt.
Sie können die Nullnummer gerne anfordern über
einen Klick hier.
11. Oktober 2002:
Moscheebau: Islamisten gründen Trägerverein
Stadt Köln kooperiert mit Antisemiten
Am 9. Oktober haben zehn islamische Organisationen einen Trägerverein
"Kölner Zentralmoschee" gegründet, der die Moscheebau-Vorhaben in der Domstadt
vorantreiben will. Eine der Organisationen ist die fundamentalistische und antisemitische
Vereinigung Milli Görus. Die der türkischen Regierung nahestehende, weltlich orientierte
Gruppe DITIP hat sich an der Gründung des Trägervereins nicht beteiligt, weil sie mit
Milli Görus nichts zu tun haben will. Milli Görus hat Kontakte zu der in der Türkei
verbotenen "Tugendpartei" von Necmettin Erbakan.
Milli Görus will aus Deutschland einen islamischen Gottesstaat machen. Ihr Sprecher
Ali Yüksel erklärte bereits 1998: "Wir müssen für eine Eroberung des Islam in
Europa kämpfen." Im Rahmen dessen soll in Deutschland die Scharia eingeführt
werden: "Ein religiöser Muslim ist auch gleichzeitig ein Verfechter der Scharia. Der
Staat, die Medien und die Gerichtsbarkeit haben nicht das Recht, sich einzumischen. (...)
Die Verbundenheit eines Muslims zur Scharia darf nicht dazu führen, daß er deswegen
verurteilt oder ins Kreuzverhör genommen wird." ("Milli Gazete" vom 7.
August 2001, Seite 2)
Die Vereinigung beklagt einen angeblich großen jüdischen Einfluß in den USA und
sieht die Türkei von den Juden bedroht: "Von den Zionisten, die die
Weltwaffenindustrie beherrschen, ist für die Menschheit nichts Gutes zu erwarten. (...)
Die USA sollten sich nicht länger vom Zionismus benutzen lassen, um ihr System der
kolonialen Ausbeutung, die sogenannte Neue Weltordnung, aufrecht zu erhalten. (...) Die
Juden sind mit allen, außer mit sich selbst, im Streit. Toleranz kennen sie zwar in der
Theorie, jedoch umsetzen können sie sie nicht." Milli Görus droht den Juden:
"Die Absicht, die Türkei in eine israelische Kolonie zu verwandeln, wird einen hohen
Preis fordern." Dabei beklagen Vertreter der Vereinigung, sich in Deutschland über
die Juden nicht so äußern zu dürfen, wie sie wollen: "Die Feindseligkeit der Juden
gegen den Islam und die Muslime ist erlaubt. Die Feinseligkeit anderer gegen die Juden
wird als Verbrechen und Antisemitismus bewertet." (Zitate aus "Milli
Gazete" vom 11. Juni 2001, Seite 2, und "Milli Gazete" vom 13. September
2001, Seite 1) Nur aus taktischen Gründen will Milli Görus in Deutschland zunächst noch
keine offene Auseinandersetzung mit den Juden führen, wie ein Sprecher der Vereinigung im
Interview mit der "tageszeitung" vom 9. Dezember 2000 erklärte, denn: "Wir
haben gemerkt, daß antisemitische Äußerungen, die in der Türkei üblich sind, in
Deutschland verboten sind."
Die Vorsitzende der Bürgerbewegung pro Köln, Judith Wolter, hält den Schulterschluß
der Stadt Köln mit Milli Görus für bemerkenswert: "Der Antisemitismus der Milli
Görus unterscheidet sich nicht erheblich von den einschlägigen Äußerungen deutscher
Neonazis. Solange die Stadt Köln offen mit Milli Görus zusammenarbeitet, sollte sie ihr
vom Rat im Mai 2001 beschlossenes, ohnehin fragwürdiges 'Förderprogramm gegen
Rechtsextremismus' auf Eis legen. Durch die Kooperation mit Milli Görus betätigt sich
die Stadt Köln selbst rechtsextremistisch."
8. Oktober 2002:
Kundgebungen gegen die Groß-Moscheen
Am 15. März 2003, einem Samstag, wird die Bürgerbewegung pro Köln e.V. zwei
Kundgebungen mit anschließendem Demonstrationszug gegen die geplanten Moschee-Bauvorhaben
in Chorweiler und in Kalk-Mülheim durchführen. Die erste Versammlung beginnt um
11.00 Uhr auf dem Pariser Platz in Chorweiler, die zweite um 15.00 Uhr auf dem Wiener
Platz in Mülheim. Pro-Köln-Vertreter wollen sich dabei kritisch mit den Plänen der
Kölner Stadtspitze auseinandersetzen, in beiden Stadtvierteln je eine repräsentative
Groß-Moschee zu errichten. Den Kundgebungen schließen sich Demonstrationszüge über die
Merianstraße in Chorweiler bzw. über die Frankfurter Straße in Mülheim an.
Rund 800 Kölner Bürger haben bislang eine Petition der Bürgerbewegung gegen die
Moscheebau-Pläne unterschrieben. Bis März 2003 will pro Köln insgesamt mindestens 2.000
Unterschriften sammeln. Die Petenten sollen zur Teilnahme an den Demonstrationen
aufgefordert werden. Pro Köln geht von mehreren hundert Teilnehmern bei beiden
Demonstrationen aus.
26. September 2002:
CDU kuscht vor pro Köln
Pro Köln bringt die Pläne der Kölner Stadtspitze, an der Merianstraße in
Chorweiler und in Kalk-Mülheim eine repräsentative Großmoschee zu errichten, ins
Wanken. Offensichtlich als Reaktion auf die Unterschriftensammlung gegen den
Moschee-Bau in Chorweiler bricht bei der Kölner CDU Panik aus; Unions-Strippenzieher
Prof. Rolf Bietmann muß einen innerparteilichen "Meinungskampf" einräumen, das
heißt: ein Teil der Kölner Unionsmitglieder - schwerpunktmäßig aus dem Ortsverband
Mülheim - ist auf den multi-kulti-kritischen Kurs der Bürgerbewegung pro Köln
eingeschwenkt. "Sie geben uns den kleinen Finger, jetzt wollen wir die ganze
Hand", meint dazu die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter.
Petra Grah, die Geschäftsführerin der CDU-Fraktion, will eine endgültige
Entscheidung über die Moschee-Standorte offensichtlich auf einen Termin nach der
Kommunalwahl 2004 vertagen. Judith Wolter ist optimistisch: "Pro Köln und die
Reformkräfte innerhalb der Kölner CDU haben eine gute Chance, die Groß-Moschee zu
verhindern. Das Nachgeben bei der CDU motiviert uns, jetzt mit der Unterschriftensammlung
richtig durchzustarten. Ab heute wird nicht nur in Chorweiler, sondern auch in Kalk und
Mülheim gesammelt. Daß es bei der Kölner Union verantwortungsbewußte Menschen gibt,
die in einer entscheidenden politischen Frage unseren Standpunkt teilen, eröffnet für
die Zeit nach der nächsten Kommunalwahl eine neue Perspektive. Als politische Kraft, die
sich gegen den Altparteien-Klüngel wendet, wollen wir selbstverständlich mit Leuten wie
Blömer und Bietmann nichts zu tun haben. Aber falls es an den Betonköpfen der Union
vorbei im Kölner CDU-Kreisverband eine multi-kulti-kritische Bewegung geben sollte,
halten wir eine punktuelle Zusammenarbeit im nächsten Stadtrat für möglich."
20. September 2002:
Bürgerversammlung gegen die Chorweiler Moschee
Am 19. September fand in Chorweiler eine Bürgerversammlung gegen
den geplanten Moschee-Bau statt. Rund 50 Chorweiler Bürger waren der Einladung
von pro Köln zur Diskussion über den von der Kölner Stadtspitze geplanten moslemischen
Prunkbau gefolgt.
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Die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter (rechts), moderierte die
Versammlung, Manfred Rouhs (Mitte) sprach über die Islamisierung Europas und Rechtsanwalt
Markus Beisicht (links) informierte über Möglichkeiten, den Moschee-Bau abzuwenden. |
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Im Rahmen einer angeregten Diskussion wurden weitere Aktionen beschlossen.
Auch wurde die Kommunalwahl 2004 angesprochen, bei der pro Köln als Alternative zu den
Alptarteien antreten wird. |
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Mehrere Dutzend Chorweiler Bürger unterschrieben vor Ort die Petition von
pro Köln gegen den Moschee-Bau. An die Anwesenden wurden Unterschriften-Listen
ausgegeben, mit denen im Viertel weiter gesammelt werden soll. |
Unter den Versammlungsteilnehmern bestand Einigkeit, daß es kein Problem
sein wird, mehr als 1.000 Unterschriften für die pro-Köln-Petition zu sammeln. Bislang
haben etwa 500 Bürger mit Wohnsitz im Bereich der Bezirksvertretung Chorweiler den Appell
unterschrieben. Manfred Rouhs sagte den Altparteien bei der Kommunalwahl 2004 im Kölner
Norden ein "böses Erwachen" voraus.
15. September 2002:
Linke Kritik an Globalisierung
Auf einem bundesweiten Aktionstag in Köln haben
Gewerkschaftsjugend und das globalisierungskritische Netzwerk Attac mitten in der heißen
Phase des Bundestagswahlkampfes einen grundlegenden Politikwechsel gefordert.
