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Meldungen
aus dem Jahr 2004 |
28. Dezember 2004:
Klüngel und Korruption
Mal fliegt ein CDU-Volksvertreter auf, dann ist wieder jemand von der SPD
an der Reihe: dubiose Gehälter hier, unverbuchte Zahlungen dort, und ein
schicker Dienstwagen als Zubrot - die politische Klasse läßt es sich gut
gehen. Und jeder hat gegen jeden irgend etwas in der Hand.
weiter
26. Dezember 2004:
Jugo-Gang überfällt Weihnachtsfeier
Am Heiligen Abend sind Bewohner und Gäste eines Einfamilienhauses in
Köln-Merheim brutal überfallen und ausgeraubt worden.
Mehrere Täter
waren am 24. Dezember gegen 23.30 Uhr in das Haus in der Abshofstraße
eingedrungen, hatten die anwesenden Personen gefesselt und waren
anschließend mit der Beute geflohen. Die 55- und 66jährigen Hauseigentümer
hatten mit drei Gästen (70, 77 und 87 Jahre alt) das Weihnachtsfest
gefeiert. Gegen 23.30 Uhr hatte die 55jährige Hausherrin verdächtige
Geräusche aus dem Garten gehört und wollte nach dem Rechten sehen.
Fünf vermummte Männer stürmten aus dem Dunkeln auf sie zu und drängten sie
ins Haus.
Die Räuber waren einheitlich schwarz gekleidet und trugen Sturmhauben.
Sie sprachen eine süd-ost-europäische Sprache (jugoslawisch). Der Wortführer
zwang die Eigentümer mit vorgehaltener Waffe, Bargeld und Wertgegenstände
herauszugeben. Darüber hinaus wurde allen Anwesenden der Schmuck abgenommen.
Die Polizei sucht Zeugen, die am Heilig Abend in der Abshofstraße vor
allem in Höhe der Hausnummern 60 bis 80, aber auch sonst in Köln-Merheim
verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Hinweise werden an des
Kriminalkommissariat 14 unter der Kölner Rufnummer 229 - 0 erbeten.
23. Dezember 2004:
Stadtrat muß über „Fall Schramma“
entscheiden
Die Fraktion pro Köln hat beantragt, den
„Fall Schramma“ auf die Tagesordnung
der nächsten Ratssitzung am 1. Februar 2005 zu setzen.
Das Gremium soll Schramma dazu auffordern, sein Amt als Oberbürgermeister ruhen
zu lassen, so lange die Staatsanwaltschaft gegen ihn strafrechtlich ermittelt.
Der Antrag kann hier als PDF-Datei
abgerufen werden (bitte mit Klick auf die rechte Maustaste herunterladen).
Dazu erklärt der Geschäftsführer der Fraktion pro Köln, Manfred Rouhs:
„Der Rat drückt sich gerne vor brisanten Themen. Sogar die PDS fährt einen
Kuschelkurs und mag sich mit CDU und SPD nicht streiten. Die Ratsfraktionen und
Gruppen der alten Parteien bilden eine große, zufriedene Familie von
Privilegierten. Nur pro Köln stört die Harmonie – jetzt wieder mit der
Thematisierung des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen den
Oberbürgermeister.
Wir sind mit Plakaten ‚Gegen Kriminalität, Klüngel und Korruption!‘ in die
Kommunalwahl gegangen und setzen unseren Wählerauftrag konsequent um!“
22. Dezember 2004:
Schramma soll Amt ruhen lassen
Der Geschäftsführer der Fraktion pro Köln, Manfred Rouhs, fordert
Oberbürgermeister Fritz Schramma dazu auf, sein Amt bis zur Aufklärung der gegen
ihn im Zusammenhang mit der „Affäre
Hohr“
erhobenen Vorwürfe ruhen zu lassen.
Rouhs hatte gegen Schramma wegen des Anfangsverdachts der Vorteilnahme und der
Bestechlichkeit Strafantrag gestellt. Die
Staatsanwaltschaft Köln will noch vor Weihnachten entscheiden, ob sie dem
Strafantrag folgt und gegen Schramma strafrechtliche Ermittlungen einleitet.
Dazu erklärt Rouhs:
„Falls die Zuwendungen des
Bauunternehmers Hohr für Schrammas Plakate im Oberbürgermeister-Wahlkampf 2000
eine Spende an die CDU gewesen sein sollen, hätten sie im Rechenschaftsbericht
des zuständigen Schatzmeisters verbucht werden müssen. Das ist aber nicht der
Fall. Da Herr Hohr nicht selbst für das OB-Amt kandidiert hat, wird es sich
folgerichtig wohl eher um eine Schenkung an Schramma gehandelt haben. Dafür
hätte der Beschenkte bei der Höhe des in Rede stehenden Betrages - immerhin mehr
als 40.000 Mark - Schenkungssteuer bezahlen müssen. Zudem ist mehr als fraglich,
ob der Oberbürgermeister überhaupt berechtigt war, von einem Bauunternehmer ein
derart teures Geschenk anzunehmen.
Wir haben für die nächste Sitzung des Ausschusses Bauen, Wohnen und Vergabe,
die am 20. Januar 2005 stattfindet, eine Anfrage
gestellt, mit der wir Aufklärung über Hohrs Beziehung zur Stadt Köln verlangen.
Das könnte für Schramma eng werden. Er täte besser daran, rasch zu handeln, um
eine Beschädigung des Oberbürgermeister-Amtes auszuschließen.“
17.
Dezember 2004:
Streit um
die Groß-Moschee
Die Ratssitzung am 16. Dezember war geprägt von einer Vorwegnahme der
Haushaltsplandebatte, die im neuen Jahr geführt werden muß, und vom Streit
um den geplanten Bau einer repräsentativen Groß-Moschee in Köln.
Die FDP-Fraktion und die Gruppe „Kölner Bürger Bündnis“ hatten einen Antrag
auf Durchführung einer Aktuellen Stunde über die haushaltsplanmäßigen
Auswirkungen der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU gestellt. Zuvor
hatte die Fraktion pro Köln eine Aktuelle Stunde zur rechtswidrigen
Fraktions-Finanzierung des Kölner Rates beantragt; da aber der Rat nicht
zwei, sondern nur eine Aktuelle Stunde pro Sitzung durchführen muß,
entschieden sich die Mehrheitsfraktionen gegen eine Auseinandersetzung mit
dem ihnen offenbar unangenehmen Thema der Fraktions-Finanzierung und
befassten sich lieber jetzt schon mit dem Haushalt.
Manfred Rouhs sprach für pro Köln die erdrückende Belastung der
städtischen Finanzen durch Pflichtausgaben an, die mit der katastrophalen
Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland im
Zusammenhang stehen. Für diese Zustände sind auf Landes- und Bundesebene
genau jene Parteien verantwortlich, die im Rat mit Grausamkeiten gegen
sozial Schwache – die nun als Bezieher sozialer Leistungen mehr Hundesteuer
zahlen und u.a. als Studenten mit einer Zweit-Wohnsitzsteuer zur Kasse
gebeten werden – einen Nothaushalt und die Übernahme der Finanzhoheit durch
den Regierungspräsidenten abzuwenden versuchen: CDU, SPD, FDP und B90/Grüne.
Die Redner der Fraktionen dieser Parteien blendeten deren Verantwortung für
die Wirtschaftslage als Ganzes aus ihren Wortbeiträgen aus.
Aber sie haben sich der Kontroverse mit pro Köln über den von ihnen
geplanten Bau der Kölner Zentral-Moschee gestellt. Regina Wilden und Manfred
Rouhs wiesen für pro Köln auf die Risiken hin, die von radikalen Islamisten
für die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland ausgehen. Die
Groß-Moschee verfestigt die islamische Parallel-Gesellschaft in Köln, ihr
Bau läuft auf den Versuch hinaus, deren Bestand unumkehrbar zu machen. Pro
Köln hatte deshalb beantragt, den Ratsbeschluß von 2001 für den Bau der
Kölner Zentral-Moschee aufzuheben.
Ralph Sterck von der FDP-Fraktion dagegen, von der die Initiative für den
Moschee-Bau ausgegangen war, forderte Oberbürgermeister Fritz Schramma dazu
auf, sich stärker als bisher für die Realisierung dieses Projektes
einzusetzen. An die Adresse des Stadtkämmerers Peter Michael Soénius
richtete Sterck den Vorwurf, die Umsetzung des Ratsbeschlusses von 2001
verschleppt zu haben.
Für die CDU-Fraktion nahm Karl Klipper pro Groß-Moschee Stellung. Er
verwies auf das gemeinsame Koalitionspapier mit der SPD, in dem es heißt:
„CDU und SPD werden sich verstärkt für einen Dialog der Kulturen und
Religionen einsetzen sowie im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten den Bau
einer repräsentativen Moschee unterstützen.“ Auch die SPD bekannte sich in
der Debatte offensiv zu diesem Abschnitt ihrer Koalitionsvereinbarung mit
der CDU und kündigte an , daß die Kölner Zentral-Moschee
bereits in naher Zukunft Wirklichkeit werden soll. Die Grünen nahmen den
pro-Köln-Antrag gegen die Groß-Moschee, der von den Mehrheitsfraktionen
sodann abgelehnt wurde, zum Anlaß für den gegen die Bürgerbewegung
gerichteten Vorwurf der Stimmungsmache. PDS, SPD und Grüne waren sich einig
in der Verteidigung der multi-kulturellen Gesellschaft gegen pro Köln.
Die Ratssitzung hat insofern die Fronten geklärt: CDU und SPD wollen die
Groß-Moschee. FDP, Grüne und PDS stärken ihnen den Rücken und treiben die
Mehrheits-Fraktionen an. Die Fraktion pro Köln dagegen ist im Kölner Rat die
einzige, die nicht an Multi-Kultopia glaubt und den Großmoschee-Bau ablehnt.
Zwischen diesen beiden Lagern werden die Kölner bei der Kommunalwahl 2009
eine Entscheidung treffen müssen.
17. Dezember 2004:
„Dem Morgenrot entgegen“
Revolutionäres Treiben im DuMont-Haus an der Amsterdamer Straße
Die Neven DuMont-Presse hat im Hinblick auf die gestrige Ratssitzung
erneut manipulativ sämtliche Wortbeiträge von pro Köln-Vertretern einfach
totgeschwiegen bzw. ausgeblendet.
Der Kölner Bevölkerung soll damit suggeriert werden, daß pro Köln sich
entgegen dem Wählerauftrag nicht an den entsprechenden Debatten beteiligt
und lediglich Sitzungsgelder abkassiert. Auffallend bei der
Berichterstattung aus dem Hause des Medienmoguls Neven DuMont ist
pikanterweise zudem der Umstand, daß insbesondere im Kölner Stadtanzeiger
seit einiger Zeit außerordentlich wohlwollend über die vermeintlichen
Aktivitäten verfassungsfeindlicher Linksextremisten wie Jörg Detjen (PDS)
und Claus Ludwig, der für ein linksradikales Bündnis aus Trotzkisten und DKP
im Rat sitzt, berichtet wird.
Insider verwundert die neue Linie im Neven DuMont Haus nicht,
insbesondere wenn man die Vita des aktuellen Chefredakteurs des „Kölner
Stadtanzeigers“ Franz Sommerfeld betrachtet: Extremisten halten halt immer
zusammen.
Franz Sommerfeld unterscheidet sich von seinen Vorgängern durch seinen
revolutionären Lebenslauf. Als der junge Sommerfeld sein Theologiestudium in
Mainz abbrach, wurde er in den 70er Jahren Chefredakteur bei den „Roten
Blättern“, dem Organ der Studentenorganisation der DKP, des „marxistischen
Studentenbundes Spartakus“ (MSB). Von 1973 an war er Sekretär in dessen
Bundesvorstand und zudem Mitglied der DKP. Bereits während seiner
Schaffensperiode bei den linksextremen roten Blättern, für die er bis Ende
1981 arbeitete, profilierte sich Sommerfeld als absolut linientreuer
orthodoxer Kommunist, beispielsweise mit einer Reportage über die Brigade
„Ernst Thälmann“ im Schwermaschinenkombinat Leipzig: „Ich mag die DDR, weil
die Menschen dort menschlicher miteinander umgehen. Es liegt am System.“ So
sehr er die DDR mochte, so verachtete er die „bürgerliche Presse der BRD“:
Die „FAZ“ war für ihn das „Sprachrohr des Monokapitals“, die „taz“
diffamiere die Gewerkschaftsjugend „im Stil der Bild-Zeitung“. Und die
„Frankfurter Rundschau“ versuche „die Leser an das kapitalistische System zu
binden“.1983 schickte die DKP den absolut linientreuen Sommerfeld sodann als
Chefredakteur zu ihrem Bündnisblatt „Deutsche Volkszeitung“. Gegenwärtig
soll der Ex-Kommunist den „Kölner-Stadtanzeiger“ aus der Flaute führen.
