27.
Oktober 2005:
Dialog der Kulturen
Die pro-Köln-Ratsmitglieder Regina Wilden
und Manfred Rouhs haben am 26. Oktober am islamischen Fastenbrechen in der
Porzer Mevlana-Moschee teilgenommen. Neben dem Porzer CDU-Bezirksvertreter
Werner Marx und dem Leiter der örtlichen Polizeiwache, Hauptkommissar Ferring,
waren zwei evangelische Pfarrer erschienen, um den Dialog der Kulturen zu
suchen: Doris Chao von der Lukaskirche und Martin Garschagen von der
Markuskirche. Wilden und Rouhs ging es indessen auch um eine kritische
Auseinandersetzung mit dem politischen Konzept des Multi-Kulturalismus, das pro
Köln ablehnt, und dem Bestand einer islamischen Parallelgesellschaft in
Deutschland.
Ein Journalist der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“
nutzte die Gelegenheit für ein Interview mit Manfred Rouhs. Der erklärte, daß
sich die Unterschriftensammlung der Bürgerbewegung pro Köln gegen den geplanten
Bau großer Moscheen in der Domstadt nicht gegen die in Deutschland lebenden
Türken wendet. Gemeinsamkeiten gebe es im Bereich der Bewahrung kultureller
Werte in Abgrenzung zu den Verfechtern atheistischer und
materialistisch-hedonistischer Ideologien. Wenn die Zeitung „Hürriyet“ die
Losung „Die Türkei den Türken“ im Titel führe, könnten ihre Redakteure keine
Vorbehalte haben gegen Deutsche, die „Deutschland den Deutschen“ fordern, ohne
sich in Widersprüche zu verwickeln, sagte Rouhs.
Beide Seiten kamen überein, in Kontakt zu
bleiben. Rouhs kündigte an, eine Podiumsdiskussion durchführen zu wollen, bei
der ein Vertreter der Bürgerbewegung pro Köln mit einem Repräsentanten der
politisch und religiös organisierten Türken öffentlich ihre Meinungen zu den
Themen Moscheebau und Multi-Kulturalismus austauschen.
|
Manfred Rouhs gibt der
türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ ein Interview. Das Boulevardblatt führt
die Losung „Die Türkei den Türken“ im Titel. |
 |
|
 |
Der Vorbeter Ramazan
Eksici (2. v. r.) rezitiert den Koran. Links im Bild: Pfarrer Martin
Garschagen und der Vorsitzende des Vereins Mevlana, Ömer Sahin. |
|
Manfred Rouhs spricht.
Er hebt die weltanschaulichen Gemeinsamkeiten aller kulturbejahenden Kräfte
hervor und erteilt dem politischen Konzept des Multi-Kulturalismus eine
Absage. |
 |
|
 |
Gebet der Männer nach dem
Fastenbrechen. Die pro-Köln-Vertreter betonten, daß sie dem islamischen
Kulturkreis mit großem Respekt begegnen und das Recht der moslemischen
Völker anerkennen, in ihren Ländern frei von westlicher Bevormundung zu
leben. |
|