An
zahlreichen Kundgebungen und Aktionen eine Woche vor der Wahl nahmen nach Angaben der
Veranstalter rund 40.000 Menschen teil. Attac wies ein Angebot des
Grünen-Bundesvorstandes zur politischen Zusammenarbeit zurück. "Wir wollen
Ergebnisse einer linken Politik sehen und da ist in den vergangenen vier Jahren sehr wenig
gewesen", sagte der Attac-Mitbegründer Peter Wahl.
Auf mehreren Kundgebungen machte Attac gemeinsam mit der Friedensbewegung
und Erwerbsloseninitiativen Front gegen neoliberale Tendenzen. An einer Rhein-Brücke
wurde ein etwa 100 Meter langes Plakat mit dem Motto des Aktionstages "Her mit dem
schönen Leben - Eine andere Welt ist möglich" entrollt.
Mit Blick auf das Kooperations-Angebot der Grünen sagte
Attac-Mitbegründer Wahl, die Steuerreform und die Vorschläge der Hartz-Kommission zur
Reform des Arbeitsmarktes seien "durch und durch neoliberal". "Wenn das das
Angebot von Politik ist, müssen wir leider feststellen: Nicht mit uns", sagte Wahl,
der auch Mitglied des bundesweiten Koordinierungskreises von Attac ist.
Die Grünen-Spitze hatte den Globalisierungskritikern eine politische
Kooperation angeboten und davor gewarnt, daß sich "Bewegungslinke und Linke in den
Parlamenten gegenseitig schwächen". Die Grünen hätten inzwischen ihre
"mangelnde Offenheit" gegenüber" der globalisierungskritischen Bewegung
überwunden", hieß es in einem Brief des Bundesvorstandes an die Teilnehmer des
Aktionstages. Der Parteivorstand wies darin zugleich Kritik an der rot-grünen
Bundesregierung zurück.
Im Vorfeld der Veranstaltung wurde erstmals von links die weitere
Zuwanderung von Ausländern nach Deutschland kritisiert. Im Rahmen eines Demo-Aufrufes
für den 14. September veröffentlichte die Gewerkschaftszeitung "Ver.di
publik", Ausgabe August 2002, die
Stellungnahme
eines jungen Mannes laotischer Herkunft, der weitere Zuwanderung auf St. Nimmerlein
verschieben will: "Ich bin auch dafür, die Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer
zu begrenzen, bis wir das Problem Arbeitslosigkeit im eigenen Land behoben haben."
3. September 2002:
Erststimme für Helmut Nowak!
Die Bürgerbewegung pro Köln ruft die Wähler im Bundestagswahlkreis
Mülheim-Leverkusen dazu auf, ihre Erststimme dem CDU-Kandidaten Helmut Nowak zu geben.
Grundlage
dieses Wahlaufrufes ist ein von Nowak in den Wahlkampf eingeführtes
Plakat mit der Losung: "Weniger
Zuwanderung! Mehr Arbeitsplätze!"
Dazu erklärt die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter: "Nowak hat ganz
offensichtlich den Zusammenhang zwischen Massenarbeitslosigkeit und Zuwanderung erkannt.
Die großen, internationalen Konzerne wollen einen globalisierten Arbeitsmarkt, um mit dem
Arbeitskräfte-Überschuß der wirtschaftlich weniger entwickelten Länder überall die
Einkommen drücken zu können. Die Folge ist bei uns millionenfache Arbeitslosigkeit. Die
Konzerne können mit der Massenarbeitslosigkeit in Deutschland gut leben und gute Gewinne
machen. 'Offene Grenzen' sind im Interesse der wirtschaftlich Starken und benachteiligen
diejenigen Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht durch Kapitalerträge, sondern durch
Arbeit erwirtschaften. Mehr Zuwanderung bedeutet mehr Arbeitslosigkeit.
Hut ab vor Helmut Nowak, der Mann hat Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen und in
eine einfache Formel zu fassen!"
2. September 2002:
Chorweiler: Tausend Unterschriften gegen die Moschee
Die Bürgerbewegung pro Köln hat heute die ersten 194 Unterschriften von
Kölner Bürgern - die meisten davon mit Wohnsitz im Bereich der Bezirksvertretung
Chorweiler - gegen den beabsichtigten Bau einer Moschee an der Merianstraße per Post an
den Beschwerdeausschuß des Rates übersandt. Mehr als tausend Unterschriften
will pro Köln in der Umgebung der Merianstraße für die Forderung sammeln, das für den
Moschee-Bau vorgesehene Grundstück nicht an einen islamischen Trägerverein zu verkaufen
oder zu verpachten.
Zu der Unterschriftensammlung erklärt die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter:
"Wir wollen deutlich machen, daß sehr viele Bürger, die von der Stadtspitze zu
künftigen Nachbarn einer Moschee bestimmt worden sind, die Multi-Kulti-Pläne der
Altparteien ablehnen. Parallel werden wir auch in Kalk und Mülheim Unterschriften für
eine Petition gegen den dort geplanten Moschee-Bau sammeln. Die Islamisierung Deutschlands
gehört zu den Tagträumen einer abgehobenen politischen Kaste, die den Bezug zur
Wirklichkeit verloren hat. Wir sehen unsere Aufgabe darin, über die Mobilisation der
Anwohner die Politiker auf den Teppich zurück zu holen. Außerdem können wir die vielen
Adressen von Bürgern, die den Moschee-Bau ablehnen, im Kommunalwahl-Jahr 2004 gut
brauchen. Wir werden die Menschen wissen lassen, daß es eine Alternative zu den
Altparteien gibt."
23. August 2002:
Keine Moschee nach Kalk-Mülheim!
Die Kampagne der Bürgerbewegung pro Köln e.V. in Chorweiler
gegen den Bau einer Moschee wird ab sofort parallel auch im Rechtsrheinischen geführt.
Denn
die Stadtspitze hat, wie der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kölner Rat, Ralph Sterck,
gegenüber der Presse bekanntgab, "ein Gelände zwischen Kalk und Mülheim ausfindig
gemacht, das für den Bau einer Moschee geeignet und dessen Eigentümer bereit ist, mit
möglichen Investoren zu verhandeln". Das Areal umfaßt nach Stercks Angaben 10.000
Quadratmeter, die genaue Lage wird noch geheim gehalten. Pro Köln sammelt nun auch in
Kalk und Mülheim Unterschriften gegen den Moschee-Bau.
In Chorweiler haben bereits etliche künftige Moschee-Nachbarn die
Petition gegen das städtische Bau-Vorhaben unterschrieben. Die Pläne der Stadtspitze
stoßen im Kölner Norden auf breiten Widerstand in der Bevölkerung.
13. August 2002:
Petition gegen die Moschee in Chorweiler
Seit Anfang August sammelt pro Köln in Chorweiler
Unterschriften gegen den geplanten Moschee-Bau:
"Gemäß Artikel 17 des Grundgesetzes, der jedermann das Recht gibt,
sich mit Bitten und Beschwerden an die zuständige Volksvertretung zu wenden, richten die
Unterzeichner folgende Petition an den Beschwerdeausschuß des Rates der Stadt Köln:
Der Rat der Stadt Köln möge beschließen: Das von der
Verwaltung für die Errichtung einer Moschee vorgesehene Grundstück an der Merianstraße
in Chorweiler wird nicht an einen islamischen Trägerverein verkauft oder verpachtet.
Die Unterzeichner betonen, weder ausländerfeindlich zu sein, noch
pauschal gegen den Islam Stellung beziehen zu wollen. Sie sehen aber die Errichtung einer
Groß-Moschee im Kölner Norden als verfehlt an und wollen mit ihrer Unterschrift den Rat
der Stadt Köln dazu bewegen, die Entscheidung der Kölner Stadtspitze für eine Moschee
in Chorweiler rechtzeitig vor Baubeginn zu überdenken."
Jeder Kölner, der die Petition unterstützen will, kann hier Vordrucke mit dem obenstehenden Text anfordern.
2. August 2002:
Kein Moschee-Prunkbau in Chorweiler!
Auf einem städtischen Grundstück an der Merianstraße in Chorweiler soll nach
dem Willen der gesamten Kölner Stadtspitze um Oberbürgermeister Fritz Schramma eine
riesige, repräsentative Großmoschee mit einem Minarett entstehen. Für solche Projekte
sind offenbar noch finanzielle Ressourcen bei der ansonsten immer knapp vor der
Zahlungsunfähigkeit stehenden Stadt Köln vorhanden.
Die gesamte verfilzte, etablierte Politik aus CDU/SPD/Grüne/FDP und PDS steht diesem
neuen "Multi-Kulti-Prestigeprojekt" sehr aufgeschlossen gegenüber. Man ist
selbstverständlich politisch "korrekt" und begrüßt den geplanten
Moschee-Neubau als "kulturelle Bereicherung". Köln kann wirklich stolz auf
seine Kommunalpolitiker sein!
Sorgte bislang die einzigartige Kölner SPD-Korruptions- und Spendenaffäre um Rüther,
Biciste, Uhlenbruch und Burger dafür, daß Köln bundesweit in den Schlagzeilen stand, so
werden wir künftig wahrscheinlich erleben, daß Köln der Chorweiler Moschee wegen
Publicity bekommt. Dann haben wir bei uns nicht nur einen einzigartigen Polit-Sumpf,
sondern auch eine der größten Moscheen Mitteleuropas. Schöne Aussichten!
