Der Leverkusener
Oberbürgermeister Ernst Küchler probte bei einer Agitprop-Veranstaltung in
der Käthe-Kollwitz-Schule in Leverkusen-Rheindorf am 9. Mai 2008 den
Schulterschluß mit Linksextremisten. Die Veranstaltung richtete sich
ausdrücklich gegen die Bürgerbewegung pro NRW, die in Leverkusen mit der
Verbreitung von Direktwerbemitteln aktiv geworden ist und ihre Teilnahme
an der Kommunalwahl 2009 angekündigt hat. Unter Führung der Rechtsanwälte
Jürgen Clouth und Jörg Frischauf peilt pro NRW in Leverkusen im Juni
kommenden Jahres ein zweistelliges Wahlergebnis an. Alarmiert durch das
Aufkommen einer politischen Konkurrenz bei der Kommunalwahl, riefen die
alten politischen Kräfte in Leverkusen einen Agitator herbei, der bereits
seit Jahren die parlamentarische Demokratie und insbesondere das
Mehrparteien-System bekämpft: Alexander Häusler, Spitzname „Alexander
Institoris“. Im Auftrag der Landesregierung in Düsseldorf hat Häusler eine
Art „Hexenhammer“ wider das gemeingefährliche Aufkommen politischer
Opposition in Nordrhein-Westfalen verfaßt, in dem er darlegt, wie man
einen Oppositionellen (von ihm als „Rechtsextremisten“ bezeichnet)
erkennt, welche magischen Praktiken solche Schadenzauberer anwenden und
schließlich wie ihnen beizukommen sei.
Vertreter der Bürgerbewegung pro
NRW demonstrierten vor Beginn der Versammlung, für die sämtliche Leverkusen
Medien tagelang getrommelt hatten, vor der Käthe-Kollwitz-Schule für Demokratie
und Meinungsfreiheit. Ihnen wurde sodann der Zutritt zu der öffentlichen
politischen Versammlung rechtswidrig verweigert. Selbst die Leverkusener
Rechtsanwälte Markus Beisicht, Jörg Frischauf und Jürgen Clouth durften die
Veranstaltung, die zudem in einem aus Steuermitteln finanzierten Gebäude
stattfand, nicht betreten. Welcher Schadenzauber von ihnen zu befürchten wäre,
erklärte die Schulleitung, die das Hausrecht ausübt und sich dazu am 9. Mai der
Hilfe der Polizei bediente, zwar nicht. Nachdem sie dennoch hartnäckig
sämtlichen Kritikern der Herren Küchler und Häusler den Zutritt zu der
öffentlichen Versammlung verweigerten, geht Rechtsanwalt Jürgen Clouth nunmehr
mit einem Strafantrag gegen die modernen Hexenjäger vor.
Linksextremisten dagegen waren
gern gesehene Teilnehmer der Küchler-Häusler-Versammlung. Gegen deren
Anwesenheit hatte die Schulleitung keine Einwände. So konnte ein Vertreter der
Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) die Inhalte seiner Partei
vorstellen und ein Verbot aller antikommunistischen Organisationen in
Deutschland fordern. Der Auftritt des MLPD-Vertreters wurde von einem Teil der
Anwesenden artig beklatscht.
Die MLPD nimmt positiv auf Lenin
und Stalin Bezug und verteidigt deren Massenmord-Regime, das zig Millionen
Menschen das Leben gekostet hat. Dabei schreckte Stalin auch nicht davor zurück,
seine engsten Weggefährten – beispielsweise Leo Trotzki – als „Faschisten“ zu
verunglimpfen – ganz so, wie es Küchler und Häusler mit politisch
Andersdenkenden tun. Von den Teilnehmern des „Parteitags der Sieger“ der KPdSU
im Jahr 1934, die seine Machtfülle schmälern wollten, wurden 90 Prozent auf
Stalins persönliche Anordnung hin getötet. Als sich 1937 weite Teile der
kommunistischen Nomenklatura einschließlich seiner eigenen Frau von Stalin
abwandten, ließ er innerhalb von zwei Jahren systematisch jeden ermorden, der im
Verdacht stand, ihn auch nur hinter vorgehaltener Hand zu kritisieren: insgesamt
1,5 Millionen Menschen. Stalins Frau gehörte ebenfalls zu den Getöteten.
So kann Ernst Küchler vor der
nächsten Kommunalwahl wohl nicht verfahren, hat aber kein Problem mit der
Teilnahme der MLPD an seiner Agitationsveranstaltung gegen pro NRW, von der er
sich während der gesamten Versammlung mit keiner Silbe distanzierte. Ohne
linksextremistische Beteiligung wären wahrscheinlich auch zu viele Stühle beim
Küchler-Häusler-Treffen leer geblieben, zu dem 300 Teilnehmer erwartet wurden,
von denen aber selbst nach offiziellen Angaben nur 160 erschienen sind.
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Das Motto
„Sitzenbleiben gegen rechts“ werden die vorne im Bild zu sehenden
Jugendlichen im Schulbetrieb hoffentlich nicht wörtlich nehmen. |
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Ernst Küchler leidet keineswegs unter einem
Minderwertigkeits-Komplex. Das Amt des Leverkusener Oberbürgermeisters hat
er jedenfalls - unabhängig vom Ergebnis der Kommunalwahl 2009 -
vorsichtshalber schon mal auf dem Kennzeichen seines PKW festschreiben
lassen. |
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Küchler in Aktion wider die Hexer und ihren
Schadenzauber. Mit der MLPD hat er dagegen kein Problem. |
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Alexander Institoris beschwört das Publikum.
Wie man das Böse und seine Träger erkennt und vor allem, wie es ausgetrieben
werden kann, weiß der Meister genau. Sein Bildvortrag beginnt. |
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Auf daß der Schadenzauberer Manfred Rouhs
demnächst auch in Leverkusen allseits erkannt werden wird, stellt ihn der
getreue Schüler des Heinrich Kramer, der den historischen Hexanhammer
verfaßt hat und Heinrich Institoris genannt wurde, dem Publikum per
überlebensgroßem Fahndungsbild vor. |
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Den Hexer Markus Beisicht kennt in
Leverkusen ohnehin schon ein jeder. Sachkundig erläutert Häusler, wie der
Beisicht identifiziert werden kann und welcher Schaden von dem Rechtsanwalt
zu erwarten ist, der vor Gericht doch wahrlich schon als Strafverteidiger
von Kriminellen aufgetreten ist! |
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Wie gefährlich die Bürgerbewegung ist und
warum ihr im Zweifelsfall mit hochnotpeinlichen Methoden das Handwerk gelegt
werden muß, kann man schon alleine daran sehen, daß ihre Anhänger immer mehr
Schülerzeitungen verteilen. Alexander Institoris klärt auf, warnt und
verspricht, ausgestattet mit der höchsten Autorität (diesmal nicht aus Rom,
aber aus Düsseldorf) Abhilfe. |