Es dürfte demzufolge für jeden Kenner der Kölner Presselandschaft klar
sein, daß gerade pro Köln auch weiterhin von der Neven-DuMont-Monopolpresse
wenig Gutes zu erwarten hat.
16. Dezember 2004:
Aufklärung über Bauunternehmer Ewald Hohr
Die Fraktion pro Köln will die Beziehungen des Kölner Bauunternehmers
Ewald Hohr zur Stadt Köln aufklären. Sie hat für die nächste Sitzung des
Ausschusses Bauen, Wohnen und Vergabe, die am 20. Januar 2005 stattfindet,
folgende Anfrage gestellt:
1.) Hat die Stadt Köln in den letzten fünf Jahren
zu dem Kölner Bauunternehmer Ewald Hohr bzw. zur Firma Ewald Hohr
Wohnungsbau GmbH & Co. Geschäftsbeziehungen unterhalten?
Falls ja, welche?
2.) Hat die Stadt Köln in den letzten fünf Jahren
für den Kölner Bauunternehmer Ewald Hohr bzw. für die Firma Ewald Hohr
Wohnungsbau GmbH & Co. Genehmigungen oder Erlaubnisse erteilt?
Falls ja, welche?
3.) Sind durch die Stadt Köln oder unter
Mitwirkung der Stadt Köln in den letzten fünf Jahren Projekte des Kölner
Bauunternehmers Ewald Hohr bzw. der Firma Ewald Hohr Wohnungsbau GmbH & Co.
mit öffentlichen Mitteln gefördert worden?
Falls ja, welche, und in welcher Höhe flossen Fördermittel?
15. Dezember 2004:
Strafantrag gegen Schramma
Der Geschäftsführer der Fraktion pro Köln im Rat der Stadt Köln,
Manfred Rouhs, hat gegen Oberbürgermeister Fritz Schramma Strafantrag wegen
des Anfangsverdachts der Vorteilnahme und der Bestechlichkeit gestellt.
Dabei beruft sich Rouhs auf den Artikel „Sympathieplakat für Schramma
finanziert“ im „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom heutigen Tag. Danach soll der
Kölner Bauunternehmer Ewald Hohr im Oberbürgermeister-Wahlkampf 2000 für
Herrn Oberbürgermeister Fritz Schramma ein Wahlplakat finanziert haben. Die
Zuwendung soll der Veröffentlichung zufolge nicht als Parteispende an die
Kölner CDU ausgewiesen worden sein.
Zu dem Vorgang erklärt Rouhs: „Die Zuwendung eines Wahlplakates
unverbucht zu lassen, ist offensichtlich nicht in Ordnung. Gerade bei einem
Bauunternehmer als Spender ist Vorsicht geboten. Wer in dieser Branche tätig
ist, kann typischerweise einen direkten Draht zur Stadtspitze früher oder
später gut brauchen.“
13. Dezember 2004:
CDU und SPD wollen Groß-Moschee
CDU und SPD in Köln wollen die Groß-Moschee. Das geht aus dem
Koalitionsvertrag hervor, den die Ratsfraktionen dieser beiden Parteien im
Dezember geschlossen haben. Zudem wollen sie der Verwaltung
„Anti-Diskriminierungs-Richtlinien“
auferlegen, wobei aber nicht genau ausgeführt wird, was darunter zu verstehen
ist.
Das Thema Groß-Moschee bleibt also weiter aktuell. Für pro Köln wird das
Engagement gegen dieses Projekt auch künftig ein zentrales politisches Thema
sein. In der Ratssitzung am 16. Dezember steht ein Antrag von pro Köln auf der
Tagesordnung, der darauf abzielt, dem Bau der Groß-Moschee eine Absage zu
erteilen. Dieser Antrag dürfte vor dem Hintergrund der Koalitionsvereinbarung
von CDU und SPD wohl keine Mehrheit finden, obwohl er wahrscheinlich dem Willen
der Bevölkerungsmehrheit entspricht.
13. Dezember 2004:
Anfrage zur „rosa Stadtkarte“
Die Fraktion pro Köln hat für die Ratssitzung am
16. Dezember eine Anfrage zur sogenannten „rosa Stadtkarte“
gestellt. Der Text dieser Anfrage lautet
„Presseveröffentlichungen ist zu entnehmen, daß die Stadt Köln im
November 2004 eine 'rosa Stadtkarte' herausgegeben hat, die den Begünstigten
die kostenlose Nutzung der KVB ermöglicht sowie Vergünstigungen für Museums-
und Restaurant-Besuche bietet.
Dazu fragen wir an:
- Sind diese Presse-Veröffentlichungen zutreffend? Falls ja:
- Wird die 'rosa Stadtkarte' ausschließlich an Homosexuelle ausgegeben,
oder auch an Heterosexuelle? Falls die Ausgabe ausschließlich an
Homosexuelle erfolgt, wie wird die Homosexualität der Empfangsberechtigten
überprüft?
- Welche Kosten entstehen der Stadt Köln durch 'rosa Stadtkarte' in 2004
und in 2005?
- Können auch Familien mit Kindern die 'rosa Stadtkarte' in Anspruch
nehmen? Falls nein, welche Möglichkeiten gibt es für Familien mit Kindern,
kostenlos die KVB zu benutzen sowie Vergünstigungen für Museums- und
Restaurant-Besuche zu bekommen?
“
11. Dezember 2004:
Prozeß um Fraktions-Finanzierung
Der Kölner
Stadt-Anzeiger hat in seiner Ausgabe vom
11./12. Dezember 2004 über den Prozeß der Fraktion pro Köln gegen den Rat der
Stadt in Sachen Fraktionsfinanzierung
berichtet. Falsch ist
die Darstellung, nach der die vierköpfige Fraktion pro Köln mit der jetzt
siebenköpfigen FDP-Fraktion gleichgestellt werden will: pro Köln begehrt
vielmehr die Gleichstellung mit der FDP-Fraktion in derjenigen Größe, die sie in
der vergangenen Ratsperiode hatte: da bestand sie nämlich ebenfalls aus vier
Ratsmitgliedern. Vier pro-Köln-Ratsmitglieder sollen also nach unserer
Vorstellung nicht schlechter behandelt werden als vier FDP-Ratsmitglieder.
Immerhin referiert der Artikel die vom Gericht gegen die
Rechtmäßigkeit des angegriffenen Ratsbeschlusses geäußerten Bedenken durchaus
richtig. Vor dem Hintergrund dessen muß Schrammas abschließend zitierte Äußerung
über dessen angebliche Rechtmäßigkeit wohl aus Ausdruck von Wunschdenken oder
schlichter juristischer Inkompetenz bewertet werden.
10. Dezember 2004:
Fraktions-Finanzierung des Kölner Rates offensichtlich rechtswidrig
Der Beschluß des Kölner Rates zur Fraktions-Finanzierung vom 14.10.2004
ist offensichtlich rechtswidrig.
Das
geht aus einem Beschluß des Verwaltungsgerichtes Köln vom 10. Dezember 2004
hervor (4 L 2979/04). Das Gericht hat damit zwar einen Antrag der Fraktion
pro Köln auf Erlaß einer Einstweiligen Verfügung gegen den Rat der Stadt
Köln aus formalen Gründen abgelehnt und klargestellt, daß es nicht selbst in
dessen diesbezügliches Gestaltungsrecht eingreifen will. Indessen läßt das
Gericht keine Zweifel daran aufkommen, daß es in dem bereits anhängigen
Hauptsacheverfahren den beanstandeten Ratsbeschluß voraussichtlich aufheben
wird.
Die Mehrheitsfraktion im Kölner Rat hatten sich im Oktober selbst sehr
üppige, der mit vier Ratsmitgliedern kleinsten Fraktion pro Köln aber nur
minimale geldliche Zuwendungen gewährt. Der nunmehr vorliegenden
richterlichen Entscheidung zufolge ist es zwar „zunächst vom Ansatz her
nicht zu beanstanden, wenn sich die Höhe der Zuwendungen an der Größe der
jeweiligen Fraktionen orientiert“.
Die Richter stellen aber klar: „Für die konkrete Ausgestaltung der Zuwendung
muß jedoch eine nachvollziehbare, für alle Fraktionen gleiche Struktur
(‚Typik‘) erkennbar sein. Schon daran dürfte es vorliegend fehlen. Nach
Maßgabe der von dem Antragsgegner festgelegten Personalkostenzuschüsse
erhält die Antragstellerin pro Fraktionsmitglied 4.850,00 Euro an
Zuwendungen für personelle Aufwendungen der Geschäftsführung. Bei allen
anderen Fraktionen bewegt sich die Höhe der Zuwendung pro Ratsmitglied
hingegen zwischen 15.646,00 Euro und 16.500,00 Euro. Eine nachvollziehbare
Begründung für diese gravierend unterschiedliche Behandlung der
Antragstellerin einerseits und der übrigen Fraktionen andererseits vermag
die Kammer dem Vorbringen des Antragsgegners nicht zu entnehmen.“
Die Kammer weist in dem Beschluß darauf hin, daß sie „eine Entscheidung
in dem anhängigen Klageverfahren“ zur Hauptsache „in der ersten Hälfte des
kommenden Jahres zu terminieren beabsichtigt“.
Dazu erklärt die Vorsitzende der Fraktion pro Köln, Judith Wolter: „Wir
werden diesen Beschluß des Verwaltungsgerichtes umgehend dem
Regierungspräsidenten zuleiten, bei dem wir bereits die Aufhebung des
beanstandeten Ratsbeschlusses beantragt haben. Es kann nicht richtig sein,
daß nun monatelang Auszahlungen an die Ratsfraktionen auf der Basis einer
Regelung erfolgen sollen, die nicht rechtens ist. Wir gehen davon aus, daß
die Stadtspitze um Schramma auf Zeit spielt: sie will pro Köln so lange
rechtswidrig diskriminieren wie möglich. Falls Schramma diesen Kurs
tatsächlich bis zu einer richterlichen Entscheidung in der Hauptsache weiter
verfolgt, wäre damit seine Argumentation, er würde davon ausgehen, die
Ausgrenzung und Diskriminierung der Fraktion pro Köln sei rechtlich
zulässig, eindeutig widerlegt. Die Diskriminierung einer Ratsfraktion ist
immer rechtswidrig, und ab heute kann sich Schramma nicht mehr mit dem
Hinweis herausreden, er würde davon ausgehen, daß der Ratsbeschluß vom 14.
Oktober rechtlich in Ordnung sei.“
10. Dezember 2004:
Nippes stimmt gegen Schrammas neue Geschäftsordnung
Die Bezirksvertretung Nippes hat am 9. Dezember wesentliche vom Büro
des Oberbürgermeisters geplante Änderungen der Geschäftsordnung des Rates
einstimmig abgelehnt. Mit Ausnahme der vorgesehenen
Redezeit-Beschränkung von fünf auf drei Minuten, die die Nippeser mittragen,
folgte die Bezirksvertretung im wesentlichen der schon von der Fraktion pro
Köln im Rat vorgetragenen Kritik an den beabsichtigten Änderungen der §§ 1,
4 und 14, durch die der Tagungsrhythmus auf zwei Monate verlegt und die Zahl
der Anfragen pro Fraktion und Sitzung auf zwei reduziert werden soll.
Die Fraktion pro Köln wird das Votum der Bezirksvertretung Nippes im Rat
unterstützen. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Judith Wolter: „Jetzt
haben wir bei der Schlußberatung im Rat eine Chance, die meisten für uns
nachteiligen Neuregelungen zu kippen. Der Bezirksvertretung Nippes kann man
wohl kaum den von Schramma und anderen an unsere Adresse gerichteten Vorwurf
machen, die Arbeit des Rates behindern zu wollen. Gut, daß sich die Nippeser
Bezirksvertreter an den sachlichen Notwendigkeiten orientiert haben und
nicht an der parteipolitischen Propaganda!“
7. Dezember 2004:
Pro Köln Nr. 9 erschienen
Die Fraktion pro Köln hat die Herausgabe der Zeitung
Pro Köln übernommen und heute deren Nummer 9 herausgebracht.