Seltsam nur, daß unsere Kommunalpolitiker so wenig Wert darauf legen, sich die
multikulturelle Bereicherung in die eigene Nachbarschaft zu holen. Kein einziger
relevanter Kommunalpolitiker wohnt in der Nähe der geplanten Moschee. Wo die
Polit-Schickeria wohnt, werden komischerweise keine islamischen Zentren errichtet ...
Die Anwohner werden wieder einmal mit ihren Problemen von der etablierten Politik
allein gelassen. Es drohen gravierende Lärmbelästigungen, Massenaufmärsche,
Parkplatzprobleme und lautstarke, sich ständig wiederholende orientalische
Lautsprecherdurchsagen sowie eine Menge sozialer Sprengstoff.
Wo eine Moschee steht, wird als nächstes ein Minarett und dann der Muezzin-Ausruf bei
den zuständigen Behörden beantragt. Den nicht-islamischen Anwohnern von Chorweiler
stehen also spannende Zeiten bevor. 1970 gab es in der Bundesrepublik drei Moscheen, heute
sind es bereits mehr als 2.500. Wieviele christliche Kirchen gibt es eigentlich in der
Türkei? Oder in Saudi-Arabien?
Die Bürgerbewegung pro Köln sagt:
Nach den Ereignissen vom 11. September 2001 müssen wir gerade auch in Köln wachsam
sein. Das in Chorweiler beheimatete Bundesamt für "Verfassungsschutz"
beobachtet seit geraumer Zeit "eine neue Qualität" islamischer extremistischer
Aktivitäten. In Hamburg bereitete der Terrorist Mohamed Atta in einer Moschee den
verbrecherischen Anschlag in New York vor. Nach Erkenntnissen des
"Verfassungsschutzes" sind in den letzten Jahren rund 70.000 Terroristen in
Camps ausgebildet worden. Es gibt sie auch bei uns in Deutschland, entweder als autonome
Zellen, oder als sogenannte Schläfer.
Die islamischen Verbände in Köln haben sich von den islamischen Extremisten bislang
nicht glaudwürdig distanziert. Es ist daher sehr gut möglich, daß die neue Großmoschee
auch eine gefährliche Zufluchtstätte für islamische Extremisten wird. So etwas müssen
wir uns in unserer Stadt nicht antun! Wir dürfen nach den Erfahrungen des 11. September
2001 nicht zulassen, daß mitten in Chorweiler möglicherweise ein extremistischer
islamischer Stützpunkt à la Kaplan entsteht.
Pro Köln wird in den nächsten Wochen Unterschriften gegen den Bau der geplanten
Großmoschee sammeln. Wir werden den demokratischen Widerstand gegen das Projekt
koordinieren und mit Ihrer Hilfe den Bau der Moschee in Chorweiler politisch verhindern.
21. Juli 2002:
Der kölsche "Mehmet"
Die Geschichte des "Mehmet" genannten türkischen
Jugendlichen, der nach Deutschland zurück kommen darf, obwohl er in München unzählige
Straftaten begangen hat, erzürnt viele rechtstreue Bürger bundesweit. Aber auch wir
Kölner haben einen "Mehmet", den wir nicht mehr loswerden, obwohl ihm hunderte
Straftaten nachgewiesen werden können.
Unser "Mehmet" heißt Muhamed und entstammt einer Großfamilie,
die 1987 aus Bosnien-Herzegowina nach Köln kam und seit der Ablehnung des Asylantrags in
der Stadt "geduldet" wird. Wie seine sieben Geschwister geht auch Muhamed nicht
zur Schule. Vielmehr startete er schon vor Vollendung seines 14. Lebensjahres eine
Karriere als Seriendieb und erwarb sich den Ruf, Kölns "schlimmstes Klaukind"
zu sein. Denn er hat inzwischen mehr als 300 Straftaten auf dem Kerbholz.
Jetzt stand der "kölsche Mehmet" vor dem Jugendrichter, der den
15-Jährigen wegen mehrfachen Diebstahls zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilte. Die
Sitzung war, wie im Jugendstrafrecht üblich, nicht öffentlich. Nachdem einige Verfahren
eingestellt worden waren, blieben letztlich sechs vollendete und zehn versuchte
Diebstähle auf dem Konto der Straftaten, die die Staatsanwaltschaft Muhamed vorwarf. Doch
die Ermittler haben ihm über 300 Taschendiebstähle in der Kölner Innenstadt
nachgewiesen. Für 230 geht er ohnehin straffrei aus. Begründung eines Gerichtssprechers:
"Damals war er noch keine 14 Jahre." Tat folgte auf Tat: Allein oder mit anderen
suchte der "kölsche Mehmet" beispielsweise auf U-Bahnhöfen, in der
Straßenbahn oder in der Nähe des Doms seine Opfer und stahl ihnen vor allem Geld oder
auch EC-Karten. Und seit er strafmündig ist, hat Muhamed bereits wieder ein paar Dutzend
Taten verübt.
Seine erste "echte" Verurteilung quittierte der Jungkriminelle
mit einem Grinsen. Er saß im vorigen Jahr schon einmal in U-Haft. Doch davon
unbeeindruckt, zog er nach seiner Entlassung sofort erneut auf Diebestour.
Pro Köln fordert eine Gesetzesänderung, die es ermöglicht, jugendliche
Serienstraftäter in ihr Herkunftsland abzuschieben, sobald sie das 14. Lebensjahr
vollendet haben. Und die Bürgerbewegung fordert die Verwaltung auf, Muhameds Familie
nicht länger in Köln die "Duldung" zu gewähren. Nach hunderten von
Diebstählen kann nicht mehr davon ausgegangen werden, daß Muhameds Eltern an der
Entwickling ihres Sprößlings völlig unschuldig sind. Wer unsere Gastfreundschaft
mißbraucht, soll gehen!
6. Juli 2002:
Europride & CSD kulturell wertvoll?
Die Bürgerbewegung pro Köln wollte sich am Samstag vor dem CSD im Rahmen
einer Mahnwache auf der Breitestraße kritisch mit der Europride und dem Christopher
Street Day auseinandersetzen. Plakate mit Losungen wie "Ich bin hetero, und das ist
gut so" und "Keine Gewalt" waren bereits fertig gestellt, rund 30
pro-Köln-Mitglieder wollten mitmachen. Auf die ausdrückliche Bitte mehrerer
ortsansässiger Geschäftsleute hin hat pro Köln dann aber diese Mahnwache abgesagt.
Denn
es zeichnete sich ein Szenario ab, bei dem die eigentlichen Inhalte der
Europride/CSD-Kritik von pro Köln nicht mehr vermittelbar gewesen und die ortsansässigen
Geschäftsleute, für deren Interessen sich pro Köln doch gerade stark machen will, durch
Umsatzverluste die Geschädigten gewesen wären. Die Organisatoren der Europride wurden
von der blosen Möglichkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrem Spektakel so
aufgeschreckt, daß sie gegen die Mahnwache zur Massendemo aufriefen. Nicht einmal vor
einem Schulterschuß mit der militanten "Antifa", die in Köln
gewohnheitsgemäß Überfälle auf politisch Andersdenkende organisiert (siehe
hier) und Schlägertrupps von ein- bis zweihundert Mann
organisieren kann, schreckte das einschlägige schwul-lesbische Bündnis zurück. Die
pro-Köln-Aktivisten sind solche Zustände gewohnt - die Gewerbetreibenden in der
Innenstadt nicht.
Durch den Schulterschluß eines offensichtlich innerhalb der Europride akzeptierten
Organisatoren-Kreises mit der Terrorszene - die in Köln von der SPD unterstützt wird,
deren Parteilogo auf der Internetseite der militanten Initiative www.buntezeichen.de
prankt - hat die schwul-lesbische Bewegung ihre Unschuld verloren. Gestern noch waren sie
selbst die ausgegrenzte Minderheit. Heute befürworten sie Gewalt gegen andere
Minderheiten. Kaum dominieren sie für ein paar Tage die Kölner Innenstadt - schon soll
dort alles Andersartige ausgemerzt werden.
Wohlgemerkt: Wir können uns nicht vorstellen, daß die Schwulen und Lesben, die an
Europride und CSD teilnehmen, mehrheitlich eine solche Haltung unterstützen. Und wir
gehen auch davon aus, daß die Organisatoren der Europride nicht im vollen Umfang wissen,
mit wem sie sich da eingelassen haben. Sie haben indessen keinerlei Distanz zur
Terrorszene erkennen lassen. Das müssen sie sich von jetzt an öffentlich vorhalten
lassen.
Pro Köln ist nicht homosexuellenfeindlich. Sexualität soll Privatsache sein. Wir
lehnen aber die Unterstützung schwul-lesbischer Initiativen aus Steuermitteln ab - wir
fordern Gleichbehandlung! Denn welcher mit diesen Initiativen vergleichbare
Zusammenschluß von Heterosexuellen wird schon mit öffentlichen Mitteln unterstützt?
