Pro Köln lehnt die
Realisation des Entwurfes der Architekten Wandel, Hoeer, Lorch und Hirsch
aus Saarbrücken zur Bebauung des Rathausvorplatzes mit einem Museum ab.
Die Architekten wollen die bislang freie Fläche vor dem Rathaus
vollständig ausnutzen, sie also in Richtung Obenmarspforten und Unter
Goldschmied mit einem gewaltigen Klotz in bis zu 14 Metern Höhe zubauen.
Die Entwürfe wurden beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ veröffentlicht und sind
hier abrufbar. Für alle Kölner ginge durch deren Umsetzung einer der
wenigen freien Plätze im Stadtzentrum verloren. Den Anwohnern würde der
Blick auf das Historische Rathaus verbaut werden. Sie wehren sich zu recht
gegen diesen monumentalen Klotz, der vor dem Rathaus einfach fehl am
Platze ist.
Die Bürgerbewegung pro Köln
befürwortet dagegen ausdrücklich den Bau eines Museums der Jüdischen Kultur in
Köln, für das allerdings ein anderer Standort gesucht werden sollte. Und dem
wohl ein Entwurf mit etwas mehr Glas und Licht besser täte.
Die Auswahl eines anderen
Standortes läge gerade auch im Interesse der Nutzer dieses Museums, die sich am
Rathausvorplatz in einen Konflikt mit dem Gros der Anwohner hineinbegeben haben,
der vermeidbar gewesen wäre. Zudem gäbe es zweifellos Möglichkeiten, die
archäologische Ausgrabungsstätte, die jetzt mit dem Museum überbaut werden soll,
der Öffentlichkeit in angemessener Form zugänglich zu machen – ohne Hochbau.
Pro Köln hat in allen
kommunalpolitischen Gremien gegen die Bebauung des Rathausvorplatzes gestimmt
und wird auch den weiteren einschlägigen Prozeß mit konstruktiver Kritik
begleiten. Dem Kulturdezernenten Prof. Quander ist zuzustimmen, wenn er den
Rathausvorplatz als den „vielleicht prominentesten Ort, den wir in der Stadt
haben“ bezeichnet. Und diesen prominenten Ort wollen wir uns nicht mit einem
gewaltiger Quader aus Stein zustellen lassen.