Inhaltlich stehen die Auseinandersetzung um die neue Geschäftsordnung
des Rates und die Konfrontation der Fraktion pro Köln mit den alten
politischen Kräften in den Ratsgremien im Vordergrund. Die Zeitung wird auf
unseren Internet-Seiten ab dieser Ausgabe jeweils im Format PDF abrufbar
gemacht.
Die Zeitung kann als PDF-Datei heruntergeladen werden:
Pro Köln Nr. 9
Acrobat Reader erforderlich
3. Dezember 2004:
pro Köln wählt neuen Vorstand
Die Mitgliederversammlung der Bürgerbewegung pro Köln e.V.
hat am 2. Dezember einen neuen Vorstand gewählt. Nachdem Judith Wolter
den Vorsitz der Ratsfraktion übernommen hat, tauschte sie jetzt mit
Rechtsanwalt Markus Beisicht die Ämter: Beisicht wurde zum Vorsitzenden
gewählt, Wolter ist nunmehr geschäftsführende stellvertretende Vorsitzende.
Zum zweiten Stellvertreter des Vorsitzenden wurde der Nippeser Geschäftsmann
Karl Heinz Jorris gewählt. Regina Wilden wurde im Amt der Schriftführerin
und Manfred Rouhs im Amt des Schatzmeisters bestätigt. Fünf Beisitzer
vervollständigen den neuen Vorstand: Bernd M. Schöppe, Wolfgang Speck, Heiko
Täubner, Herbert Sylvester und Martin Schöppe.
Judith Wolter konnte in ihrem Rechenschaftsbericht auf ein
erfolgreiches Jahr zurückblicken. Pro Köln hat bei der Kommunalwahl am 26.
September alle gesteckten Ziele erreicht. Die Mitgliederzahl hat sich in
2004 verdoppelt, wobei das Potential aber offensichtlich noch nicht
annähernd ausgeschöpft ist, da für die Werbung neuer Mitglieder im Wahlkampf
kaum Zeit blieb. Hier wird die Bürgerbewegung in 2005 einen Schwerpunkt
setzen.
Der Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters wies für die 12
Monate bis zum Wahltag Spenden-Eingänge in Höhe von rund 50.000 Euro aus.
Mehr als 500 Mitglieder und Unterstützer in Köln und Umgebung haben mit
ihren Zuwendungen die umfangreichen Wahlkampfaktivitäten von pro Köln
möglich gemacht, stellte Manfred Rouhs fest. Er richtete an alle Spender ein
Wort des Dankes und betonte, daß die Höhe der Spenden-Eingänge insgesamt
seine Erwartungen deutlich übertroffen hat.
Zum Abschluß der überaus harmonischen und gutbesuchten
Veranstaltung sprach der neugewählte Vorsitzende Markus Beisicht die
zentralen Aufgaben im kommenden Jahr an: Werbung neuer Mitglieder und die
entschlossene Auseinandersetzung mit den alten politischen Kräften in der
Domstadt. Pro Köln wird auch in 2005 der Stachel im Fleisch des politischen
Establishments sein!
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Der am 2. Dezember 2004
neugewählte Vorstand von pro Köln blickt auf ein erfolgreiches Jahr
zurück: „Pro Köln hat bei der
Kommunalwahl am 26. September alle gesteckten Ziele erreicht.“ |
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1. Dezember 2004:
CDU-Wirtschaftsrat kritisiert CDU-Stadtspitze
Die Wirtschaftspolitik von CDU-Oberbürgermeister Fritz
Schramma ist in einer umfangreichen Analyse scharf kritisiert worden.
Verfasser der Analyse ist ausgerechnet der Kölner CDU-Wirtschaftsrat.
Dem Gremium gehören kommunalen CDU-Funktionären auch Unternehmer,
Rechtsanwälte, Notare, Unternehmensberater, der IHK-Vizepräsident Paul
Bauwens-Adenauer und insbesondere der Stadtkämmerer Peter Michael Soénius
an, der bereits in seiner Rede zum aktuell zu beratenden
Doppel-Haushaltsplanentwurf jenen möglichen Zusammenbruch der städtischen
Finanzen in finsteren Farben vorgezeichnet hat, den er mit allen Kräften
abzuwenden versucht. Die Analyse läßt seinen Einfluß erkennen: sie ist
schonungslos und offen.
„Finanzkrise, Ansehens- und
Identitätsverlust sind wesentlich durch Fehlsteuerungen in Köln selbst
verursacht worden“, heißt es darin. Zu oft seien
politische Entscheidungen „nicht zuerst von dem
Gesamtinteresse der Stadt, sondern von Partikularinteressen einzelner
Gruppen oder gar einiger weniger Bürger ausgegangen“.
Ohne Fritz Schramma zu erwähnen, wird darauf hingewiesen, daß die
wichtigsten Repräsentanten der Stadt besser daran täten, ständigen Kontakt
zu den Vertretern der wichtigsten Wirtschaftsbranchen zu halten, statt
Schwerpunkte beim 1. FC Köln und beim Karneval zu setzen.
Schramma bezeichnete den Vorwurf, er kümmere sich zu
wenig um die Wirtschaft, als „lächerlich“.
Er nimmt die Ratschläge der Wirtschaftsweisen seiner eigenen Partei offenbar
nicht allzu ernst. Folgerichtig werden von ihm und der CDU-Fraktion im
Kölner Rat, die sich bekanntlich für ein Bündnis mit der SPD entschieden
hat, kaum neue Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung ind er Domstadt
zu erwarten sein.
1. Dezember 2004:
Auf den Hund gekommen
Die städtischen Geldbeschaffer sind wieder einmal auf
den Hund gekommen. Für 2.279 Kölner Sozialhilfeempfänger, die sich einen
Vierbeiner halten, wird die Hundesteuer im neuen Jahr mehr als doppelt so
teuer werden. Statt mit 60,00 Euro, werden sie künftig mit 156,00 Euro
zur Kasse gebeten. Das haben die Ratsfraktionen der Altparteien im Ausschuß
Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen beschlossen.
Pro Köln wird die entsprechende Vorlage im Rat ablehnen.
Dazu erklärt die Vorsitzende der
Fraktion pro Köln, Judith Wolter: „Für viele arme
Menschen gehört der Hund zu den wichtigen, unentbehrlichen Bezugspunkten.
Sie kommen ohnehin schlecht über die Runden und werden jetzt an einer
empfindlichen Stelle gnadenlos abkassiert, weil die Politiker schlecht
gewirtschaftet haben. Das ist wirklich ein mißratenes ‚Weihnachtsgeschenk’.
Die Verantwortlichen sollten sich schämen!“
26. November 2004:
„Treffer, versenkt“
Der Antrag der Fraktion pro Köln, die Aufsichtsräte in der Ratssitzung am
25. November geheim wählen zu lassen, hat den CDU-Kreisvorsitzenden Walter
Reinarz das ihm zugedachte Aufsichtsrats-Mandat beim Köln-Bonner-Flughafen
gekostet.
Zwei CDU-Ratsmitglieder fehlten bei der Abstimmung, zwei weitere Anhänger
der „großen Koalition“ aus SPD und CDU im Kölner Rat stimmten für die von
FDP und Grünen vorgelegte Konkurrenz-Liste, auf der auch Kandidaten der
Gruppen von PDS und „Kölner Bürgerbündnis“ (KBB) nominiert waren. „Treffer,
versenkt“ kommentierte ein Anhänger der FDP/PDS/Grünen/KBB-Liste den Ausgang
dieses Wahlgangs.
Die Aufstellung einer gemeinsamen Liste mit Anhängern von FDP, PDS,
Grünen und KBB macht deutlich, wie diese Parteien ihre Prioritäten setzen:
obwohl es zwischen FDP und PDS wohl kaum politische Gemeinsamkeiten geben
dürfte, scheuen sie nicht davor zurück, ein Bündnis einzugehen, wenn sie
eine Chance sehen, dadurch mehr Mandate zu ergattern. Auch mit den Stimmen
von FDP und KBB zog so ein Anwalt der linksextremen Szene ausgerechnet in
den Polizeibeirat ein - ein Votum, das die Kölner Polizei eher schwächen als
stärken dürfte.
Pro Köln trat mit einer eigenen Liste an, aus der ein Vertreter in den
Zweckverband der Sparkasse Köln-Bonn gewählt wurde.
20. November 2004:
Schacher um Geld und Posten
In der Ratssitzung am 25. November werden die städtischen
Aufsichtsräte neu gewählt - CDU, SPD, Grüne und FDP schlagen sich um Geld und
Posten. Daß pro Köln in keinen einzigen Aufsichtsrat einziehen darf,
versteht sich aus Sicht der alten politischen Kräfte von selbst: sonst könnte ja
am Ende die gut bezahlte Tätigkeit in diesen Gremien tatsächlich in
Kontroll-Aktivitäten ausarten. Da sei die ganz große Koalition vor! Jörg Frank
von den Grünen fordert eine Einheitsliste der vier mit der Bürgerbewegung
konkurrierenden Ratsfraktionen, um, wie ihn die Kölnische
Rundschau zitiert, pro
Köln den Wind aus den Segeln zu nehmen. Dem aber
stimmen CDU und SPD nicht zu, weil sie den lukrativen Kuchen lieber unter sich
aufteilen wollen, als mit FDP und Grünen zu teilen.
Warum die Aufsichtsrats-Pöstchen so begehrt sind, hat sich
wieder einmal am vergangenen Donnerstag gezeigt. Da traten die kommunalen Größen
Richard Blömer (CDU) und Franz Irsfeld (SPD) gemeinsam mit
dem stellvertretenden WDR-Intendanten Dr. Norbert Seidel und drei Mitarbeitern
der Philharmonie auf Kosten der jährlich mit drei Millionen Euro aus der
Stadtkasse subventionierten KölnMusik eine Vergnügungsreise nach Istanbul an.
Für Blömer, den scheidenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Philharmonie,
könnte es eine Art Abschiedsreise gewesen sein. Viele touristische Attraktionen,
Übernachtungen im Luxus-Hotel und Speisen in den vornehmsten Istanbuler
Restaurants standen auf dem Programm. Politisch sinnvoll war die Expedition
nicht: Sie sollte ursprünglich der Bewerbung Kölns als Kulturhauptstadt Europas
dienen, die bekanntlich schon lange vor dem Abflug-Datum 18. November 2004
gescheitert ist ...
15. November 2004:
Anfrage zur Drogen-Problematik
Die Fraktion pro Köln hat für die Ratssitzung am 25.
November eine Anfrage zur Drogen-Problematik gestellt. Im einzelnen will pro
Köln wissen:
1. Wie viele Drogenabhängige wurden in Köln im November 2002 registriert?
2. Wie viele sind es derzeit?
3. Wie setzen sich die Drogenabhängigen nach Alter, Geschlecht und
Nationalität zusammen?
4. Wie viele Drogenabhängige sind HIV-infiziert?
5. Wie hoch ist die Summe der Haushaltsmittel, die seit November 2002 von
der Stadt Köln insgesamt im Bereich der Prävention und Bekämpfung des
Drogenmißbrauchs einschließlich der Bewältigung der sozialen Folgekosten
aufgewendet wurden?
Das Wortprotokoll der konstituierenden Ratssitzungen vom
14. Oktober 2004 ist im Internet als PDF-Datei abrufbar, bitte
hier klicken! Das Protokoll dokumentiert die Auseinandersetzung zwischen
pro Köln auf der einen und den Ratsfraktionen der alten Parteien auf der
anderen Seite ebenso sachlich wie informativ.
11. November 2004:
Aschermittwochsstimmung bei der CDU
Auch am 11. im 11. mag bei der Kölner CDU keine Feierlaune
aufkommen, nachdem erneut Büroräume ihrer Politgröße Richard Blömer auf
Anordnung der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit
Ermittlungen wegen des
Verdachts der Untreue und der illegalen Stückelung von Parteispenden
durchsucht worden sind. Die Blömer-Büros, denen ein
ungebetener Besuch abgestattet wurde, befinden sich in Königswinter bei der
CDU-nahen Jakob-Kaiser-Stiftung. Blömer war erst kürzlich von der Kölner CDU
erneut als Kandidat für den aussichtsreichen Landtags-Wahlkreis Lindenthal
aufgestellt worden. Er vertritt seine Partei seit 1994 in Düsseldorf im
Parlament. Der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Hans-Joachim Reck ist
mit dem Festhalten der Kölner CDU an Blömer offensichtlich nicht glücklich und
fordert nach der jüngsten Hausdurchsuchung eine politische
Lösung, ohne konkret zu sagen, wie diese Lösung
aussehen soll.