Die Stadt Köln hat erfolgreich verhindert, daß am letzten Juni-Wochenende das SIGNAL
Pressefest - eine patriotische Versammlung mit Reden, Diskussion und Musik - auf dem
Heumarkt stattfinden konnte (siehe hier). Die Versammlung sei nicht kulturell wertvoll, hieß es unter
anderem. Nur für kulturell wertvolle Veranstaltungen würden Plätze in der Innenstadt
zur Verfügung gestellt werden. Kulturell wertvoll seien z.B. Europride und CSD, behauptet
die Stadtverwaltung.
Die Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Aber selbst viele Schwule und
Lesben wenden sich angewidert vom kommerzialisierten Massenspektakel Europride/CSD ab, bei
dem die plakative Zurschaustellung homosexueller Verhaltensweisen breiten Raum einnimmt.
"Heteros", die ihre Sexualität ähnlich zur Schau stellen, müssen
normalerweise damit rechnen, daß ihre Nachbarn die Polizei rufen. Werden landläufig als
pervers bezeichnete Verhaltensweisen dagegen mit einer schwul-lesbischen rosa Schleife
verschönert, steht die Polizei Spalier und beschränkt sich darauf, den Verkehr zu regeln
(den Straßenverkehr, versteht sich).
Die Bürgerbewegung pro Köln wird im Jahre 2004 an der Kommunalwahl teilnehmen. Im Rat
wollen wir uns dafür einsetzen, daß die Stadt Köln der Europride und dem CSD jegliche
Unterstützung entzieht. Dafür erbitten wir Ihre Hilfe - die Hilfe der normalen Kölner,
denen dieses Spektakel auf die Nerven geht.
Bitte immer daran denken: Sie sind nicht allein! Für Köln kommen auch wieder bessere
Zeiten!
4. Juli 2002:
Wie die Presse Hass &
Gewalt schürt
Am 28. Juni, einen Tag vor dem auf dem Heumarkt geplanten SIGNAL
Pressefest 2002, wurde der Pressefest-Veranstalter und Schatzmeister von pro Köln,
Manfred Rouhs, vor seiner Wohnung in der Sülzburgstraße von einem halben Dutzend
vermummter Gewalttäter überfallen und mit Knüppeln zusammengeschlagen.
Alle
Kölner Massenmedien schwiegen den Überfall tot. Die DuMont-Presse schürte wieder einmal
den Hass und kolportierte die politischen Parolen der Gewalt-Szene.
 |
Foto links:
Rouhs am Montag nach dem Überfall. Die
Gewalt-Szene begründete die Mißhandlung des 36jährigen mit der Behauptung, er sei ein
"Neonazi", also kein Mensch, sondern vogelfrei. Legitimation bekommen die
Schläger durch den "Verfassungsschutz" und durch die DuMont-Presse. Was Rouhs
politisch wirklich will, lesen Sie hier.
|
Am 1. und 2. Juli 2002 veröffentlichten die Zeitungen aus dem Hause
DuMont verschiedene Artikel über die Ereignisse am 29. Juni. In keinem dieser Artikel ist
der vorangegangene Überfall auf Rouhs auch nur mit einer einzigen Silbe erwähnt, obwohl
DuMont-Journalisten am 29. Juni mit Rouhs gesprochen und seine Verletzungen fotografiert
hatten.
Die
"Kölnische
Rundschau" vom 1. Juli schreibt etwas von "Neonazis", behauptet, Rouhs
würde "Lieder mit neonazistischen Inhalten" verbreiten und "Ausländer,
Homosexuelle und Prostituierte" verunglimpfen. Ähnliches behauptet der
"Verfassungsschutz" in seinen Hetzberichten, die von den Schlägerbanden der
Altparteien immer wieder zur Legitimation von Gewalt und Terror zitiert werden. Am
2. Juli versucht das Blatt den
Eindruck erwecken, die Gewalttäter, die übrigens aus dem halben Bundesgebiet nach Köln
angereist waren, würden den Willen der Kölner Bevölkerung vollstrecken. Von einer
"Neonazi-Kundgebung" berichtete auch der
"Stadt-Anzeiger" am 1.
Juli, der behauptete, die Normalbevölkerung habe sich mit den Gewalttätern
solidarisiert.
Der
"Express"
veröffentlichte am 1. Juli ein Foto von Rouhs, das geschickt so ausgewählt wurde,
daß nur dessen linke Gesichtshälfte zu sehen ist. Dieses Foto entstand am 29. Juni, der
"Express"-Fotograf hatte sich zuvor angesehen, wie Rouhs zugerichtet worden war.
Die Verletzungen wurden vom "Express" also bewußt ausgeblendet, um den
Überfall verschweigen zu können. Nebenbei bemerkt: die "Express"-Behauptung,
200 Polizisten hätten wegen der von Rouhs organisierten Versammlung das WM-Endspiel nicht
sehen können, ist glatt gelogen. Selbst die Dumpfbacken aus dem Hause DuMont wußten,
daß das Spiel am 30. Juni stattfand, also einen Tag nach der Versammlung.
Der Bundesrepublik Deutschland drohen politische Verhältnisse wie in
einer südamerikanischen Militärdiktatur. Demokratische Oppositionelle werden für
vogelfrei erklärt, verunglimpft, bedroht und - falls sie ihr Engagement nicht aufgeben
wollen - von regierungsnahmen Schlägerbanden brutal zusammengeschlagen. Auf den
Internetseiten der Initiative "Buntezeichen" prangt das Logo der SPD, die in
Bund und Land den Innenminister stellt. Die Initiative wird von der SPD-Jugendorganisation
"Jungsozialisten" getragen. Sie organisiert den "Widerstand" gegen das
Pressefest und ruft kaum verhohlen zur Gewalt auf.
Der Terror kommt nicht vom Rand der Gesellschaft, sondern von oben. Grundgesetztreue
Regierungskritiker sind unerwünscht. Sie sollen von der Straße geprügelt werden. Die
Medien leisten dabei Hilfstellung. Sie schweigen tot, manipulieren und sind maßgebliche
Träger der Diffamierung, die der Gewalt vorausgeht und sie legitimieren soll.
Pro Köln wird die Machenschaften der DuMont-Presse zu einem Thema machen
und auch dafür sorgen, daß die Kontakte der SPD ins Milieu krimineller Schlägerbanden
öffentlich bekannt werden. Die überwältigende Mehrheit der Kölner will mit Haß und
Gewalt nichts zu tun haben. Sie wird von pro Köln aufgefordert, den politischen
Hintermännern der Gewalttäter die rote Karte zu zeigen!
17. Juni 2002:
Bleibt Norbert Burger Kölner Ehrenbürger?
Der Beschwerdeausschuß des Kölner Stadtrates hat eine
Entscheidung über die Frage, ob der Rat der Stadt Köln dem früheren Oberbürgermeister
Norbert Burger die Ehrenbürgerschaft absprechen soll, zunächst vertagt. Dem
Gremium lag ein Bürgerantrag der Bürgerbewegung
pro Köln vor, die Burgers Ehrenbürgerschaft aufgehoben sehen will. Einstimmig beschloß
der Ausschuß, über diesen Antrag erst nach Abschluß des strafrechtlichen Verfahrens
gegen Burger abzustimmen. Die Diskussion um Burgers Ehrenbürger-Würde hatte nach einer
Hausdurchsuchung bei dem früheren langjährigen
Kölner Oberbürgermeister neuen Auftrieb erhalten.
14. Juni 2002:
"Aufstand der Anständigen"
Am Morgen des 14. Juni gegen 1.00 Uhr hat ein offensichtlicher
Teilnehmer des "Aufstandes der Anständigen" im Lande gegen rechts einen
Anschlag auf die Burscheider Villa des pro-Köln-Vertreters Rechtsanwalt Markus Beisicht
verübt. Der Mann schlug mehrere Fensterscheiben des Hauses ein und warf einen
abgehackten Schweinekopf ins Gebäude-Innere. Dabei wurde auch das Fenster zum Zimmer der
3jährigen Tochter von Beisicht zertrümmert. Das Schreien des Kindes trieb den
"anständigen" Täter in die Flucht, der zuvor inländerfeindliche Parolen an
eine Wand gesprüht hatte.
Dazu erklärt die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter: "Die
Medienhetze gegen alles Patriotische hat wieder einmal Früchte getragen. Der Anschlag
zeigt, wie skrupellos die selbsternannten 'Anständigen' sind. Der Schweinekopf kann als
Symbol für diesen Teil des politisches Spektrums angesehen werden. Einschüchtern werden
Sie uns damit nicht!"
11. Juni 2002:
Strafantrag gegen
"Buntezeichen"
Pro-Köln-Vorstandsmitglied Manfred Rouhs hat gegen die Betreiber
der Internetseite www.buntezeichen.de
Strafantrag wegen der Verbreitung eines kaum kaschierten Gewaltaufrufes gestellt.
Auf
der umstrittenen Internetseite werden die diesjährigen Besucher des SIGNAL Pressefest als
"brauner Pöbel" bezeichnet. "Jegliches Vorgehen" gegen das Pressefest
wird von der Kölner Initiative gutgeheißen, wobei Gewalt nicht ausgeschlossen wird.
