Aktuelle Stunde zum Kölner Polizeiskandal
In Köln gab es gestern in der Ratssitzung
eine Aktuelle Stunde zu den skandalösen und demokratiefeindlichen Vorgängen am
Wochenende, als gewalttätige Linksextremisten unter dem Beifall der örtlichen
Presse und Lokalpolitiker sowie unter weitgehender Duldung der Polizeiführung
die Durchführung des Anti-Islamisierungskongresses massiv behinderten. Die
Kölner Altparteien und OB Schramma zeigten sich freilich auch gestern wenig
einsichtsfähig und lobten gar den "umsichtigen Polizeieinsatz" und die
"Zivilcourage" der Gegendemonstranten. Im Gegensatz dazu geißelte für die
Bürgerbewegung pro Köln die Fraktionsvorsitzende Judith Wolter das schändliche
Verhalten der politischen Klasse sowie das völlige Versagen der Kölner
Polizeiführung. Hier nun die Rede der 30jährigen Rechtsanwältin Wolter im
Wortlaut:

Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,
was sich am
vergangenen Wochenende im Zusammenhang mit dem Anti-Islamisierungskongress in
Köln abgespielt hat, ist eine „Blamage des Rechtsstaats“. So formuliert es
zutreffenderweise der renommierte Bonner Staatsrechtler Josef Isensee.
Dass Sie, Herr
Schramma, in diesem Zusammenhang von einem „Sieg der Demokratie“ oder von
„Zivilcourage“ sprechen, offenbart wieder einmal Ihr mangelndes
Demokratieverständnis und fehlendes Wissen über unsere Verfassung. Ein
wesentliches Element unserer pluralistischen Demokratie ist die
Meinungsvielfalt, die insbesondere die Versammlungsfreiheit für politisch
Andersdenkende voraussetzt. Nichts anderes besagt Art. 8 unseres Grundgesetzes.
Wer also die
Minderheitenrechte, z.B. der Bürgerbewegung pro Köln beschneidet, greift den
demokratischen Rechtsstaat an und stellt sich außerhalb der Verfassung.
Ihre Fäkaliensprache
möchte ich nicht kommentieren. Sie zeigt lediglich Ihre fehlende Kinderstube.
Als Lateinlehrer sollten Sie aber zumindest die Bedeutung des Begriffes
Zivilcourage kennen. Zivilcourage bezeichnet mutiges Vorgehen von Bürgern gegen
den Staat oder die herrschende Meinung. Keinesfalls kann man von Zivilcourage
sprechen wenn sich Stadtspitze, Polizeiführung und Monopolpresse gemeinsam mit
linken Gewalttätern gegen eine relativ kleine politische Gruppierung stellen und
diese an der Ausübung ihrer Grundrechte hindern.
Nichts anderes ist
hier in Köln geschehen. Sie können nicht einerseits das Verbot des
Anti-Islamisierungskongresses bejubeln und andererseits die gewalttätigen
Auseinandersetzungen Autonomer bedauern. Denn ausschließlich letztere haben das
Verbot bewirkt. Nur die Kriminellen, die neben Schlägereien mit der Polizei
Signalanlagen der Bahn zerstört und hierdurch die Allgemeinheit in Gefahr
gebracht, Krawalle veranstaltet, indem sie z.B. Müllcontainer in Brand setzten,
haben dafür gesorgt, dass der Anti-Islamisierungskongress nicht stattfinden
konnte. Ihr Unterhaltungsprogramm auf dem Roncalliplatz hat hierzu nichts
beigetragen. Aber auch gar nichts. Durch Ihre Freude über das Verbot drücken Sie
daher nichts anderes aus als Ihre Zustimmung zur Gewalt.
Sie feiern die
Kapitulation des Rechtsstaates vor der Gewalt! Nichts anderes hat die Kölner
Polizeiführung am Wochenende getan: Sie hat vor der Gewalt linksextremer
Krimineller kapituliert.
Was wollen Sie tun,
wenn die linke SA demnächst beschließt, dass eine CDU-Veranstaltung nicht
stattfinden darf?
Jubeln Sie dann immer
noch über den Sieg der Demokratie und Toleranz, wenn Ihre eigene Versammlung
gewaltsam verhindert wird?
Dass das Verbot des
Kongresses, der laut einer Umfrage von etwa der Hälfte der Befragten für gut
befunden wurde, eindeutig rechtswidrig war, wird sich früher oder später vor dem
Verwaltungsgericht herausstellen.
Dass wir unsere
Kundgebung gegen die Islamisierung Europas und die Kölner Großmoschee
wiederholen werden, versteht sich von selbst!
Die verdiente
Quittung für den Machmissbrauch werden Sie zudem am 07. Juni 2009 erhalten!
(Es gilt das gesprochene Wort)