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Nach
dem Mord an Theo van Gogh:
Deutschland immer noch im Winterschlaf
Das
Ende der Kamingespräche
Eine niederländische
Fernsehanstalt macht mit Überschrift auf: „Das Land brennt“.
In welcher Wut, in welchem Zorn und in welcher Verzweiflung
müssen sich die Niederländer befinden, nachdem der Filmregisseur Theo
van Gogh auf brutale Weise hingerichtet worden ist?
Selbst führende Politiker
ließen sich hinreißen zu Äußerungen, die man sonst von ihnen nicht
kannte. Sie sprachen davon, den radikalen Islamisten den Krieg zu
erklären, oder den islamischen Fundamentalismus in ihrem Königreich
mit Stumpf und Stiel auszurotten. All das hat es in dieser Form und
Deutlichkeit in den Niederlanden noch nicht gegeben. Die Folgen ließen
nicht lange auf sich warten. Innerhalb weniger Tage brannten
moslemische und christliche Einrichtungen. Der politische Schaden war
groß.
Jetzt wird den Niederländern
langsam klar, das der radikale Islamismus keine andere Meinung zuläßt
- und schon gar nicht von Ungläubigen. Ein Schlag gegen jede
Demokratie, wo die Freiheit des Andersdenkenden, die Toleranz und
Gleichberechtung einen unumstößlichen Wert darstellen! Seit dem 11.
September 2001 mußten auch die Amerikaner diese leidvolle Erfahrung
machen.
Wir hier in Deutschland
wiegen uns in der Gewißheit, daß das bei uns nicht vorkommen kann,
weil die Integration angeblich so hervorragen funktionieren soll. Am
9. November 2004 wurde in der Sendung „Frontal 21“ über eine Moschee
in Berlin berichtet, deren Imam deutschfeindliche Inhalte gepredigt
hat. Dabei ging es unter anderem darum, daß die Deutsche stinken und
sich nicht unter den Armen rasieren, usw.; so sind sie eben, die
„Ungläubigen“. Machen wir uns nichts vor: die Parallelgesellschaften
gibt es bei uns schon längst. Das wissen wir ganz genau, und trotzdem
machen wir nichts - außer weiter unseren Winterschlaf halten. Und dann
wachen wir eines Tages auf und sind erschrocken, daß alles um uns
herum brennt ...
Die Zeit der Kamingespräche
ist wirklich vorbei!
KHJ |
7. November 2004:
Schramma leidet an pro Köln
Die Kölner Zeitungen sind am 6. November den von pro Köln
angeblich zynisch gequälten Kommunalpolitikern von CDU, SPD, B90/Grüne und FDP
hilfreich zur Seite gesprungen.
Express,
Kölner
Stadt-Anzeiger und
Kölnische
Rundschau verschweigen dabei, daß die
Mitglieder der pro Köln Fraktion auf ihr erhöhtes Sitzungsgeld für die überlange
Ratssitzung verzichtet und die übrigen Fraktionen aufgefordert haben, das
gleiche zu tun. Anzumerken ist außerdem, daß durch Seilschaften und Klüngeleien,
die durch geheime Abstimmungen zumindest potentiell aufgebrochen werden können,
dem Steuerzahler in der Vergangenheit bereits Schäden in Millionenhöhe
entstanden sind. Der so angerichtete Schaden übersteigt die - durch
Verzichtserklärungen vermeidbaren - Mehraufwendungen einer längeren Ratssitzung
um ein Vielfaches.
5. November 2004:
Rat mußte geheim wählen
Pro Köln hat für die Personalentscheidungen in der
Ratssitzung am 4. November geheime Abstimmung beantragt.
Dadurch
wurde den einschlägigen Klüngelrunden das Leben schwer gemacht:
Abweichler
können bei offenen Abstimmungen nicht unerkannt aus
der Reihe tanzen. Es galt, die Unabhängigkeit des
Mandats wiederherzustellen. Bei mehreren Wahlgängen kam es zu Abweichungen bei
der Stimmabgabe von den Vorgaben der Fraktionen.
Pro Köln wendet sich gegen eine vom Kölner
Stadt-Anzeiger kolportierte
Darstellung der PDS, nach der
die Ratssitzung dadurch teurer werden muß. Die Mitglieder der Fraktion pro Köln
haben einstimmig beschlossen, auf das ab sechs Stunden Sitzungsdauer fällig
zweite Sitzungsgeld von Euro 26,00 pro Kopf zu verzichten. In einem Brief an die
anderen Ratsfraktionen und Gruppen fordert pro Köln dazu auf, sich diesem
Beispiel anzuschließen. Dazu erklärt der Geschäftsführer der Fraktion pro Köln,
Manfred Rouhs: CDU, SPD, B90/Grüne und FDP haben
sich entschieden, die Auseinandersetzung mit pro Köln schwerpunktmäßig nicht
inhaltlich, sondern formal zu führen. Die daraus für beide Seiten resultierenden
Nachteile dürfen nicht zu Lasten des Steuerzahlers gehen, sondern sollten von
den eigentlichen Kombatanten getragen werden.
Die geplante Änderung der Geschäftsordnung des Rates wurde
erst in die Bezirksvertretungen verwiesen, so daß es entgegen der Darstellung im
Stadt-Anzeiger
auch keine namentliche Abstimmung gab.
5. November 2004:
Einstweilige Verfügungen gegen
Radio Leverkusen
Das pro-Köln-Vorstandsmitglied Markus Beisicht hat beim
Landgericht Köln eine Einstweilige Verfügungen gegen
Radio Leverkusen
erwirkt. Radio Leverkusen
wird verboten, weiter die Falschbehauptung zu verbreiten, Markus Beisicht sei
Organisator einer rechtsextremen Demonstration in Leverkusen am 9. November
(Aktenzeichen 28 O 630/04). Über den Widerspruch, dem Radio Leverkusen
gegen diese Verfügung eingelegt hat, wird am 1. Dezember verhandelt.
Die Zeitung
Express hat
außerdem in strafbewährter Form erklärt, nicht mehr die Falschbehauptung zu
verbreiten, der Extremisten-Aufmarsch am 9. November sei von Beisicht angemeldet
worden.
2. November 2004:
Erfolg gegen Rheinische
Post und Radio
Leverkusen
Wieder einmal ist der Versuch gescheitert, pro Köln in die
Nähe von Rechtsextremisten zu rücken. Die
Rheinische Post
und Radio Leverkusen
veröffentlichen eine Gegendarstellung, mit der die Falschbehauptung richtig
gestellt wird, das pro-Köln-Vorstandsmitglied Rechtsanwalt Markus Beisicht sei
an der Organisation einer rechtsextremen Demonstration in Leverkusen am 9.
November beteiligt. Beisicht hatte zuvor eine entsprechende eidesstattliche
Versicherung abgegeben und das Landgericht Köln angerufen, um die Zeitung und
den Radiosender auf Unterlassen in Anspruch zu nehmen. Die Rheinische
Post hat daraufhin auch bereits in strafbewährter
Form erklärt, künftig die ehrverletzende Falschbehauptung, Beisicht sei einer
der Initiatoren des Extremisten-Aufmarsches, nicht mehr weiter zu verbreiten.
Zuvor hatten Radio Leverkusen
und die Rheinische Post
Beisicht wahrheitswidrig mit dem Aufmarsch in Verbindung gebracht.
Zu dem Vorgang erklärt Rechtsanwalt Beisicht:
Den Medien ist nichts zu billig, wenn es
darum geht, pro Köln willkürlich mit Dreck zu bewerfen. Obwohl wir ja schon
Schlimmes gewohnt sind, hat es mich doch überrascht, wie dreist Journalisten
frei erfundene Darstellungen in die Welt setzen. Wir werden uns auch künftig
gerichtlich gegen derartige Falschbehauptungen zur Wehr setzen, wo immer es
nötig ist.
29. Oktober 2004:
Stadtspitze mauert sich ein
Als offensichtliche Reaktion auf den Wahlerfolg der
Bürgerbewegung pro Köln bei der Kommunalwahl wollen die alten politischen
Kräfte in der Domstadt das politische Gewicht des Stadtrates künftig kleiner
machen. Oberbürgermeister Fritz Schramma hat eine Neufassung der
Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen ausarbeiten lassen, die
den Verdacht nahelegt, er und die ihn tragenden Parteien im Rathaus würden
künftig am liebsten gar keine öffentlichen Sitzungen der kommunalen Gremien
mehr durchführen, sondern die Geschicke der Stadt komplett aus dem
Hinterzimmer heraus lenken.
weiter
25. Oktober 2004:
pro Köln klagt gegen Stadtspitze
Die Fraktion pro Köln hat heute beim Verwaltungsgericht Köln einen
Antrag auf Erlaß einer Einstweiligen Verfügung
gegen den Rat der Stadt Köln eingereicht, der auf die Aufhebung des
Ratsbeschlusses vom 14. Oktober 2004 zur Festlegung der Personalkosten der
Ratsfraktionen abzielt. Mit dem angegriffenen Beschluß hatten sich die
Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP selbst mehr als 1,2 Millionen Euro
jährlich für hauptberufliche Mitarbeiter genehmigt, während die Fraktion pro
Köln keinen einzigen hauptberuflichen Mitarbeiter zugesprochen bekam - nicht
einmal einen Geschäftsführer -, sondern mit einer halben Bürokraft für
jährlich 19.400 Euro abgespeist werden sollte.
Die Regelung ist offensichtlich grob rechtswidrig, zumal die FDP-Fraktion
in den vergangenen Jahren mit einer vierköpfigen Fraktion, wie sie jetzt pro
Köln im Rat bildet, stets einen hauptberuflichen Geschäftsführer
zugesprochen bekam. Die Neuregelung dient dem Ziel, pro Köln von der
Möglichkeit einer professionellen Mitarbeit im Rat auszuschließen. Sie ist
deshalb mit dem Gleichbehandlungs-Grundsatz des Grundgesetzes nicht
vereinbar und muß aufgehoben werden.
22. Oktober 2004:
Kölner CDU verliert Mitglieder
Die CDU verliert ständig Mitglieder - auch an die
Bürgerbewegung pro Köln e.V. Eine Dame aus Rodenkirchen, die
jahrzehntelang in der CDU engagiert war, hat jetzt in einem ausführlichen
Brief an ihren früheren Parteifreund und Oberbürgermeister Fritz Schramma
begründet, warum die Union nicht mehr ihre politische Heimat ist.
weiter
15. Oktober 2004:
pro Köln
contra CDUSPDFDPGRÜNE
Konfrontation in der konstituierenden Sitzung des Rates
Die konstituierende Sitzung des Kölner Rates am 14. Oktober war
von der Konfrontation der Bürgerbewegung pro Köln e.V. mit den alten politischen
Kräften geprägt. Diese Kräfte taten alles, um die Mitwirkungsrechte der
offensichtlich als lästige Konkurrenz empfundenen Fraktion pro Köln im Rat zu
beschneiden: die Redezeit wurde begrenzt, die Größe der Ausschüsse derart beschnitten,
daß pro Köln dort nur beratend, nicht aber mit Stimmrecht vertreten sein wird. Auch die
Regelung der Fraktionszuwendungen wurde dem Wahlergebnis und der daraus resultierenden
neuen Interessenlage von CDU, SPD, Grünen und FDP angepaßt: während die FDP-Fraktion
mit vier Mandatsträgern in der letzten Ratsperiode selbstverständlich einen bezahlten
Fraktionsgeschäftsführer und weitere bezahlte Mitarbeiter gestellt bekam, soll jetzt pro
Köln mit ebenfalls vier Ratsmitgliedern keine einzige Vollzeit-Kraft zugesprochen
bekommen.
Stattdessen ist für pro Köln nur die Stelle einer halben Bürokraft mit jährlichen Kosten von 19.400 Euro vorgesehen. Die anderen
Fraktionen dagegen bedienen sich großzügig: Die FDP (mit jetzt sieben Ratsmitgliedern)
erhält im Jahr 115.500 Euro für ihre Personalkosten, die Grünen (15 Ratsmitglieder)
schlagen mit 234.700 Euro Personalkosten zu Buche, SPD (28 Ratsmitglieder) und CDU (29
Ratsmitglieder) genehmigen sich sogar jährliche Personalkosten von 459.100 Euro, also
rund neunhunderttausend Mark. CDU, SPD, Grüne und FDP beschließen für sich selbst einen
gewaltigen Apparat von Bürokräften, Fraktionsassistenten und Geschäftsführern -
letztere werden ausgestattet mit Jahresbezügen zwischen 76.700 und 86.100 Euro -,
während die Fraktion pro Köln keine einzige hauptberufliche Kraft beschäftigen und
nicht einmal einen bezahlten Geschäftsführer zugesprochen bekommen soll, obwohl
offensichtlich ist, daß eine Fraktion ohne Geschäftsführer faktisch handlungsunfähig
ist.