Rouhs dagegen meint: "Gewalt ist kein legitimes Mittel der politischen
Auseinandersetzung, gleichgültig, ob sie von rechts oder von links kommt, unabhängig von
der Frage, ob sie sich gegen Deutsche oder gegen Ausländer richtet. Auf der Internetseite
der gegen das Pressefest gerichteten Intiative 'Buntezeichen' prangt das Logo der SPD. Wir
werden die Kölner Bevölkerung im Kommunalwahlkampf 2004 über den Hintergrund dieser
SPD-nahen Initiative aufklären und deutlich machen, daß jede Stimme für die SPD eine
Stimme gegen das friedliche Miteinander von Menschen unterschiedlicher politischer
Überzeugungen in unserer von Weltoffenheit und Toleranz geprägten Stadt ist. Mit ihrer
Unterstützung für 'Buntezeichen' hat die Kölner SPD das demokratische Spektrum
verlassen."
6. Juni 2002:
Pro Köln zieht Offerte an die FDP zurück
Nachdem Jürgen W. Möllemann im Streit mit dem Zentralrat der
Juden in Deutschland eingeknickt ist und Jamal Karsli die FDP-Fraktion verlassen muß,
zieht die Bürgerbewegung pro Köln ihr Angebot an die FDP zurück, den
Bundestagswahlkampf der Partei zu unterstützen. "Möllemann hat seinen
Tabubruch teuer bezahlen müssen. Schade, daß er nicht die Kraft hatte, die Sache
durchzustehen", meint Judith Wolter, die Vorsitzende von pro Köln, zum Rückzieher
des FDP-Vizechefs. Wolter hofft, daß die Affäre Karsli den Bürgern die Augen öffnet:
"Zu dem Vorgang muß man nicht viel sagen. Um die politische Kultur in Deutschland
scheint es nicht besonders gut zu stehen."
3. Juni 2002:
Kölner Jusos blamieren sich
Im "Kampf gegen rechts" sind die Kölner Jungsozialisten peinlich
ausgerutscht. Sie wollen Nicht-Kölnern das "Gastrecht" in der Domstadt
verweigern. Per Rundschreiben an alle
Kölner Zeltverleihe hat die SPD-Jugendorgansiation erfolglos versucht, das SIGNAL
Pressefest zu torpedieren. Die Zeltverleiher werden dabei aufgefordert, eine "Rückmeldung" auszufüllen und ihre
Firmendaten bei den Jusos erfassen zu lassen. Offen bleibt, welche Sanktionen einer Firma
drohen, deren Geschäftsführung sich weigert, das Formular zurückzuschicken. Eine
jung-sozialistische "Information zum
SIGNAL Pressefest" vervollständigt das im Stasi-Jargon gehaltene Rundschreiben.
Manfred Rouhs indessen glaubt unverdrossen an das Gute im Menschen und hat den
Verfasser des Rundschreibens, Jochen Weiß, zur Podiumsdiskussion am zweiten Tag des
Pressefestes eingeladen. Rouhs schreibt an Weiß:
"Ihr Versuch, politische Repression auszuüben, ist mit grundlegenden Prinzipien
der deutschen Sozialdemokratie nicht vereinbar. Unter dem Druck der Bismarckschen
Sozialistengesetze war es Ihre Partei, die dereinst in Deutschland das Recht auf freie
Meinungsäußerung hochgehalten hat. Ich hoffe, daß auch in der Kölner SPD meiner
einstigen Ratskollegen Dr. Klaus Heugel und Norbert Burger von diesen Idealen noch irgend
etwas übrig geblieben ist.
Wundert es Sie nicht, daß Menschen wie Baldur Springmann und Dr. Alfred
Mechtersheimer, die in den 80er Jahren führende Repräsentanten der 'Grünen' waren,
heute zu den Autoren meiner Zeitschrift gehören? Glauben Sie wirklich, daß Sie jede
Variante von deutschem Patriotismus als 'rechtsextrem' abtun können?
Ich möchte Sie bitten, sich einmal mit den von mir im Internet unter der URL www.signal-online.de/neue_aufklaerung.htm
veröffentlichten Grundsätzen vertraut zu machen. Das Konzept der 'Neuen Aufklärung'
würde ich gerne zum Gegenstand der Diskussion mit Ihnen am 30. Juni machen."
16. Mai 2002:
Prof. Dr. Knütter kritisiert den
"Verfassungsschutz"
Am 15. Mai 2002 sprach der bekannte Politikwissenschaftler Prof.
Dr. Hans-Helmuth Knütter bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Bürgerbewegung pro
Köln und der Leverkusener Offensive über den "Verfassungsschutz".
Dabei
beanstandete der Referent vor allem nachhaltige Eingriffe in- und ausländischer
Geheimdienste in das politische Leben der Bundesrepublik, wies aber auch darauf hin, daß
in anderen Ländern die politische Entwicklung weit nachhaltiger und brutaler von
Geheimdiensten manipuliert wird als hierzulande. Als Beispiel nannte er Chile, wo der
demokratisch gewählte Staatspräsident Salvador Allende einem von der amerikanischen CIA
inszenierten Putsch zum Opfer fiel und den Tod fand. Chile wurde infolge dessen
jahrzehntelang von einer Militärdiktatur regiert. Der "Verfassungsschutz"
dagegen gibt keine Morde in Auftrag, sondern bekämpft den demokratischen Rechtsstaat vor
allem durch die Zersetzung und Destruktion oppositioneller Parteien und
regierungskritischer Medien. Ausdrücklich mißbilligte Knütter, der früher selbst beim
"Verfassungsschutz" Vorträge zum Thema Extremismus gehalten hatte, in diesem
Zusammenhang die Erwähnung von "pro Köln" im
"Verfassungsschutzbericht".
Nachdem Anfang der 90er Jahre die Sowjetunion zerfiel, wurde den
Aktivitäten des "Verfassungsschutzes" ein neuer Schwerpunkt gegeben, sagte
Knütter. Nunmehr stehe für die Behörde der "Kampf gegen rechts" im
Vordergrund, also der Kampf gegen die Opposition im eigenen Land. Dabei würden auch
grundgesetztreue Organisationen und Publikationen als extremistisch eingestuft, um deren
Arbeit behindern zu können, sagte der Politikwissenschaftler.
Soweit in den "Verfassungsschutzberichten" die Aktivitäten
ausländischer Geheimdienste thematisiert werden, sei immer nur von den Diensten
ehemaliger Ostblock-Länder die Rede, nie aber von den Spionage-Aktivitäten des Westens,
äußerte Knütter. Insbesondere bleibe die umfangreiche US-amerikanische
Industriespionage in Deutschland unberücksichtigt. Knütter führte dieses
Ungleichgewicht auf Abhängigkeiten der deutschen Geheimdienste von den US-Diensten
zurück und zitierte den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Egon Bahr mit der
Bemerkung, bis in die 90er Jahre hinein seien alle Kanzler der Bundesrepublik Deutschland
"Inoffizielle Mitarbeiter" der CIA gewesen.
Knütters faktenreicher und engagierter Vortrag fand bei den Mitgliedern
und Anhängern von pro Köln und der Leverkusener Offensive viel Zuspruch. Die Anwesenden
kamen überein, künftig in Köln und Leverkusen regelmäßig Vorträge hochkarätiger
Referenten zu aktuellen Themen organisieren zu wollen.
15. Mai 2002:
Razzia bei Norbert Burger
Steuerfahnder und Staatsanwälte haben das Privathaus des langjährigen Kölner
SPD-Oberbürgermeisters Norbert Burger durchsucht. Eine Sprecherin der Kölner
Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Kölnischen
Rundschau". Es handele sich um ein Strafverfahren, das nicht im Zusammenhang mit dem
SPD-Spendenskandal oder den Korruptionsvorwürfen um den Bau der Kölner
Müllverbrennungsanlage stehe, betonte sie. Nach Informationen des
"Stadt-Anzeiger" soll es um Steuerhinterziehung gehen.
13. Mai 2002:
Freispruch für Manfred Rouhs
Das Amtsgericht Köln hat den Schatzmeister der Bürgerbewegung
pro Köln, Manfred Rouhs, vom Vorwurf eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz
freigesprochen. Gegenstand des Verfahrens waren die von Pro Köln durchgeführten
Mahnwachen gegen den Drogenstrich in Longerich, bei denen Rouhs Versammlungsleiter war
(siehe Archiv). Dabei sollen Rouhs und andere Pro-Köln-Mitglieder die Zufahrt zum
Straßenstrich-Bereich blockiert haben. Deshalb war zunächst ein Strafbefehl gegen Rouhs
erlassen worden, gegen den der Beschuldigte Widerspruch eingelegt hatte. Fünf Polizisten
bot die Staatsanwaltschaft als Zeugen auf, denen 16 von Pro Köln benannte Teilnehmer der
Mahnwachen gegenüber standen.
Einer der Polizisten erschien nicht zum Termin, ein anderer bestätigte
die Einlassung von Manfred Rouhs, daß es keine Blockaden gegeben hat. Nachdem zwei
weitere Beamte auf Nachfragen von Rechtsanwalt Markus Beisicht, der die Verteidigung
übernommen hatte, eingestehen mußten, daß sie keine konkreten Verstöße gegen das
Versammlungsgesetz beobachtet hatten, wurden ein weiterer beamteter Zeuge sowie die Zeugen
der Verteidigung gar nicht erst vernommen. Stattdessen beantragten sowohl der Vertreter
der Staatsanwaltschaft als auch Rechtsanwalt Beisicht Freispruch, den das Gericht dann
auch aussprach.
Rouhs bewertete das Verfahren als eine "peinliche Vergeudung
öffentlicher Mittel".
