Journalisten werden für
den Wahlkampf vergattert
Bei den
nordrhein-westfälischen Altparteien und ihren Medien geht regelrecht die Angst
um. Sie blicken außerordentlich mulmig auf die Kommunalwahlen am 07.06.2009.
Der große Unbekannte bei diesen NRW-Kommunalwahlen ist die Bürgerbewegung pro
Köln und pro NRW, die in vielen NRW-Gemeinden und Städten zur Wahl antreten wird
und der man insgeheim mehr Potential zutraut, als man bislang öffentlich zugeben
mag. So viel, daß sich der der außerordentlich linken Gewerkschaft Verdi
angeschlossene größte deutsche Journalistenverband DJU zu einem ungewöhnlichen
und außerordentlich bedenklichen Schritt entschlossen hat: Statt auf das
Recherchevermögen der jeweiligen Lokaljournalisten zu vertrauen, fordert die
Gewerkschaft die NRW-Redakteure zum Rapport, um eine geschlossene linke
Meinungsfront gegen pro Köln und pro NRW sicherzustellen. Honecker & Co. lassen
grüßen!
Pro Köln wurde umgehend
die Einladung der DJU zugespielt. Der Text lautet wie folgt:
„Pro Köln – pro NRW“ wie
gehen Journalisten mit diesem Phänomen um?
Die Deutsche
Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di NRW lädt ein, am
Samstag, 14.06.08 ab 13:30 Uhr ins ver.di-Haus in Düsseldorf, Karlstr. 123 -
127, 40210 Düsseldorf.
Sie beschreiben sich
selbst als rechtspopulistisch, aber auf dem Boden der
freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehend. Mit Rechtsextremismus wollen
die Gruppen der „Bürgerbewegung pro NRW“, die sich derzeit auf die Kommunalwahl
im kommenden Juni vorbereiten, nichts zu tun haben. Sie treten stattdessen als
demokratisch saubere „Stimme der schweigenden Mehrheit“ auf, die sich über
Klüngel, Korruption, Kriminalität und eine angebliche Islamisierung des Landes
aufregt …
Wie gehen Journalisten
mit diesem Phänomen um? Lassen sie sich Empfehlungen für den journalistischen
Alltag geben?
Drei Kenner der Szene
–davon zwei aus der journalistischen Praxis- wollen Hintergründe beleuchten:
Tomas Sager,
Autor des in Berlin erscheinenden Fachdienstes „blick nach rechts“
Alexander Häusler,
Diplom-Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter der
Arbeitsstelle Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf.
Wolfgang Kapust,
Redakteur beim WDR in Köln, unter anderem mit Vertretungen in Londo, New York
und Warschau und als Korrespondent im ARD-Studio Berlin.
Linksextreme Kader geben
also Empfehlungen, wie künftig journalistisch mit dem Phänomen „pro-Bewegung“ in
Nordrhein-Westfalen umgegangen werden soll. Die NRW-Journaille soll regelrecht
verbrieft werden, damit über pro Köln ausschließlich negativ berichtet wird.
Hierzu brauchen Journalisten offensichtlich keine eigene Recherche sondern sie
haben lediglich, wie damals bei Honecker, die Vorgaben sozialistischer
Gesinnungsblockwarte umzusetzen. Mit seriösem Journalismus in einer
freiheitlichen Demokratie hat ein solches Vorgehen nichts mehr zu tun.
Die Bürger in Nordrhein-Westfalen werden
diesen Umstand bei der Bewertung zukünftiger Pressemittelungen
zu pro Köln zu berücksichtigen haben.