Indessen behauptete Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma in der
gestrigen Ratssitzung - obwohl er die obenstehenden Zahlen genau kennt - allen ernstes,
die Fraktion pro Köln würde gegenüber den vier übrigen Ratsfraktionen nicht
diskriminiert werden! Er geht offensichtlich davon aus, daß die Presse zum Vorteil von
CDU, SPD, Grünen und FDP die Verteilung der Personalkosten der Ratsfraktionen nicht
öffentlich machen wird - und er unterschätzt (wie schon im Wahlkampf) die Möglichkeiten
von pro Köln, selbst für eine Verbreitung dieser Zahlen zu sorgen. Pro Köln aber wird
die Mehrheit der Kölner darüber informieren, wie schamlos CDU, SPD, Grüne und FDP auf
Kosten des Steuerzahlers einen fetten Personalkosten-Kuchen gebacken haben, um ihn sodann
unter Ausschluß der Opposition untereinander aufzuteilen.
Und die Fraktion pro Köln wird selbstverständlich sofort das
Verwaltungsgericht anrufen, um die Rechtswidrigkeit dieser Praxis feststellen zu lassen.
Der Dringlichkeitsantrag der Fraktion
pro Köln zur Rennbahn Weidenpesch wurde nicht beraten, weil CDU, SPD, FDP und Grüne der
Meinung sind, die Angelegenheit sei gar nicht dringlich: dem Rennbahnverein wurde von
einer Gläubiger-Bank mittlerweile eine Fristverlängerung bis zum 25. Oktober für eine
Verbesserung der Wirtschaftslage gewährt; falls bis dahin nichts geschieht, droht der
Konkurs. - Das soll nicht dringlich sein?
Insgesamt machten CDU, SPD, Grüne und FDP bei der konstituierenden
Sitzung des Rates deutlich, daß sie nicht bereit sind, das Wahlergebnis vom 26. September
zu akzeptieren: sie würden pro Köln gerne totschweigen, ärgern sich aber furchtbar
darüber, daß die Bürgerbewegung zu penetrant ist, um ignoriert zu werden. Und das wird
auch in den kommenden Sitzungen des Rates so bleiben!
13. Oktober 2004:
Aktuelle Stunde für die Verteidigung der Demokratie
Die Fraktion pro Köln beantragt, in der Sitzung des Rates am
14. Oktober 2004 eine Aktuelle Stunde zum Thema Diskriminierung der Fraktion pro
Köln und verfassungsfeindliche Tendenzen bei der Kölner CDU durchzuführen.
Der aktuelle Anlaß hierfür ergibt sich aus einer Veröffentlichung der Kölner tageszeitung von heute, Mittwoch, den
13.10.2004, die den Vorsitzenden der Kölner CDU, Herrn Walter Reinarz, mit dem Satz
zitiert: Pro Köln hat überhaupt keine Berechtigung, in
dieser Stadt Politik zu machen.
Dem Ziel, pro Köln das Recht auf Teilhabe am politischen Leben in der Domstadt
streitig zu machen, dient offensichtlich auch die unter TOP 3. der Tagesordnung der
Ratssitzung vorgesehene Änderung der Hauptsatzung sowie der offenbar unter TOP 8.
vorgesehene Ausschluß der Fraktion pro Köln von der Möglichkeit, stimmberechtigte
Mitglieder in die Ausschüsse des Rates zu entsenden.
Der Versuch, einer neu in den Rat und in die Bezirksvertretung gewählten politischen
Kraft das Recht abzusprechen, in Köln Politik zu machen, wendet sich gegen die Werte der
freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.
Reinarz geht es offenbar darum, den Mitgliedern und den 16.500 Wählern von pro Köln die
Bürgerrechte wegzunehmen. Pro Köln will in der Ratssitzung am 14. Oktober die
CDU-Ratsfraktion dazu auffordern, verfassungsfeindlichen Bestrebungen in der Spitze des
CDU-Kreisverbandes entgegen zu wirken.
12. Oktober 2004:
Soll die Türkei in die EU?
pro Köln will bei Unterschriften-Sammlung helfen
Die Bürgerbewegung pro Köln e.V. will im Raum Köln aktiv mithelfen, falls
sich die CDU/CSU entscheidet, eine Unterschriften-Sammlung gegen den geplanten Beitritt
der Türkei zur Europäischen Union durchzuführen. Die Aktion ist innerhalb der
CDU umstritten. Im Großraum Köln könnte eine Lücke beim Sammeln der
Unterschriften entstehen, befürchtet die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter,
nachdem sich mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Wolfgang Bosbach, der ranghöchste Unions-Funktionär in der Region gegen die Kampagne
ausgesprochen hat.
Wolter kündigt an: Falls die Unterschriften-Sammlung zustande kommt, werden wir
uns privat Listen zuschicken lassen oder bei der CDU abholen. Und dann sammeln wir mit.
Wir waren bereits in den letzten zwei Jahren mit Unterschriften-Sammlungen sehr
erfolgreich: 28.000 Kölnerinnen und Kölner haben die pro-Köln-Petition gegen den
geplanten Bau zweier Groß-Moscheen in der Domstadt unterschrieben. Bei einem so wichtigen
Thema wie dem EU-Beitritt der Türkei müssen in Köln unbedingt viele Unterschriften
zusammen kommen - das darf nicht am Kleinmut der hiesigen CDU-Größen scheitern.
9. Oktober 2004:
Dringlichkeitsantrag zur Rennbahn Weidenpesch
Die Fraktion pro Köln hat für die Ratssitzung am 14. Oktober im Rat einen
Dringlichkeitsantrag eingebracht, durch den der drohende Konkurs des Kölner
Rennbahnvereins abgewendet werden soll. Die Bürgerbewegung schlägt vor:
Der Rat der Stadt Köln beschließt folgende Maßnahmen zur Abwehr der
möglicherweise unmittelbar bevorstehenden Insolvenz des Kölner Rennbahnvereins:
1.) Die Stadt Köln richtet einen Bürgerfond zur kurzfristigen Abwehr der Insolvenz
des Rennbahnvereins ein. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, die Schirmherrschaft
über den Bürgerfond zu übernehmen. Alle Freunde und Förderer des Pferdesports in
Köln, aber auch bundesweit werden angehalten, auf ein treuhänderisch von der Stadt Köln
geführtes Konto Spenden für den Fortbestand des Rennbahnvereins einzuzahlen. Die Kosten
der entsprechenden Kampagne sind von den eingehenden Spenden abzuziehen. Die
VorFinanzierung soll durch eine Reduzierung der Zahl der Kölner Bürgermeister von vier
auf zwei (TOP 4. der Tagesordnung) aus den dadurch eingesparten Haushaltsmitteln erfolgen.
2.) Die Stadt Köln schließt eine (auch teilweise) Bebauung des RennbahnGeländes
aus.
3.) Die Stadt Köln erarbeitet in Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung und dem
Rennbahnverein nach dem Rückfluß der zu 1.) beschlossenen Vor-Finanzierung unter
Verwendung dieser Geldmittel ein wirtschaftliches Konzept für die Neuorientierung des
Geschäftsbetriebes des Rennbahnvereins mit dem Ziel, künftig das regelmäßige Auflaufen
von Verlusten zu vermeiden.
Nachdem eine Gläubiger-Bank angekündigt hat, laufende Kredite möglicherweise
aufkündigen zu wollen, droht der Konkurs des Rennbahnvereins bereits ab dem 15.10.2004.
Im Falle des Konkurses fällt das Grundstück des Rennbahnvereins in Weidenpesch an das
Land Nordrhein-Westfalen, von dem vor dem Hintergrund seiner Haushaltslage die
wirtschaftliche Verwertung des Grundstücks im Wege einer Bebauung erwartet werden muß.
Dadurch würde für die Kölner Bürger in der Region ein Verlust an Lebensqualität
eintreten, der nur noch durch ein sofortiges Tätigwerden der Stadt Köln möglicherweise
abgewendet werden kann.
6. Oktober 2004:
Streit zwischen pro Köln und OB Schramma
eskaliert
Die neugewählte Ratsfraktion von pro Köln hat nunmehr die renommierte
Leverkusener Anwaltskanzlei Beisicht & Dr. Schlaeper beauftragt, gegenüber der Stadt
Köln ihre Rechtsansprüche durchzusetzen. Hintergrund der Beauftragung der
Rechtsanwälte ist die Tatsache, daß die Ratsfraktion von pro Köln derzeit weder
handlungs- noch arbeitsfähig ist. So kann sich die Ratsfraktion, die weit mehr als 16.000
Kölner Wählerinnen und Wähler vertritt, auf die konstituierende Ratssitzung am
14.10.2004 nicht ordnungsgemäß vorbereiten. Ein Zugriff auf das Informationssystem der
Stadt Köln ist nicht möglich. Es fehlen zudem Büro- bzw. Sitzungsräume. Es besteht
insoweit eine schikanöse Ungleichbehandlung zu den anderen Ratsfraktionen. Offensichtlich
sollen die neugewählten Ratsmitglieder von pro Köln öffentlichkeitswirksam vorgeführt
werden.
Seitens der Stadt Köln fand bislang noch niemand Zeit, mit Vertretern von pro Köln
über deren Unterbringung bzw. über deren Bedarf an Fraktionsmitteln überhaupt zu
sprechen. Die vor fünf Jahren mit gerade einmal 4,1 Prozent in den Rat wieder eingezogene
FDP erhielt sofort drei Büroräume, einen großen Sitzungssaal sowie eine sehr
großzügige Büroausstattung gestellt. Daneben erhielt die FDP zusätzlich jährliche
Staffelbeträge für Bürobedarf, Porto, Taxibenutzung sowie Telefon.
Über all diese Fragen soll offensichtlich mit Vertretern von pro Köln noch nicht
einmal geredet werden. Dabei ist es unstreitig, daß die pro Köln Ratsfraktion für die
Sicherung des Informationsaustausches, organisatorische Arbeiten und sonstige Dienste
einen Geschäftsstellenbetrieb benötigt. Daneben müssen unstreitig Räume für die
Fraktionsgeschäfte sowie Räume für die Durchführung von Fraktionssitzungen
bereitgestellt werden.
Hierzu erklärt die pro Köln Fraktionsvorsitzende Judith Wolter:
Wir bestehen auf eine Gleichbehandlung mit anderen Fraktionen. Wenn man CDU, SPD,
FDP, Grüne, PDS und selbst die Splittergruppe Kölner Bürgerbündnis im Rathaus bzw. im
Haus Neuerburg unterbringen kann, so gilt dies natürlich auch für die neugewählte
Ratsfraktion von pro Köln. Wir lassen uns nicht diskriminieren bzw. ausgrenzen. Sollte
seitens des OB nicht unverzüglich ein gelenkt werden, so werden wir den Erlaß einer
einstweiligen Verfügung beim Verwaltungsgericht beantragen. Zugleich werden wir mit allen
Mitteln der Geschäftsordnung die rechtswidrige Diskriminierung und Behinderung unserer
Fraktionsarbeit zum Hauptthema der ersten Ratssitzung machen. OB Schramma kann sich auf
eine turbulente erste Ratsitzung freuen.
30. September 2004:
FDP beschimpft den Wähler
Die FDP reagiert auf das Kölner Wahlergebnis vom 26. September mit
Wählerbeschimpfung.
Zum Einzug der Bürgerbewegung pro Köln in die Chorweiler
Bezirksvertretung in Fraktionsstärke, die seine eigene Partei dort nicht erreicht hat,
erklärt der scheidende Chorweiler FDP-Bezirksvertreter Josef Sadowski: Jede
Nation hat 10 Prozent Idioten. Wer also nicht so wählt, wie es die FDP gerne
hätte, muß sich als Idiot bezeichnen lassen.
Fritz Schramma hatte die Mitglieder von pro Köln bereits am Wahlabend als
Rattenfänger tituliert. In Schrammas Weltbild sind demnach die Wähler
Ratten, die sich im Wahlkampf einfangen lassen ...