30. April 2002:
Demo gegen Moschee in Leverkusen
Am 29. April haben in Leverkusen-Küppersteg rund 60 Anwohner
sowie Anhänger von pro Köln und der Leverkusener Offensive gegen den geplanten Bau einer
Mosche demonstriert. Trotz strömenden Regens folgten die Anwesenden aufmerksam
den Reden von Hans-Dieter Stermann (Leverkusener Offensive) und Manfred Rouhs (pro Köln),
die Mahnwachen, eine Petition an den Leverkusener Stadtrat und weitere Demonstrationen
ankündigten. Die Bürger aus Küppersteg machten deutlich, daß sie das Bau-Vorhaben der
Leverkusener Stadtspitze nicht widerstandslos hinnehmen wollen.
Gescheitert ist der Versuch der linken Szene, die Veranstaltung zu
stören. Zwei vermummte Linksextremisten wurden festgenommen, etwa ein Dutzend von der
Polizei abgedrängt.
Weitere Informationen über den Widerstand gegen die Moschee in
Küppersteg gibt es auf den Seiten der Leverkusener Offensive.
10. April 2002:
Proteste gegen Moschee in Leverkusen
Die Leverkusener Offensive macht mit Unterstützung von pro Köln
gegen Pläne zum Bau einer Moschee mobil. Eine Flugblatt-Verteilung am geplanten
Standort des islamischen Gotteshauses brachte massive Zustimmung in der Bevölkerung ein.
Der "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 6. April 2002 nahm daraufhin die Leverkusener
Offensive und pro Köln ins Visier und verbreitete die üblichen Verdächtigungen.
Artikel und Kommentar finden Sie hier
dokumentiert.
24. März 2002:
Ehrenbürger Norbert Burger?
Dem Beschwerdeausschuß der Stadt Köln liegt ein Bürgerantrag der
Bürgerbewegung pro Köln e.V. vor, die dem früheren Kölner Oberbürgermeister Norbert
Burger die Ehrenbürgerschaft der Domstadt aberkennen lassen will.
Burger hat im
Zusammenhang mit dem Skandal um den Bau einer Müllverbrennungsanlage im Kölner Norden
eine fingierte Parteispendenquittung über 5.000 Mark angenommen. Außerdem soll er an
mehreren SPD-Treffen im Kölner Rheinhotel teilgenommen haben, bei denen falsche
Parteispendenquittungen an "verdiente" Filz-Genossen ausgegeben wurden.
"Falls Burger einen Funken Anstand hätte, würde er von sich aus die
Ehrenbürgerschaft niederlegen und nicht auch noch den Gremien der Stadt einen formalen
Beschluß aufzwingen", meint die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter, und:
"Burger ist als Ehrenbürger für Köln eine Zumutung."
Alle Kölner Bürger haben das Recht, beim Beschwerdeausschuß Anträge zu stellen, die
jeweils in öffentlicher Sitzung beraten werden. Pro Köln wird im Internet den Termin der
Beratung über den gegen Norbert Burger gerichteten Bürgerantrag rechtzeitig bekannt
geben.
Nachfolgend dokumentieren wir den Wortlaut des Bürgerantrages:
"Bürgerantrag
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte setzen Sie folgenden Bürgerantrag auf die Tagesordnung der nächsterreichbaren
Sitzung des Beschwerdeausschusses:
Der Beschwerdeausschuß fordert den Rat der Stadt Köln auf, dem früheren
Oberbürgermeister Norbert Burger die Ehrenbürgerschaft der Stadt Köln abzuerkennen.
Begründung:
Ehrenbürger der Stadt Köln sollte nur sein, wer sich um die Belange der Allgemeinheit
verdient gemacht hat, wer öffentlich als Vorbild angesehen werden kann. Diese
Voraussetzungen liegen bei Herrn Norbert Burger nicht vor.
Presseberichten zufolge hat Herr Norbert Burger mehrfach an Klüngelrunden der Kölner
SPD teilgenommen, bei denen fingierte Spendenquittungen herumgereicht wurden, durch die es
SPD-Vertretern möglich gemacht wurde, die Steuer zu hinterziehen. Nach diesen
Medienberichten hat sogar Herr Burger selbst eine fingierte Parteispendenquittung über DM
3.000,-- angenommen.
Norbert Burger war zu einer Hochzeit der Korruption in der Kölner Stadtspitze
Oberbürgermeister unserer Stadt. Leider stand er nicht im Widerspruch zum System der
wechselseitigen Vorteilnahme, sondern war ein Bestandteil dieses System, als dessen
Repräsentant er mithin angesehen werden kann. Die Stadt Köln sollte zu solchen
Machenschaften auf Distanz gehen und dies durch die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von
Herrn Norbert Burger öffentlich sichtbar machen.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Rouhs"
18. März 2002:
Flugblattverteilung in Chorweiler
Pro-Köln-Aktivisten haben in Chorweiler mehrere tausend Flugblätter
verteilt, die sich schwerpunktmäßig an die deutsche Bevölkerungsgruppe im Viertel
wenden und dabei vor allem die vor Ort zahlreichen Rußlanddeutschen ansprechen sollen.
Der Flugblatttext wird hier dokumentiert.
Bereits kurz nach dem 9. März hatte es über das Internet
Interessentenmeldungen von Rußlanddeutschen aus Chorweiler gegeben, wobei die
designierten Neumitglieder vor allem durch einen soliden, z.T. auf Erfahrung begründeten
Antikommunismus und ein kritisches Verhältnis zur multikulturellen Situation in ihrer
Nachbarschaft motiviert sind. Pro Köln wird in den nächsten Wochen intensiv
Neumitglieder in Chorweiler werben.
10. März 2002:
Kölner Polizei kapituliert vor Gewalttätern
Am 9. März fand auf dem Pariser Platz in Chorweiler eine Kundgebung der
Bürgerbewegung pro Köln e.V. gegen den "Verfassungsschutz" statt. Dabei wurden
etliche pro-Köln-Anhänger von der Polizei nicht sicher auf den Pariser Platz geleitet
bzw. zum Versammlungsort durchgelassen. Andere Teilnehmer der pro-Köln-Versammlung wurden
eineinhalb Stunden lang von der Polizei auf einem S-Bahnhof festgehalten. Folge dieser
polizeilichen Praxis war, daß die pro-Köln-Versammlung nicht ihre volle Teilnehmerzahl
erreichte: nur etwa 150 Personen kamen auf dem Pariser Platz zusammen.
Zwei auswärtigen Rednern, die neben dem Versammlungsleiter Manfred Rouhs
und Rechtsanwalt Markus Beisicht über die Machenschaften des
"Verfassungsschutzes" sprechen sollten, gelang es nicht, zum Versammlungsort
durchzukommen. Für sie mußten Ersatzredner einspringen. So ergriff Frau Hilde Hülsmeyer
das Wort, die frühere nordrhein-westfälische Landesbeauftragte des Bundes Freier Bürger
(BFB). Frau Hülsmeyer schilderte, wie sogar der BFB - eine offensichtlich
verfassungstreue Partei, deren Vorsitzender Manfred Brunner nach dem Scheitern dieses
Partei-Projektes wieder in die FDP eintreten konnte, aus der er gekommen war - vom
"Verfassungsschutz" bespitzelt wurde. Gerade die Schilderungen von Frau
Hülsmeyer machten deutlich, daß der "Verfassungsschutz" selbst
verfassungsfeindlich ist.
Daß die Demokratie in Deutschland auch sonst in schlechter Verfassung
ist, wurde im weiteren Verlauf der Versammlung deutlich. Erstmals in der Kölner
Stadtgeschichte rief die Polizei im Stadtteil Chorweiler den "Notstand" aus.
Gegen 16.45 Uhr gab der Einsatzleiter der Polizei gegenüber Manfred Rouhs eine
entsprechende Erklärung ab. Angemeldet und polizeilich genehmigt war neben der Kundgebung
ein Demonstrationszug über die Osloer Straße und den Athener Ring zum Haupteingang des
Bundesamtes für "Verfassungsschutz" in der Merianstraße. Unter Berufung auf
den "Notstand" verbot der Einsatzleiter der Polizei den Demonstrationszug, so
daß nur die Kundgebung durchgeführt werden konnte.
Die Bürgerbewegung pro Köln e.V. wird im Rahmen einer Fortsetzungs-Feststellungsklage
durch das Verwaltungsgericht festellen lassen, daß Teile des Polizeieinsatzes am 9. März
in Köln-Chorweiler rechtswidrig waren.
Der Kölner Polizei war seit Wochen bekannt, auf welche Lage sie am 9. März in
Chorweiler treffen würde. Pro Köln hatte eine friedliche Versammlung angemeldet. Neben
gewaltbereiten Deutschen aus dem linken politischen Spektrum hatte sich ein erhebliches
gewaltbereites Ausländer-Potential aus der Chorweiler Wohnbevölkerung angesagt. Beide
Gruppen wollten die pro-Köln-Versammlung angreifen. Sozialpädagogen, die in Chorweiler
tätig sind, hatten die Polizei Anfang März ausdrücklich vor dem großen ausländischen
Gewaltpotential gewarnt.
