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11. November 2005:

Altparteien wollen nicht über Merkenich reden 

In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler sorgte ein pro-Köln-Antrag auf Schließung des „Übergangsheimes“ Causemannstraße für große Verärgerung bei den etablierten Parteien. Allen voran Bezirksvorsteher Hans Heinrich Lierenfeld (CDU) entrüstete sich darüber, daß er noch nie eine Fraktion oder Bewegung erlebt hätte, die so viel Unruhe stiften würde im Stadtbezirk. Die Bürgerbewegung pro Köln bedankt sich für diese anerkennenden Worte von Herrn Lierenfeld! Denn bei den verfilzten und verfahrenen Zuständen in Köln muß eine echte Opposition für soviel Unruhe sorgen wie möglich, damit sich endlich etwas verändert.

Über den Antrag auf Schließung des skandalträchtigen Merkenicher Asylantenheimes wollten die Altparteien erst gar nicht diskutieren. Stattdessen wurde - wie schon in der Ratssitzung - „Übergang zum nächsten Tagesordnungspunkt“ beantragt. Doch das ließen die pro-Köln-Bezirksvertreter Dieter Hillgruber und Martin Schöppe nicht einfach auf sich sitzen. Martin Schöppe wies auf die immer noch gravierenden Mißstände in Merkenich hin, wo die einheimischen Bürger regelrecht terrorisiert würden. Besonders verwerflich wäre es, daß die Chorweiler Altparteien und der ihnen nahestehende Merkenicher Bürgerverein die Anwohner konsequent getäuscht hätten, indem sie vor Ort falsche Versprechungen abgegeben hätten.

Während der ganzen Sitzung meinte Bezirksvorsteher Lierenfeld übrigens, daß er die Chorweiler Fraktion pro Köln nicht mit ihrem Namen anzusprechen bräuchte. Stattdessen benutzte er das Phantasiekürzel „pk“ oder sein neues, eigenes Elaborat „p-Köln“. Erstaunlich dabei ist, daß Bezirksvorsteher Lierenfeld anscheinend noch nicht mitbekommen hat, daß Oberbürgermeister Fritz Schramma inzwischen schriftlich zugesichert hat, nur noch die korrekte Kurzbezeichnung „Fraktion pro Köln“ zu verwenden. Diesen oberbürgermeisterlichen Sinneswandel hatte eine Klageeinreichung von pro Köln beim zuständigen Verwaltungsgericht bewirkt. Anscheinend will auch Bezirksvorsteher Lierenfeld erst einmal wieder Gerichtskosten produzieren, bevor er dann doch kleinlaut beigeben muß. So war es ja erst kürzlich, als Lierenfeld einen pro-Köln-Antrag einfach nicht in die Tagesordnung aufgenommen hatte. Lierenfeld war dafür ordentlich von der Kommunalaufsicht und sogar vom Oberbürgermeister „abgewatscht“ worden, und der Antrag mußte auf einer eigens angesetzten Sondersitzung beraten werden.

 

 
 
 

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