30. September 2004:
pro Köln konstituiert Bezirks-Fraktionen
Am Abend des 29. September haben sich die Fraktionen der Bürgerbewegung pro
Köln in den Vertretungen der Stadtbezirke Chorweiler und Porz konstituiert. Dort
ist pro Köln jeweils mit zwei Mandatsträgern vertreten. In Porz wurde Regina Wilden, in
Chorweiler Dieter Hillgruber ins Amt der bzw. des Fraktionsvorsitzenden gewählt.
28. September 2004:
Schramma will Fraktion pro Köln ausgrenzen
Die Fraktion der Bürgerbewegung pro Köln e.V. im Rat der Stadt Köln soll
weder Büroräume erhalten, noch in den städtischen Ausschüssen mit Stimmrecht vertreten
sein. Das geht aus Kölner Presseveröffentlichungen hervor. Während
beispielsweise im städtischen Haus Neuerburg PDS und Republikaner über eigene
Büroräume verfügen, obwohl sie keinen Fraktionsstatus haben, sondern nur mit
Einzel-Mandatsträgern in den Rat gewählt wurden, soll pro Köln die Fraktionsarbeit aus
Privaträumen heraus betreiben. PDS und Republikaner dagegen bekommen auch komplette
Büroeinrichtungen sowie Telefon- und Faxanschlüsse von der Stadt Köln gestellt - ganz
zu schweigen von den Fraktionen der Altparteien, die großflächig und ausgestattet mit
moderner Technik im Rathaus logieren.
Dazu erklärt die Vorsitzende von pro Köln, Judith Wolter:
CDU und SPD scheuen das Aufkommen einer demokratischen Opposition in der Domstadt
wie der Teufel das Weihwasser. Eher klüngeln sie mit PDS und Republikanern, als daß sie
bereit wären, einer politisch ernstzunehmenden Kraft Chancengleichheit zu gewähren. Bei
Fritz Schramma liegen ganz offensichtlich die Nerven blank.
Am 26. September hat der Wähler pro Köln insgesamt 15 Mandate im Rat und in den
Bezirksvertretungen gegeben. Die Koordination der Arbeit im Rat und in den Stadtbezirken
sowie der sachkundigen Bürger, die wir - mit oder ohne Stimmrecht - in die städtischen
Ausschüsse entsenden werden, erfordert selbstverständlich eigene Fraktionsräume. Die
werden wir jetzt einklagen - und zwar vor der Ratssitzung am 14. Oktober, auf die sich
unsere gewählten Volksvertreter vorbereiten müssen.
Falls man uns in den Ausschüssen diskriminiert, dauern künftig die Ratssitzungen
leider etwas länger. Wir werden dann den kompletten Beratungsbedarf, der normalerweise in
die Ausschüsse ausgelagert wird, in den Rat tragen.
27. September 2004:
pro Köln konstituiert Ratsfraktion
Die vier Ratsmitglieder der Bürgerbewegung pro Köln e.V. haben sich heute als
Fraktion konstituiert.
Ins Amt der Vorsitzenden wurde Judith Wolter gewählt. Ihr
Stellvertreter ist Manfred Rouhs, der auch zum Geschäftsführer der Fraktion bestellt
wurde.
In der ersten Ratssitzung der neuen Sitzungsperiode im Oktober will pro Köln den
Ratsbeschluß für den Bau der Kölner Zentralmoschee aufheben lassen. Dazu erklärt
Judith Wolter: Fritz Schramma hat sich unmittelbar nach der Wahl wortreich von den
Moscheebau-Plänen distanziert. Danach sollte die Fraktion der CDU auch konsequent sein
und unserem Antrag auf Aufhebung des Ratsbeschlusses für den Moschee-Bau zustimmen.
27. September 2004:
pro-Köln-Wahlerfolg war absehbar
Im Zusammenhang mit dem Wahlerfolg der Bürgerbewegung pro Köln e.V. am 26.
September weist deren Vorsitzende Judith Wolter Medienberichte zurück, nach denen der
Einzug von pro Köln in den Rat der Domstadt in Fraktionsstärke überraschend gewesen
sein soll. Wochen vor der Wahl hat das Bonner Meinungsforschungsinstitut
Omniquest eine Umfrage zur Kölner Kommunalwahl durchgeführt, die 11 Prozent für die
Sonstigen auswies, deren Aufschlüsselung aber verweigerte. Omniquest tat
einfach so, als würde es pro Köln nicht geben. Das war glatte Manipulation. Außerdem
haben wir am 1. September rund 28.000 Unterschriften gegen den geplanten Bau zweier
Moscheen in Köln an den Beschwerdeausschuß des Rates geschickt. Im Rathaus wußte man
deshalb genau, daß pro Köln mit erheblichem Zuspruch am Wahltag rechnen konnte.
Zudem weist Wolter Falschmeldungen zurück, nach denen pro Köln Kontakte zur NPD bzw.
zu Neonazis unterhalten soll: Die NPD ist in Konkurrenz zu pro Köln bei der
Kommunalwahl angetreten und kläglich gescheitert. Richtig ist, daß in der Vergangenheit
Demonstrationen unserer Bürgerbewegung von Linksextremisten und von NPD-Anhängern massiv
gestört wurden. Die nordrhein-westfälische NPD wurde jahrelang von V-Leuten des
Verfassungsschutzes geführt. Bei den Störungen unserer Demonstrationen pfiff
die geheimdienstliche Inszenierung aus allen Ritzen. Offensichtlich versuchen die
Geheimdienste, ihre eigenen braunen Machenschaften grundgesetztreuen Oppositionellen
unterzuschieben. Wir wehren uns dagegen mit einer Klage beim Verwaltungsgericht
Düsseldorf.
Die neugewählte pro-Köln-Fraktion trifft sich heute zu ihrer konstituierenden
Sitzung. Dabei soll Judith Wolter in das Amt der Fraktionsvorsitzenden gewählt werden.
26. September 2004:
Wahlkämpfer feiern pro-Köln-Erfolg
Die Wahlkampf-Mannschaft von pro Köln hat am Abend des 26. September ihren
Erfolg gefeiert. Nach zwei Jahren harter Arbeit, abgeschlossen in 10 intensiven
Wahlkampfwochen vom Juli bis zum 25. September, zeigte sich die gesamte Gruppe erschöpft,
aber glücklich: drei Fraktionen - im Rat sowie in den Bezirksvertretungen Chorweiler und
Porz - sowie Mandatsträger in den übrigen sieben Bezirksvertretungen - insgesamt also 15
Mandate - sind das verdiente Resultat des umfassenden kommunalpolitischen Engagements von
pro Köln, das ab jetzt in den Gremien der kommunalen Selbstverwaltung fortgesetzt werden
wird.
 |
Die Mitglieder der künftigen pro-Köln-Fraktion im Stadtrat
stoßen auf das Wahlergebnis an. Von links nach rechts: Manfred Rouhs, Regina Wilden,
Judith Wolter, Bernd M. Schöppe. |
26. September 2004:
pro Köln bei 4,7 Prozent
Die Bürgerbewegung pro Köln e.V. wurde heute mit 4,7 Prozent der Stimmen in
den Stadtrat und in alle neun Kölner Bezirksvertretungen gewählt. Das genaue
Wahlergebnis kann über einen Klick
hier
abgerufen werden. Pro Köln wird eine Fraktion im neuen Rat bilden und damit künftig
gleichberechtigt an den hiesigen kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen teilnehmen
können. Zudem hat pro Köln auch in den Bezirksvertretungen Chorweiler und Porz den
Fraktionsstatus erreicht.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Wählern, die uns unterstützt haben! Einen
besonderen Dank richten wir an jene 570 Menschen aus Köln und dem Umland, die unseren
Wahlkampf mit ihren Spenden möglich gemacht haben, sowie selbstverständlich an jeden,
der uns im großen oder kleinen Umfang im Wahlkampf aktiv geholfen hat. Der Ratseinzug von
pro Köln ist die Frucht der Zusammenarbeit von vielen hundert politisch aktiven Kölnern,
denen die Zukunft der Domstadt das Opfer von Geld und Freizeit wert war. Ihnen gegenüber,
vor allem aber gegenüber den 16.531 Wählern von pro Köln, stehen die Volksvertreter der
Bürgerbewegung nunmehr in der Verantwortung. Wir werden alles menschenmögliche tun, um
dieser Verantwortung gerecht zu werden!
19. September 2004:
Schlußspurt im Wahlkampf
Am Samstag, den 18. September, trafen sich rund 150
Mitglieder und Unterstützer der Bürgerbewegung pro Köln, um den Schlußspurt im
Kommunalwahlkampf in Angriff zu nehmen. Hauptredner der Versammlung war der
Publizist und ehemalige Europa-Abgeordnete Harald Neubauer, der die Notwendigkeit einer
tiefgreifenden politischen Wende in Deutschland herausstellte. Ein zukunftsorientierter,
demokratischer Patriotismus sei die einzig richtige Antwort auf den immer weiter um sich
greifenden Werteverfall, sagte Neubauer. Anschließend rief Manfred Rouhs die anwesenden
Versammlungs-Teilnehmer dazu auf, in der letzten Woche vor dem Wahlsonntag noch einmal im
großen Umfang Informationsschriften der Bürgerbewegung pro Köln an den Mann und an die
Frau zu bringen.
Am Ende der Veranstaltung, die im Kölner Norden stattfand, wurde
eine sechsstellige Zahl von pro-Köln-Flugblättern an die Anwesenden ausgegeben. Bis zum
25. September werden jetzt jeden Tag mehr als 20.000 Kölner Haushalte mit diesen
Informations-Schriften versorgt. Rouhs hob in seiner Rede hervor: Wir haben
bei vielen Informationsständen massiven Zuspruch bekommen. Der Einzug der Bürgerbewegung
pro Köln in den Rat in Fraktionsstärke ist zum Greifen nahe. Jetzt geht es darum, noch
einmal alle Kräfte anzuspannen und unsere Inhalte an eine möglichst große Zahl von
Haushalten zu tragen. Es gilt vor allem, den Nichtwählern klarzumachen, daß
Stimmenthaltung nur den Rathaus-Parteien nützt und nichts verändert. Wer den alten
politischen Kräften Dampf machen will, hat am 26. September die Möglichkeit, mit pro
Köln eine seriöse Alternative zu den Klüngel-Parteien ins Rathaus zu schicken!
Harald Neubauer zog das Publikum in seinen Bann.
Ihm gelang es, die rund 150 Köpfe zählende Wahlkampf-Mannschaft von pro Köln zu einer
letzten massiven Kraftanstrengung zu motivieren. |
 |
16. September 2004:
Infostand in Chorweiler
Pro Köln hat heute im multi-kulturellen Zentrum Chorweiler
einen überaus erfolgreichen Infostand durchgeführt.
Dabei bekundeten auffallend
viele Bürger, am 26. September pro Köln zu wählen bzw. bereits per Briefwahl ihr Kreuz
bei pro Köln gemacht zu haben. Die ebenfalls vor Ort im Wahlkampf stehenden Vertreter der
Rathaus-Parteien mußten sich von manchen Bürgern scharfe Kritik gefallen lassen. Vor
allem die Moscheebau-Pläne von CDU, SPD, FDP und Grünen stoßen offensichtlich bei der
Mehrheit der in Chorweiler lebenden Deutschen auf lebhaften Widerspruch.
 |
Wahlkampf im Auge des multi-kulturellen Taifuns am Liverpooler
Platz in Chorweiler. Für viele Deutsche in diesem Stadtteil ist pro Köln zur letzten
Hoffnung im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit und Überfremdung geworden. |
12. September 2004:
Nein zur Bebauung der Rennbahn
Der Niehler Bürger- und Heimatverein hat heute einen
politischen Frühschoppen durchgeführt. Dazu wurden Vertreter der
Rathaus-Parteien und der Bürgerbewegung pro Köln eingeladen. Themen waren u.a. die
geplante Bebauung der Rennbahn in Weidenpesch und der Fluglärm in Köln sowie
Straßenreinigung und Luftverschmutzung im Kölner Norden. Dabei beklagte Engelbert Weber,
der Vorsitzende des Vereins, daß zahlreiche detaillierte Eingaben, die er gemacht hat,
bei der Stadt unbeantwortet geblieben seien und die städtischen Verantwortlichen das
Engagement der Bürger offensichtlich ignorieren würden.
Für pro Köln forderte Regina Wilden ein generelles
Nachtflug-Verbot über der Stadt, wie es andernorts in Deutschland längst etabliert ist.