Über einen Rechtsanwalt ließ pro Köln vor der Versammlung die Polizei noch einmal
auf den voraussichtlich unfriedlichen Verlauf der Gegendemonstration hinweisen. Dieser
Hinweis wurde in Anwesenheit eines Rechtsanwaltes auch in einer Vorbesprechung im Kölner
Polizeipräsidium am 5. März wiederholt. Zudem hatte pro Köln wegen eines öffentlichen
Aufrufes zu Gewalt und Nötigungshandlungen bereits im Februar einen Strafantrag gestellt.
Die Polizei hatte vom Inhalt dieses Strafantrages Kenntnis.
Trotz alledem genehmigte die Kölner Polizei die unfriedliche Zusammenrottung und
erlaubte sogar den Gewalttätern, auf Steinwurf-Weite an die Teilnehmer der
pro-Köln-Versammlung heranzukommen, so daß die Randalierer dann auch tatsächlich
Pflastersteine warfen.
Die Polizei ist plakativ auf den voraussichtlich unfriedlichen Verlauf der
Gegendemontsration hingewiesen worden, die sie trotzdem genehmigt hat. Danach kann sie
sich nicht mehr rechtmäßig auf eine 'Notstandssituation' berufen. Sie hätte die
gewalttätige Zusammenrottung verbieten und auflösen müssen, nicht die genehmigte,
friedliche pro-Köln-Demonstration.
Sobald das Verwaltungsgericht die teilweise Rechtswidrigkeit des Polizeieinsatzes
festgestellt hat, stehen erhebliche dienstrechtliche Konsequenzen für die Leiter des
Polizeieinsatzes an.

Pro-Köln-Demonstranten mit Transparenten. |

Die NPD - eine Untergliederung des "Verfassungsschutzes"?
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Manfred Rouhs spricht.
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Ein "Argument" der Gegenseite.
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Plakat gegen den "Verfassungsschutz". |
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Ein ausländischer Straftäter wird
abgeführt. |
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5. März 2002:
Pro Köln erwartet Hunderte Demo-Teilnehmer
Die Bürgerbewegung pro Köln geht davon aus, daß an ihrer Demonstration gegen den
"Verfassungsschutz" in Köln-Chorweiler an diesem Samstag (9. März, Pariser
Platz, 16.00 Uhr) mehrere hundert Menschen teilnehmen werden. "Nachdem etliche
bundesweit verbreitete nonkonforme Medien für unsere Demo getrommelt haben, rechnen wir
auch überregional mit viel Zuspruch", sagt die Vorsitzende von pro Köln, Judith
Wolter. Alle Versammlungsteilnehmer sind aufgefordert, rechtzeitig vor 16.00 Uhr mit
öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Manfred Rouhs, der die pro-Köln-Versammlung am 9. März leiten wird, zeigt sich
verwundert über einen von Kölner Sozialpädagogen aufgesetzten "Protestbrief"
gegen die Demonstration. Die Verfasser dieses Briefes sind der Auffassung, in Chorweiler
dürfe nicht demonstriert werden, weil der Ausländeranteil im Stadtviertel bei bis zu 35
Prozent liege und deshalb mit "dem Schlimmsten" zu rechnen sei. Rouhs dagegen
meint: "Thema unserer Veranstaltung ist der 'Verfassungsschutz', von dem eine Gefahr
für die Bürgerrechte in Deutschland ausgeht. Die Behörde versucht, grundgesetztreue
politische Aktivitäten zu stören. Nur deshalb demonstrieren wir in Chorweiler - nicht,
weil wir das deutsch-türkische Biotop der Damen und Herren Sozialpädagogen
durcheinanderbringen wollen. Wäre die Bundeszentrale des Geheimdienstes im Hahnwald
ansässig, würden wir auch dort auf die Straße gehen. Vor dem Hintergrund des aktuellen
SPD-Parteispendenskandals sowie den Korruptionsvorwürfen gegen regionale
Kommunalpolitiker wollen wir deutlich machen, daß die etablierte Politik den
'Verfassungsschutz' ausschließlich dazu mißbraucht, eine nicht korrupte demokratische
Opposition von rechts zu kriminalisieren." Im übrigen sei die Stellungnahme der
Pädagogen "entlarvend", denn: "Wenn deren ausländische Schützlinge so
lieb und nett sind, wie es in Presse, Funk und Fernsehen immer heißt, dürfte es mit
denen doch gar keine Probleme geben!"
24. Februar 2002:
Pro Köln stellt Strafantrag gegen "Antifa
K"
Die Bürgerbewegung pro Köln hat über einen Rechtsanwalt
Strafantrag gegen die Verantwortlichen der Internetseite antifa-k.de wegen der Verbreitung
eines Aufrufes zu Gewalt und Nötigungshandlungen gestellt. Die "Antifa
K" will die pro-Köln-Kundgebung am 9. März gegen den "Verfassungsschutz"
stören. Im Strafantrag von pro Köln heißt es: "Es wird seitens der Antifa K offen
zu Gewalt und Nötigungshandlungen gegen die Teilnehmer der pro Köln Kundgebung
aufgerufen. Desweiteren wird zu einer aggressiven, bedrohlich wirkenden und unfriedlichen
Versammlung, von der offensichtlich auch Straftaten nach §§ 240 oder 241 StGB begangen
werden, aufgerufen. (...) Durch die Verbreitung dieses Gewaltaufrufes im Internet wird
zudem der öffentliche Friede gestört."
23. Februar 2002:
"Verfassungsschutz" stellt Strafantrag gegen
Manfred Rouhs
Das in Köln ansässige Bundesamt für "Verfassungsschutz" hat gegen
das Pro-Köln-Vorstandsmitglied Manfred Rouhs Strafantrag wegen Verleumdung, übler
Nachrede und Beleidigung gestellt. Die Beschuldigungen der Behörde beziehen sich
auf den von Rouhs geäußerten Vorwurf, V-Leute des "Verfassungsschutzes"
hätten die KZ-Gedenkstätte Kemna überfallen. Dazu erklärt Rouhs:
"Der sogenannte 'Verfassungsschutz' prügelt mich, scheint aber auch Wolfgang
Bosbach treffen zu wollen, den stellvertretenden Vorsitzenden der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Denn auf Bosbach beziehe ich mich mit meinen Äußerungen. Der
Unions-Parlamentarier hat, wie der 'Kölner Stadt-Anzeiger' berichtete, die nach wie vor
aktiven NPD-Mitglieder Thorsten Crämer und Nico Wedding als V-Leute geoutet. Mir ist
bekannt, daß Crämer und Wedding die Rädelsführer des Überfalls auf die
KZ-Gedenkstätte Kemna am 9. Juli 2000 gewesen und dafür strafrechtlich belangt worden
sind. Da habe ich zwei und zwei zusammengezählt.
Wolfgang Bosbach ist eine seriöse Quelle. Er hat Zugang zu Informationen, an die Otto
Normalverbraucher nicht herankommt. Bosbach hat keinen Grund, die Namen Crämer und
Wedding willkürlich mit dem 'Verfassungsschutz' in Verbindung zu bringen. Ich komme nicht
umhin, ihn als Zeugen zu benennen. Falls Bosbach die Karten auf den Tisch legt, könnte
der Strafantrag gegen mich zu einem Rohrkrepierer für den 'Verfassungsschutz' werden.
Problematisch ist dabei, daß beim Outing von Crämer und Wedding womöglich irgend
jemand Geheimhaltungsvorschriften verletzt hat. Auch das kann strafbar sein. Dies wäre
indessen die Straftat eines anderen, die man mir nicht anlasten kann. Ich bin gespannt,
was Bosbach aussagen, wie er sich verhalten wird.
Im übrigen mag es stimmen, daß gerade das Bundesamt des umstrittenen
'Verfassungsschutzes' mit dem Überfall auf die KZ-Gedenkstätte nichts zu tun hat. Welche
Gliederung der Behörde ihre Finger im Spiel hatte, kann ich nicht wissen, und dazu habe
ich auch keine Spekulationen angestellt. Daß aber unter mehr als einem Dutzend
NPD-Mitgliedern und Funktionären, die von dem Überfall gewußt haben, kein einziger
V-Mann gewesen sein soll, der die Tat hätte verhindern können, wird auch beim Bundesamt
der Behörde niemand wirklich glauben. Und wie gesagt: Crämer und Wedding waren keine
Mitläufer, sondern die Anstifter."
15. Februar 2002:
Demonstration gegen den "Verfassungsschutz"
Unter der Losung "Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit" werden
grundgesetztreue Bürger am Samstag, den 9. März 2002, gegen das Bundesamt für
"Verfassungsschutz" demonstrieren. Die Veranstaltung beginnt um 16.00 Uhr mit
einer Kundgebung auf dem Pariser Platz in KölnChorweiler. Der Leverkusener Rechtsanwalt
Markus Beisicht und der Kölner Verleger Manfred Rouhs treten als Redner auf.
Beisicht wirft dem "Verfassungsschutz" vor, die parlamentarische Demokratie
auszuhebeln: "Wenn bei einer Wahl zehn Parteien auf dem Stimmzettel stehen, und zwei
oder drei davon werden vom 'Verfassungsschutz' geführt, dann gerät die Demokratie zur
Farce. Der Bürger hat ein Recht darauf, zu wissen, für wen er seine Stimme abgibt."
Rouhs fordert die sofortige Auflösung des "Verfassungsschutzes".
