9. November 2005:
Demokratiefeindliche Altparteien:
Pro-Köln-Mandatsträger raus?
Anscheinend haben sich
die Kölner Altparteien auf eine neue Strategie verständigt, um unbequeme
Äußerungen von pro-Köln-Vertretern zu verhindern: Nach dem Beschwerdeausschuß
wurde jetzt auch in der Sitzung der Bezirksvertretung Porz den gewählten
pro-Köln-Mandatsträgern angedroht, sie aus der Sitzung auszuschließen!
Diese leeren Drohungen entbehren natürlich jeglicher
Rechtsgrundlage, weshalb den lächerlichen Ankündigungen auch keine
dementsprechenden Beschlüsse gefolgt sind.
Aber so abwegig das Ganze
auch ist – es offenbart einmal mehr die Mißachtung der einfachsten
demokratischen Spielregeln durch die Klüngelfraktionen von CDU, SPD, FDP und
Grünen: Gewählte Volksvertreter sollen wegen mißliebiger Meinungsäußerungen aus
den demokratischen Gremien entfernt werden! Wissen die Verantwortlichen der
etablierten Parteien eigentlich, was für einen Bärendienst sie der Demokratie
damit erweisen? Haben die besagten Damen und Herren eigentlich noch einen
letzten Funken Anstand in ihrem Leib?
Aber anscheinend haben
die demokratiefeindlichen Altparteien gehofft, die pro-Köln-Mandatsträger mit
dieser Taktik einschüchtern zu können. Dieser untaugliche Versuch ist jedoch
schon im Ansatz gescheitert. Die verbrauchten Klüngel-Brüder von CDU, SPD und
Co. müssen sich schon etwas anderes einfallen lassen, wenn sie ihre Pfründe
retten wollen!
In der besagten Porzer
Bezirksvertretungssitzung mußte übrigens ein pro-Köln-Antrag gegen den geplanten
Mevlana-Moscheebau als Aufhänger für den angedrohten Ausschluß der
Bezirksvertreter Regina Wilden und Rudolf Schaefers herhalten. Ein Antrag, der
in der einheimischen Porzer Bevölkerung auf breite Zustimmung stößt: Tausende
Bürger haben schon eine dementsprechende pro-Köln-Petition gegen die Großmoschee
unterzeichnet. Und ausgerechnet Björn Dietzel, der Bezirksvertreter der „freien
demokratischen Partei“ (FDP) forderte diese totalitäre Maßnahme!
Herr Dietzel hat damit gezeigt, wessen Geistes Kind er ist. Solch
„freie Demokraten“ sind wahrhaft der Totengräber einer jeden echten,
pluralistischen Demokratie. Herr Dietzel könnte sich sogar vom Vorstand des
Mevlana-Moscheebauvereins Nachhilfeunterricht in Sachen Meinungsfreiheit geben
lassen. Denn trotz der klaren Ablehnung der Großmoschee durch die Bürgerbewegung
trafen erst vor kurzem die pro-Köln-Stadträte Regina Wilden und Manfred Rouhs
mit Mevlana-Vertretern zu einer sehr offenen Diskussion anläßlich des
islamischen Fastenbrechens zusammen. Die demokratische Gesprächskultur scheint
in diesen Kreisen also besser entwickelt zu sein als bei den angeblich so
„freien Demokraten“. |