Manfred Rouhs sprach sich für die Rettung des Rennbahnvereins durch die Stadt Köln aus,
da dessen Grundstück in Weidenpesch im Falle einer Insolvenz an das Land
Nordrhein-Westfalen fallen würde, von dem nach Rouhs' Einschätzung für den Erhalt von
Grünflächen in Köln wenig Gutes zu erwartet ist. Rouhs lehnte indessen die Freigabe
eines Teils des Rennbahn-Geländes zur Bebauung kategorisch ab, wie sie der Rennbahnverein
zur Sanierung seiner maroden Finanzen fordert. Dann wollen sie in drei Jahren
das nächste Stück grün zubetonieren, wenn wieder Geld fehlt, sagte Rouhs.
Stattdessen solle die Stadt Köln dem Rennbahnverein eine professionelle
Unternehmensberatung zur Seite stellen und im Rahmen einer Kampagne für den Erhalt der
Rennbahn private Investoren dazu auffordern, die bestehende Finanzlücke zu schließen.
Rouhs: Pferderennen liegen vielen gut betuchten Bürgern so sehr am Herzen, daß sie
sicher auch bereit sind, für den Erhalt der traditionsreichen Kölner Rennbahn ein gutes
Werk zu tun, soweit das öffentlich gewürdigt wird.
9. September 2004:
Pro Köln Nr. 8 erschienen
Die Nr. 8 unserer Zeitung Pro Köln ist in diesen
Tagen wieder an rund 13.000 Kölner Haushalte verschickt worden.
Dabei steht
inhaltlich die Kommunalwahl im Vordergrund: Jede Stimme für pro Köln zählt! Alle
Anhänger und Mitglieder der Bürgerbewegung werden noch einmal aufgerufen, für unsere
Sache die Werbetrommel zu rühren. Die Zeitung ist online als JPG abrufbar:
Seite 1 -
Seite 2 -
Seite 3
- Seite 4
8. September 2004:
Manipulierte Meinungsumfrage
Das
Bonner Institut Omniquest führt derzeit in
Köln eine Meinungsumfrage zur Kommunalwahl durch, die offensichtlich manipulativ angelegt
ist. Gefragt wird, ob der Bürger bei der Kommunalwahl CDU, SPD, Grüne, FDP oder PDS
wählen will. Andere Wahlplattformen werden gar nicht erst zur Auswahl gestellt. Bei einem
Befragten, der antwortete: Ich werde pro Köln wählen, wurde die Nachfrage
gestellt, ob er nicht lieber einer anderen Formation seine Stimme geben wolle. Er mußte
dem Interviewer insgesamt zwei Mal ausdrücklich widersprechen, bevor seine Stimme den
Sonstigen zugeschlagen wurde. Pro Köln gibt es in der schönen neuen
Welt von Omniquest nicht ...
Die neue Omniquest-Umfrage ist bislang nicht veröffentlicht worden.
Zuletzt war das Institut für die DuMont-Presse (Express,
Stadt-Anzeiger, Rundschau, etc.) tätig.
Nachtrag vom 11. September 2004:
Die Umfrage wurde
heute tatsächlich in den DuMont-Zeitungen veröffentlicht. Sie weist - trotz der
manipulatorischen Fragestellung - für die Sonstigen 11 Prozent aus. Davon
dürfte wohl das Gros auf pro Köln entfallen.
6. September 2004:
28.000 Unterschriften gegen die Groß-Moscheen
Pro Köln hat dem Beschwerdeausschuß des Rates der Stadt Köln 28.000
Unterschriften gegen den geplanten Bau zweier repräsentativer Moscheen in der Dom-Stadt
vorgelegt. Nach dem Versuch, ein Volksbegehren gegen die überdimensionierte
Müllverbrennungs-Anlage im Kölner Norden auf den Weg zu bringen, handelt es sich dabei
um die zweitgrößte Petition in der Kölner Stadtgeschichte.
Mit Flugblättern und einer Postwurfsendung an Haushalte mit Tagespost informiert pro
Köln in diesen Tagen die Öffentlichkeit über den außerordentlichen Erfolg der
Unterschriften-Sammlung. So werden mehr als 90 Prozent der Kölner Haushalte mit
Direkt-Werbemitteln von pro Köln erreicht. Die 28.000 Petenten erhalten zudem alle drei
Monate die Zeitung Pro Köln, die über Aktivitäten und politische Inhalte
der Bürgerbewegung berichtet. Das ist für uns ein wichtiges Potential bei der
Kommunalwahl, sagt Spitzenkandidatin Judith Wolter. Rund 16.000 Wählerstimmen
reichen voraussichtlich für die Bildung einer Fraktion im neuen Rat aus.
Postwurfsendung
Flugblatt zum Thema Moschee-Bau
Acrobat Reader erforderlich
2. September 2004:
Manfred Rouhs sprach bei ver.di
Das pro-Köln-Vorstandsmitglied Manfred Rouhs sprach heute
bei der Gewerkschaft ver.di über die politischen Ziele der Bürgerbewegung pro Köln.
Eingeladen
hatte die ehemalige Rentnergemeinschaft DAG, die im Vorfeld der Kommunalwahl verschiedenen
Wahlbewerbern Gelegenheit gegeben hat, ihre Inhalte vorzustellen. Rouhs bekam viel
Zuspruch für seine Ausführungen über Kriminalität, Klüngel und Korruption in Köln
sowie gegen den geplanten Bau zweier Groß-Moscheen in der Domstadt.
Auch die pro-Köln-Ratskandidatin Regina Wilden nahm an der
Versammlung teil. Sie hob hervor, daß sich pro Köln im Stadtrat für ein härteres
Vorgehen gegen die ausufernde Kriminalität einsetzen will. Rouhs bezog im Rahmen der
anschließenden Diskussion, die etliche der rund 60 Versammlungsteilnehmer für Nachfragen
nutzten, gegen den um sich greifenden Werteverfall Stellung, der, wie ein ver.di-Mitglied
schilderte, beispielsweise dazu geführt hat, daß kaum noch jemand eingreift, wenn
Bürger in aller Öffentlichkeit Opfer einer Straftat werden.
Manfred Rouhs spricht zu pensionierten
ver.di-Mitgliedern: Polit-Filz, innere Unsicherheit und die geplanten Moschee-Bauten waren
Themen, die den Zuhörern auf den Nägeln brannten. |
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28. August 2004:
Bürgerversammlung in Porz
Pro Köln hat in Porz den Bürgern im Veedel Alternativen zur Politik der
Rathaus-Parteien vorgestellt. Mehr als 50 politisch Interessierte waren der
Einladung gefolgt. Nach einem ausführlichen Vortrag von Rechtsanwalt Markus Beisicht
ergriffen Anhänger von SPD und CDU das Wort, so daß eine kontroverse Debatte entstand.
Die Mehrheit der Anwesenden bekundete allerdings klipp und klar, am 26. September nicht
eine der Rathausparteien wählen zu wollen, sondern pro Köln: Damit endlich mal
einer den Politikern auf ihre gierigen Finger guckt, wie es eine Porzerin
formulierte.
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Bürgerversammlung in Porz. Vorne von links nach rechts: Judith
Wolter, Markus Beisicht und Manfred Rouhs, der gerade einem Anhänger der Altparteien
contra gibt. |
26. August 2004:
Kriminalität in Köln
Sie wollen schneller als andere über die Kriminalitäts-Entwicklung in Köln
informiert werden? Dann nutzen Sie doch einfach direkt dieselbe Quelle, aus der
auch die Kölner Medien ihre Informationen beziehen: den Pressebericht der Kölner
Polizei, abrufbar über einen Klick hier. Oft birgt ein Vergleich der
Original-Meldungen mit der gefilterten Information in der Zeitung Überraschungen, weil
manche Medien dazu neigen, unerwünschte Tatsachen unter den Tisch fallen zu lassen!
18. August 2004:
pro-Köln-Wahlvorschläge angenommen
Der Wahlausschuß der Stadt Köln hat heute die Wahlvorschläge der
Bürgerbewegung pro Köln e.V. für die Kommunalwahl am 26. September angenommen.
Pro
Köln steht flächendeckend in allen Wahlbezirken der Domstadt auf dem Stimmzettel und ist
zudem auch bei der Wahl der neun Kölner Bezirksvertretungen überall wählbar. Die
Kölner Bürger haben damit endlich die Möglichkeit, den Ratsparteien ein demokratisches
Korrektiv zur Seite zur stellen.
14. August 2004:
Fragen und Antworten zur Kommunalpolitik
Der Kölner Gregor Gerlach befaßt sich unter der Adresse www.ich-habe-die-nase-voll.de
u.a. mit der Kölner Kommunalpolitik. Er hat den Parteien und unserer
Bürgerbewegung Ende Juli zehn Fragen gestellt, die bis Mitte August nur von pro Köln
beantwortet wurden. Zu Ihrer Information dokumentieren wir die Fragen und unsere Antworten
hier.
10. August 2004:
Schlägerei in Chorweiler
Ein multi-kultureller Konflikt in Chorweiler ist am vergangenen Wochenende
blutig eskaliert. Eine Gruppe von etwa 30 jungen Rußland-Deutschen lieferte sich
eine Straßenschlacht mit in Chorweiler lebenden Türken. Dabei ging das Inventar eines
türkischen Cafés zu Bruch, und ein Türke wurde schwer verletzt. Mehr als 100 Polizisten
aus dem Kölner Norden und dem Umland gelang es nur mit Mühe, die Streitparteien zu
trennen und eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern. Dabei wurden zwei weibliche
Polizisten leicht verletzt.
Kommentar von pro Köln: Multi-Kulti funktioniert nicht. Statt ständig neue Opfer in
Kauf zu nehmen, sollten die politisch Verantwortlichen endlich eingestehen, daß ihre
abstrakte Vision vom konfliktfreien Zusammenleben von Menschen
unterschiedlichster Herkunft auf engem Raum im wirklichen Leben gescheitert ist.
Chorweiler ist dafür ein dramatisches Beispiel.
8. August 2004:
Vorbereitung auf die Plakatwerbung
Seit Anfang August bereiten pro-Köln-Mitglieder die Plakatständer der
Bürgerbewegung vor, die in der heißen Phase des Wahlkampfes im gesamten Stadtgebiet
aufgestellt werden. Bislang wurden nur einige wenige, unten
zu sehende Plakatständer bei den Infoständen eingesetzt. Ab September aber wird pro
Köln mit diesem Werbemittel im gesamten Stadtgebiet vertreten sein. Die drei
Plakat-Motive können hier als PDF-Datei heruntergeladen
werden.

Ratskandidaten bei der Arbeit: Bernd Schöppe, Wolfgang Speck
und Dieter Stermann (von links nach rechts) kleistern besser als jeder Tapezierer. |

Plakatwald im Gartenhaus: Wenn viele hundert Plakate
gleichzeitig trocknen sollen, muß jeder Meter Platz ausgenutzt werden. |
6. August 2004:
Razzia bei Kaplan-Anhängern
Staatsanwaltschaft und Polizei haben bundesweit 31 Räumlichkeiten des
Kalifatsstaats durchsucht. Die islamistische Organisation um den
Kölner Moslemführer Metin Kaplan ist verboten, hat aber offenbar Teile ihre Struktur im
Untergrund erhalten. Die Ermittlungen richteten sich gegen bestimmtte Anhänger des
Kalifatsstaat, heißt es von der Münchner Staatsanwaltschaft und der
Augsburger Polizei. Sie sind die federführenden Behörden, da die meisten Durchsuchungen
in ihrem Zuständigkeits-Bereich stattfanden.
31. Juli 2004:
Infostände in Lindenthal und Klettenberg
Auch in Lindenthal und Klettenberg läuft mittlerweile der pro-Köln-Wahlkampf
auf Hochtouren. Nicht nur an die Haushalte, auch auf der Straße verteilen
pro-Köln-Wahlkämpfer viele tausend Info-Faltblätter, die die Inhalte der
Bürgerbewegung den Lindenthalern und Klettenbergern nahebringen. Wie überall im
Stadtgebiet ist das Interesse groß - endlich bekommen die Menschen eine Antwort auf die
Frage: Wen kann man überhaupt noch wählen?

Infostand auf der Dürener Straße Ecke Gürtel ... |

... und auf dem Klettenberggürtel an der Siebengebirgsallee. |
25. Juli 2004:
Wohnberechtigung für Flüchtlinge
Der Kölner Stadtrat hat am 20. Juli in seiner letzten Sitzung vor der
Kommunalwahl eine wesentliche Verbesserung des rechtlichen Status von in Köln lebenden
Flüchtlingen beschlossen. Wer sich seit mindestens 36 Monaten in
Köln aufhält, erhält demnach auf Wunsch einen Wohnberechtigungsschein. Er soll
möglichst in der Nähe seines bisherigen Aufenthaltsbereiches innerhalb des Kölner
Stadtgebietes eine Sozialwohnung beziehen können.