Nach dem Ende der Kundgebung gegen 17.00 Uhr werden sich die Versammlungsteilnehmer zu
einem Demonstrationszug formieren, der zur Zentrale des "Verfassungsschutzes" in
der Merianstraße in KölnChorweiler ziehen wird.
Wichtig ist, daß wir dem Amt in großer Mann- und Frauenstärke die Stirne bieten. Die
Demonstration muß ein unübersehbares Zeichen setzen! Wichtig ist aber auch, daß wir
dabei der Gegenseite nicht den Gefallen tun, dem vom Medienapparat vermittelten Bild des
"Rechtsextremisten" zu entsprechen. Ansonsten wäre die Demo kontraproduktiv und
könnte sogar zur Re-Legitimierung des "VS" beitragen. Also: Bitte keine
Bomberjacken tragen, keine militärische oder militärähnliche Kleidung, keine gefleckten
Hosen oder Jacken, keine Stiefel, keine politischen Abzeichen, kein "Lonsdale" -
sondern zivile, freundliche, zeitgemäße Kleidung. Wir sind "die Guten"! Das
muß auch optisch vermittelt werden.
Eventuelle Rückfragen bitte an: Telefon 02 21 - 421 05 44 oder 01
72 - 23 20 792
Wir empfehlen, PKW mit auswärtigen KFZ-Kennzeichen nicht in der Nähe des
Versammlungsortes zu parken.
26. Januar 2002:
"Verfassungschutz" als kriminelle
Vereinigung enttarnt?
Der "Verfassungsschutz" scheint als kriminelle Vereinigung enttarnt zu
sein. Wie der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach gegenüber der Presse mitteilte,
handelt es sich bei den NPD-Funktionären Thorsten Crämer und Nicco Wedding um
Mitarbeiter der Behörde. Die beiden hatten den medienwirksamen Überfall auf die
KZ-Gedenkstätte Kemnade inszeniert, der in den Verbotsanträgen als Beleg für die
Gewalttätigkeit der NPD angeführt wird. Ein weiterer V-Mann soll nach Medienberichten
der NRW-Landesvorsitzende der Partei, Udo Holtmann, sein. Äußerungen des vom
Verfassungsschutz als V-Mann geführten Holtmann seien im NPD-Verbotsantrag der
Bundesregierung zitiert worden, berichten die "Süddeutsche Zeitung" und der
"Focus". Zudem hatte der Berliner "Tagesspiegel" den
Bundesschatzmeister der Partei, Erwin Kemna, als "Verfassungsschützer"
enttarnt.
Der "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 26. Januar meldet, von den 14 als Zeugen nach
Karlsruhe geladenen NPD-Funktionären seien sieben dem "Verfassungsschutz"
zuzurechnen. Fraglich ist der Hintergrund des Parteivorsitzenden Udo Voigt, der gegen den
verfassungsfeindlichen "VS"-Kurs seiner Partei nie interveniert hat, und
insbesondere des früheren Schily-Vertrauten und Rechtsvertreters der Partei, Rechtsanwalt
Horst Mahler. Mahler ist führend im "Deutschen Kolleg" tätig, das seit Jahren
die vom "Verfassungsschutz" ausgearbeitete Ideologie
"Rechtsextremismus" vertritt und mit deren Inhalten politische Nonkonformisten
zu kontaminieren versucht. Die Führung der NPD durch den "Verfassungsschutz"
wurde von Mahler erstmals am 22. Januar 2002 öffentlich thematisiert, als die
Massenmedien darüber bereits berichtet hatten. Kein einziger Beweisantrag Horst Mahlers
bezog sich auf die Verantwortlichkeit des "Verfassungsschutzes" für
verfassungsfeindliche Äußerungen von NPD-Vertretern. Mahlers Schriftsätze im
Verbotsverfahren bestätigen inhaltlich die von den Antragstellern behauptete
Wesensverwandtschaft der NPD mit der NSDAP - so thematisierte er beispielsweise in einem
Schriftsatz die "Kriegsschuldfrage" des Zweiten Weltkrieges, die in Karlsruhe
gar nicht zur Verhandlung stand. Einen der Schriftsätze reichte Mahler am 20. April 2001
(!) beim Bundesverfassungsgericht ein. Der diesjährige NPD-Bundesparteitag wurde von der
Führung der Partei zunächst auf den 20. April 2002 terminiert (mittlerweile aber
vorgezogen). Mahlers antisemitische Ausfälle außerhalb des Verbotsverfahrens fügten
sich präzise in das von den Antragstellern gezeichnete Bild von der NPD als einer
Nachfolgeorganisation der NSDAP.
19. Januar:
Bilder aus Longerich
Über einen Mausklick hier finden
Sie die Bild-Reportage von der Demo gegen den DROGENstrich im Kölner Norden am 12. Januar
2002.
13. Januar:
Pro Köln setzt sich durch
Erfolgreiche Demo gegen den
DROGENstrich
Am 12. Januar hat die Bürgerbewegung pro Köln erneut ein Zeichen gegen den
städtisch finanzierten Straßenstrich im Kölner Norden gesetzt. Nach einer Kundgebung
auf dem Altonaer Platz zogen rund 200 pro-Köln-Anhänger mit Fackeln zur Geestemünder
Straße und äußerten ihren Unmut über den DROGENstrich mit Losungen wie: "Wir sind
dabei, deutsche Jugend drogenfrei!" Dem waren mehrere Informationsstände in
Longerich im Dezember und am 5. Januar vorausgegangen, bei denen zur Teilnahme an der Demo
aufgerufen wurde.
Ebenfalls etwa 200 Personen aus dem linken Spektrum - die meisten davon gewaltbereit -
versuchten, die Demonstration zu behindern. Sie demolierten mehrere PKW von Longericher
Bürgern sowie etwa ein Dutzend Polizeifahrzeuge, bewarfen die Polizei mit Steinen,
Flaschen und Sylvesterkracher und lieferten sich mit den eingesetzten Beamten heftige
Straßenschlachten. Der Versuch der linken Szene, die Neusser Landstraße abzusperren,
mißlang gründlich. Es gab in den Reihen der Linken mehrere Verletzte. Von pro Köln kam
vor und während der Demonstration niemand zu Schaden.
Auch die SPD hatte zur Gegendemonstration getrommelt. SPD und CDU sprachen sich im
Stadtrat gemeinsam für das Straßenstrich-Projekt aus. Diesmal hielten sich die
SPD-Anhänger, anders als bei der letzten Demo im Jahr 2001, vom linken Gewaltpotential
fern und bildeten eine separate Gruppe. Das hatte für die SPD Vor- und Nachteile:
einerseits verdeutlichte die räumliche Trennung die Distanz der Partei zu den linken
Gewalttätern, andererseits konnte diesmal jeder sehen, wie schwach die
"Volkspartei" ist, wenn es gilt, öffentlich für ihre Ziele Flagge zu zeigen.
Denn an der Mini-Demo der SPD nahmen gerade einmal zehn (!) Personen teil ...
Offensichtlich aus Frust über ihren Mißerfolg warfen die gewaltbereiten Linken nach
Abschluß der pro-Köln-Demonstration an einem Bus der KVB die Scheiben ein. Hatte die
Polizei bis dahin die Situation souverän im Griff, so zeigten sich jetzt Schwächen im
Konzept der Einsatzleitung.
Denn eine große Gruppe von Teilnehmern der pro-Köln-Demo, die in Absprache mit der
Polizei mit einem Sonderbus der KVB abreisen sollte, äußerte den Wunsch, teils zum
Altonaer Platz, teils ins Zentrum von Chorweiler gefahren zu werden. Das aber lehnte die
Polizei ab. Sie bestand vielmehr darauf, daß die Demonstranten zum Kölner Hauptbahnhof
gebracht werden. Dort sollte dann jeder selbst dafür sorgen, daß er nach Hause kommt.
Im Hauptbahnhof aber trafen die pro-Köln-Anhänger auf eine Gruppe von militanten
Teilnehmern der Gegendemo, von denen sie sofort angegriffen wurden. Die Polizei hatte
offensichtlich den Überblick verloren. Als nach einigen Minuten ein Polizei-Kontingent im
Hauptbahnhof eingriff und dabei Reizgas einsetzte, kamen auch Personen zu schaden, von
denen keine Gewalt ausgegangen war. Es gab auf beiden Seiten mehrere Verletzte, wobei die
Linken insgesamt den Kürzeren zogen.
Versammlungsleiter Manfred Rouhs kritisiert die Polizei: "Vor und während der
Demo war der Polizeieinsatz in Ordnung, danach aber wurde es chaotisch. Wenn die Polizei
schon so großen Wert darauf legt, Demo-Teilnehmer zum Hauptbahnhof zu befördern und
nicht dorthin, wo die Leute selbst hinwollten, nämlich nach Longerich und nach
Chorweiler, dann muß sie auch dafür sorgen, daß der Bahnhof vom linken Gewaltpotential
freigehalten wird. Die pro-Köln-Gegner hatten zu diesem Zeitpunkt bereits genug
Straftaten begangen, um ein Verbot und die polizeiliche Auflösung der Gegendemo zu
rechtfertigen. Das hätte eine Möglichkeit eröffnet, die roten Randalierer in Gewahrsam
zu nehmen."
Insgesamt zieht Rouhs aber eine positive Bilanz: "Wir haben deutlich gemacht, daß
wir vor Rechtsbrechern nicht zurückweichen. Wir setzen uns durch!"
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