Erneut machen
rumänische und bulgarische Diebesbanden die Kölner Innenstadt unsicher.
Nach Polizeiangaben haben sie aber gegenüber den früheren
Klaukid-Banden ihre Strategie erheblich verändert. Die Täter sind meist
zwischen 20 und 25 Jahre alt und elegant gekleidet. Sie schleichen sich an
ihre Opfer, zu denen oft auch Touristen gehören, auf der Domplatte sowie
in den Geschäften im Innenstadtbereich heran. Ihre Operationsbasis sind
feine Hotels, in denen sie sich mit – oft gestohlenen – Kreditkarten
einmieten.
Nur ein hoher Verfolgungsdruck
und harte Strafen sind geeignet, diese Täter aus unserer Stadt zu vertreiben.
Das wird sogar in einem heute im „Stadt-Anzeiger“ veröffentlichten Artikel
bestätigt (siehe
hier), in dem es heißt:
„Vor vier Jahren haben die
Taschendiebe der Kölner Polizei noch mächtig die Kriminalitätsstatistik
verhagelt. Damals wurden 12.000 Diebstähle angezeigt - Köln galt im bundesweiten
Vergleich als Hochburg der Taschendiebe. Eine Vielzahl der Straftaten wurde von
den sogenannten Klau-Kids verübt, die noch nicht strafmündig waren und von
Familienclans als Diebe mißbraucht wurden. Die Polizei zeigte deswegen an den
großen Plätzen und Einkaufsstraßen in der Innenstadt erhebliche Präsenz. Die
Zahl der Diebstähle verringerte sich spürbar. Als dann auch noch zwei 15 und 16
Jahre alte Taschendiebe zu Gefängnisstrafen von mehr als zwei Jahren verurteilt
wurden, gingen die Fallzahlen weiter zurück. ‚Andere Täter hatten anschließend
Angst, in Köln zu klauen und sind sehr vorsichtig geworden’, erinnert sich
Günther Körner. Im vergangenen Jahr hat die Kölner Polizei rund 8.000
Taschendiebstähle verzeichnet.“
Auch für den „Stadt-Anzeiger“
ist klar, welches Rezept in solchen Fällen hilft:
„Ein wenig sehnt sich Günther
Körner nach ‚Münchner Verhältnissen’. Während der Fußball-Weltmeisterschaft
seien dort Täter, die fünfmal bei einem Diebstahlsversuch beobachtet worden
sind, zu knapp drei Jahren Haftstrafe verurteilt worden. Die Fallzahlen sind
anschließend rapide gesunken.“
Die Fraktion pro Köln beantragt
deshalb in der Sitzung des Rates am 29. Mai 2008, die Verwaltung möge im Rahmen
der Ordnungspartnerschaft mit der Polizei sicherstellen, daß auf die seit kurzem
in der Innenstadt erneut massiv auftretenden osteuropäischen Diebesbanden durch
eine massive Polizeipräsenz der größtmögliche Verfolgungsdruck ausgeübt wird.
Zudem fordert der pro-Köln-Antrag eine Resolution des Rates für eine
Gesetzesinitiative, die härtere Strafen für Diebe vorsieht.
Selbstverständlich werden die
Mehrheitsfraktionen diesen Antrag ablehnen. Was in München – übrigens unter
einem sozialdemokratischen Oberbürgermeister - eine rechtsstaatlich saubere und
bewährte Praxis ist, steht bei uns in Köln unter dem Verdacht des
„Rechtsextremismus“. Insofern ist es kein Zufall, daß sich osteuropäische Banden
immer wieder die Domstadt für neue Anläufe im Rahmen ihrer Diebestouren
aussuchen. So traurig es ist: Sie werden von unseren Kommunalpolitikern dazu
regelrecht eingeladen!