Die Regelung hört sich human an. Wer will nicht gerne armen, politisch verfolgten
Menschen helfen? Indessen zeigt die sehr niedrige Anerkennungs-Quote bei den Asylverfahren
vor den Verwaltungsgerichten, daß die meisten Asylbewerber nicht vor politischer
Verfolgung, sondern vor der Armut in ihren Heimatländern fliehen. Sie kommen mehrheitlich
nach Deutschland, um ihre materielle Lebenssituation zu verbessern. Und leider gibt es
unter den Wirtschaftsflüchtlingen eine Minderheit, die es dabei mit Recht und Gesetz
nicht so genau nimmt. Insbesondere die einschlägigen Unterkünfte in den Stadteilen Poll,
Merkenich und Nippes haben sich zu Kriminalitäts-Schwerpunkten entwickelt. Mancherorts in
Köln ist die Zahl der Wohnungseinbrüche und der Diebstahls- bzw. Raubdelikte auf offener
Straße bis ins Unerträgliche angestiegen. Für die betroffenen Anwohner der bislang
euphemistisch als Übergangsheime deklarierten städtischen Einrichtungen ist
es keine schöne Aussicht, neben einer kleinen Minderheit von tatsächlich politisch
verfolgten Menschen, gegen die niemand etwas hat, auch die einschlägigen Problempersonen
künftig in Sozialwohnung als Dauergäste untergebracht zu wissen.
Die Kölner Stadtspitze hat Mitte Mai, also vor gerade mal acht Wochen, im Rahmen einer
Bürgeranhörung in der Grundschule Poll Stein und Bein geschworen, daß die
Flüchtlinge niemals einen Wohnberechtigungsschein bekommen würden, der ihnen
den Bezug von Sozialwohnungen möglich macht, wie sie beispielsweise in der Salmstraße
anstelle des Übergangsheims entstehen sollen. Die Kommunalpolitiker und die
von ihnen vorgeschobenen Mitarbeiter der Verwaltung lügen offensichtlich den Bürgern
mitten ins Gesicht, ohne rot zu werden. Sie haben mit dem Ratsbeschluß vom 20. Juli den
letzten Rest an Glaubwürdigkeit verloren.
Diese Politiker sind unwählbar geworden. Wer eine wirkliche Wende in der Kölner
Flüchtlingspolitik will, muß am 26. September pro Köln wählen. Pro Köln
fordert die konsequente Anwendung von Recht und Gesetz: Wer nicht als politisch Verfolgter
anerkannt wird - und das sind weit mehr als 90 Prozent der Flüchtlinge -,
muß unverzüglich in sein Herkunftsland abgeschoben werden! Und: Wer klaut, muß raus -
aber schnell!
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17. Juli 2004:
Festnahme nach Razzia
Nach der Razzia bei der Islamischen Kulturgemeinde Köln
e.V. in der Breuerstraße 41 in Kalk wurde ein Islamist festgenommen.
Der
Polizei liegen indessen keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge der Kalker
Moslems vor, die ähnlichen Auslegungen des Islam anhängen wie Mohamet Atta, der als
Anführer der Attentäter vom 11. September 2001 gilt und in Hamburg Elektrotechnik
studiert hatte.
Bei der erstürmten Einrichtung handelt es sich um eine der
insgesamt mehr als 50 Kölner Hinterhof-Moscheen, ansässig in einem harmlos
wirkenden Wohnhaus, wie das Foto rechts zeigt. |

Die von der Polizei ins Visier genommene Moschee in der Breuerstraße
41 in Kalk sieht unscheinbar aus. Sie ist in einem Mehrfamilien-Haus untergebracht. |
15. Juli 2004:
Razzia bei Islamisten
Die Polizei hat die Vereinsräumlichkeiten der Islamischen
Kulturgemeinde Köln e.V. in der Breuerstraße 41 in Kalk sowie die Wohnung eines
Vereinsmitgliedes in der Kalker Steinmetzstraße 75 durchsucht.
Laut Polizeibericht
besteht der Verdacht, daß die Betroffenen im Rahmen eines geheimen Netzwerkes arabischer
Mudjahedin strafbare Handlungen vorbereitet haben. Im Gebäude Breuerstraße 41 befindet
sich auch die vereinseigene Al-Tauhid-Moschee.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf eine Gruppe von insgesamt 10
Männern und einer Frau im Alter von 22 bis 35 Jahren. Der Wohnungsinhaber ist Mitglied im
Vorstand der Islamischen Kulturgemeinde Köln e.V.. Dieser Moscheeverein
vertritt in seiner Grundausrichtung einen streng sunnitischen Islam arabischer Prägung.
Dabei handelt es sich nach polizeilicher Einschätzung um eine rigorose islamische
Strömung innerhalb des sogenannten Salafismus/Wahibismus, der beispielsweise in
Saudi-Arabien weit verbreitet ist.
10. Juli 2004:
Infostand in Rodenkirchen
Auch im Kölner Süden zeigen die pro-Köln-Wahlkämpfer Gesicht.
Ein
Informationsstand am Maternusplatz traf auf das rege Interesse der Rodenkirchener. Dabei
polarisierten die Plakate der Bürgerbewegung stark: die Reaktionen reichten von
begeisterter Zustimmung bei den meisten bis hin zu schroffer Ablehnung bei einigen
wenigen. Etliche Interessenten füllten an Ort und Stelle den Rücklauf-Zettel der
pro-Köln-Faltblätter aus und werden künftig die Informations-Sendungen von pro Köln
erhalten.

Bernd M. Schöppe (links), Spitzenkandidat für die
Bezirksvertretung Rodenkirchen, im Gespräch mit Bürgern. |

Die pro-Köln-Plakate machten am Maternusplatz Eindruck. |
| 3. Juli 2004:
Eberhard Völsen ist tot
Das pro-Köln-Vorstandsmitglied Eberhard Völsen (Foto) ist am 25. Juni 2004 im 66.
Lebensjahr verstorben. Der pensionierte Polizeibeamte war in Ehrenfeld nach
jahrzehntelangem Dienst fest verwurzelt. Für pro Köln war Eberhard Völsen stets eine
zuverlässige und wertvolle Quelle von Informationen über die in seinem Wirkungskreis
zahlreich vorhandenen Gefahren im Bereich des Islamismus und des Linksextremismus. Wir
werden seine Sache weiter tragen! |
 |
2. Juli 2004:
Infostand auf der Breitestraße
Kurz vor Beginn des Christopher Street Day hat pro Köln mit einem Infostand
auf der Breitestraße Flagge gezeigt. Es galt, die Zeit vor dem totalen
schwul-lesbischen Verkehrsstau noch einmal auszunutzen: im Bereich Ehrenstraße und
Breitestraße wurden gut 1.000 Programme 6
Punkte pro Köln an den Mann und an die Frau gebracht. Nicht nur, aber auch die
pro-Köln-Kugelschreiber fanden reißenden Absatz.
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Pro Köln war im Herzen der Domstadt nicht zu übersehen. In
vielen Gesprächen erfuhr die Infostand-Besatzung traurige Einzelheiten über die ständig
sinkende Lebensqualität in der Innenstadt: Belästigungen, Einbrüche, Diebstähle, Staus
und Lärmbelästigung sind an der Tagesordnung. |
30. Juni 2004:
Norbert Burger zahlt Geldbuße
Der frühere Oberbürgermeister Norbert Burger (SPD) hat eine Geldbuße zahlen
müssen, damit ein gegen ihn gerichtetes Strafverfahren wegen des Verdachts der
Steuerhinterziehung eingestellt wird. Dabei ging es um Wertpapiere, die Burger in
Luxemburg unter Umgehung der deutschen Quellensteuer zu Geld gemacht haben soll. Zudem ist
gegen Burger noch ein Verfahren im Zusammenhang mit dem SPD-Parteispenden-Skandal
anhängig. Diesbezüglich weigert sich der Kölner Ehrenbürger, der
Verfahrens-Einstellung gegen Zahlung einer Geldbuße zuzustimmen.
Pro Köln hatte bereits im Jahr 2002 gefordert, dem SPD-Politiker die Kölner
Ehrenbürgerschaft abzuerkennen, siehe hier. Jetzt will
die Bürgerbewegung ihren seinerzeit auf unbestimmte Zeit vertagten Bürgerantrag erneut
im Beschwerdeausschuß behandelt sehen.
Auch gegen die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Abspaltung Kölner Bürger
Bündnis, Anita Cromme, wird strafrechtlich ermittelt. Sie soll noch zu ihrer Zeit
bei der SPD eine fingierte Parteispenden-Quittung über 2.000 Mark angenommen haben. Dem
Vorstand des Kölner Bürger Bündnis gehört auch der frühere Kölner
Schuldezernent Andreas Henseler an, der bis zu seinem Parteiaustritt dem linken
SPD-Flügel zugerechnet wurde.
Skandalös: Die Staatsanwaltschaft will vor der Komunalwahl am 26. September in
keinem der anhängigen Verfahren über die Erhebung der Anklage entscheiden. Die
Altparteien sollen im Wahlkampf geschont werden. Derzeit laufen u.a. noch Ermittlungen
gegen die CDU-Polit-Größen Johannes-Werner Hamm, Heinz Ludwig Schmitz, Lothar Theodor
Lemper, Horst Krämer, Richard Blömer und Prof. Dr. Rolf Bietmann sowie gegen die
SPD-Vertreter Axel Kaske, Donata Reineke und Anke Brunn.
23. Juni 2004:
Beschwerdeausschuß bügelt Merkenicher Bürgerantrag ab
Der Beschwerdeausschuß des Rates der Stadt Köln hat am 21. Juni einen
Bürgerantrag aus Merkenich für die Reduzierung der Belegung des dortigen städtischen
Asylbewerber-Heims drittklassig beerdigt. Die Sache soll in der Bezirksvertretung
Chorweiler weiter beraten werden, beschloß eine unheilige Allianz aus CDU, Grünen, SPD,
FDP und PDS. Ändern soll sich nichts. Die 80,8 Prozent ganz normalen einheimischen
Bürger, die noch in Merkenich wohnen, haben offensichtlich im Kölner Stadtrat keine
Interessenvertretung mehr.
Immerhin mußte die Stadtverwaltung eingestehen, daß bestimmte Bewohner der
umstrittenen Einrichtung immer wieder Polizeieinsätze nötig gemacht haben und daß die
Situation in Merkenich problematisch geworden ist.
Pro Köln fordert die Schließung des Merkenicher Asylbewerber-Heims. Der Plan der
Rats-Parteien, immer mehr Menschen aus aller Herren Länder in Köln aufzunehmen, bringt
inakzeptable Belastungen für die ohnehin stark gebeutelte Stadtkasse mit sich und hat in
verschiedenen Stadtteilen zu einem unerträglichen Anstieg der Kriminalität geführt,
insbesondere durch zahlreiche Eigentums-Delikte. So kann es nicht weitergehen!
21. Juni 2004:
Eklat im Beschwerdeausschuß
Der Antrag der Bürgerbewegung pro Köln gegen das Roma-Zentrum am Venloer Wall
wurde am 21. Juni im Beschwerdeausschuß abgelehnt. Dabei ging es hoch her. Nachdem
Manfred Rouhs begründet hatte, warum die Einrichtung nutzlos, zu teuer - die Kosten
betragen mehr als 300.000 Euro jährlich - und für die Kölner unzumutbar ist, spendete
das Gros der etwa 50 anwesenden Kölner Bürger lauten Beifall. Das mißfiel der
Vorsitzenden des Beschwerdeausschusses, die das Publikum rüffelte. Ein Vertreter der
Verwaltung versuchte, das Projekt schön zu reden. Rouhs fragte, warum städtische Mittel
im Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung stets nur für das Spektrum der Täter
bereitgestellt würden, nicht aber für die Opfer, und er forderte: Schaffen Sie
lieber Kindergarten-Plätze, oder spenden Sie das Geld dem Weißen Ring,
was mit anhaltendem Beifall des Publikums quittiert wurde.
Dann zog ein halbes Dutzend Personen aus der linken Szene ein Transparent gegen
Rassismus auf und brüllte Parolen, so daß die Sitzung unterbrochen werden
mußte. Sie wurde unter Ausschluß der Öffentlichkeit fortgesetzt. Der Bürgerprotest
konnte sich nur vo |