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25. September 2008:
Skandal in
Köln
– Nach dem Verbot des
Anti-Islamisierungskongresses wendet sich der Bundestagsabgeordnete Henry
Nitzsche an die Bundesregierung –
Nach den skandalösen Vorfällen in Köln während des
„Anti-Islamisierungskongresses“ am vergangenen Wochenende hat sich der
sächsische Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche mit mehreren
Anfragen
an die Bundesregierung gewandt. Nitzsche möchte unter anderem wissen,
ob die Bundesregierung Politiker der FPÖ, der italienischen
Regierungspartei Lega Nord und des Vlaams Belang grundsätzlich für
„unerwünschte Personen“ in Deutschland hält und inwieweit sich die
Beleidigungen dieser Politiker durch den Kölner Oberbürgermeister sowie
die schlechte Behandlung durch die Polizei, negativ auf die Beziehungen zu
den EU-Mitgliedsstaaten Österreich, Italien und Belgien auswirken können.
„Wenn der Kölner Oberbürgermeister Schramma demokratisch gewählte
Mandatsträger unserer Nachbarländer und Bündnispartner mit Fäkalien
gleichsetzt, der Ehrenfelder Bezirksbürgermeister Wirges diesen öffentlich
den Tod wünscht und die politisch agierende Kölner Polizeispitze die
ausländischen Politiker demonstrativ verhöhnt, dann ist das keine Lappalie
sondern handfester Skandal“, sagte Nitzsche.
Auch die Ausschreitungen linksextremer Gewalttäter, die zu einem
polizeilichen Verbot des „Anti-Islamisierungskongresses“ führten, sind
Teil der Anfragen Nitzsches an die Bundesregierung
„In was für einem Rechtsstaat leben wir eigentlich, wenn Gewalt linker
Chaoten ausreicht, um Grundrechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit
außer Kraft zu setzten? Die Polizei kann nicht sagen, daß sie nicht
vorgewarnt war. Die Randale war seit Wochen angekündigt. Die
Bundesregierung hatte mir bereits Anfang September in einer Antwort
bestätigt, daß zahlreiche Linksextremisten gegen den
Anti-Islamisierungskongreß mobilisierten. Mir jedenfalls drängt sich mehr
und mehr der Eindruck auf, daß die Ausschreitungen für die Kölner
Polizeiführung ein willkommener Anlaß waren, um eine ihr mißliebige
Veranstaltung zu unterbinden. Mein Mitleid gilt hierbei den zahlreichen
einfachen Polizisten, die für solch eine Strategie ihren Kopf hinhalten
mußten“, so der Bundestagsabgeordnete abschließend.
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