19. Dezember 2005:
Die Neven-DuMont-Presse
und die Wahrheit
Provinz-Posse um journalistische Ausblendung von pro Köln
Auch die letzte
Ratssitzung des Jahres 2005, die zugleich die längste Ratssitzung der letzten
Jahre war, wurde wiederum über weite Strecken von pro-Köln-Debattenbeiträgen
dominiert, ohne daß dies in der Neven-DuMont-Presse auch nur rudimentär erwähnt
wurde. Die journalistische Nachlese der Marathonsitzung über 10 Stunden war
hauptsächlich davon geprägt, sämtliche pro Köln-Aktivitäten auszublenden.
Einige
peinliche Beispiele dieser sicherlich noch verbesserungswürdigen
Manipulationsversuche:
Pro Köln
beantragte zum Thema „Messeskandal“ aufgrund der jüngsten WDR-Enthüllungen
erneut eine aktuelle Stunde. Die Grünen stellten ebenfalls einen entsprechenden
„raubkopierten“ Antrag. Die begehrte aktuelle Stunde wurde letztendlich gegen
den erbitterten Widerstand von CDU und FDP auch mit den Stimmen von pro Köln
durchgesetzt. Im Kölner Stadt-Anzeiger hieß es hierzu insoweit sinngemäß: „Es
fand eine aktuelle Stunde statt, die auch die Grünen beantragt hatten.“
Witzig!
Pro Köln
setzte sich im Rat vehement für den Bau von 4.000 neuen Wohnungseinheiten im
öffentlich geförderten Wohnungsbau und für mehr preiswerte Grundstücke für junge
Familien ein. Ein entsprechender Antrag wurde auch von einer Ratsmehrheit mit
den Stimmen von pro Köln verabschiedet.
Die
Kölnische Rundschau meint hierzu dreist: „Der Antrag habe eine Mehrheit unter
anderem von SPD, Grünen und Die Linke bekommen.“
Der brave
Kölner Zeitungsleser muß also wie früher bei der Lektüre der alten SED-Blätter
der untergegangenen DDR lernen, zwischen den Zeilen zu lesen, um die Realität
wahrzunehmen. Und man ist in der Tat manchmal gut beraten, das Gegenteil des
Geschriebenen zu glauben. So behauptete die „Kölnische Rundschau“ am 16.12.05
wider besseres Wissen, pro Köln habe gemeinsam unter anderem mit den
Postkommunisten von der PDS beschlossen, mit Mitteln für das Reiterdenkmal die
Neuanfertigung der Ratsfiguren in Auftrag zu geben. Nach Erhalt einer
anwaltlichen Abmahnung erfolgte dann am 17.12.05 eine in einem Interview
versteckte
kurze Richtigstellung. Irrtümlich habe man behauptet, pro Köln habe
durchgesetzt, daß die Restaurierung des Reiterdenkmales am Heumarkt ausgesetzt
wird.
Die Neven-DuMont Presse ist kein Mittel
zur Information, sondern nur dafür da, um die Angriffe auf die Etablierten
abzuwehren. Ihre „Journalisten“ gebärden sich wie Wachhunde, die die etablierten
politischen Erbhöfe zu bewachen haben.
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9. Januar 2006:
Richtigstellung:
Die Kölnische Rundschau
hat nicht aufgrund eines Abmahnschreibens von Pro Köln ihre fehlerhafte
Berichterstattung vom 16.12.05 zum Reiterdenkmal korrigiert. Vielmehr hat die
Lokalredaktion der Kölnischen Rundschau ihre fehlerhafte Berichterstattung vom
16.12.05, die Pro Köln Ratsfraktion habe gemeinsam mit SPD, Grünen und den
Postkommunisten beschlossen, mit Mitteln für das Reiterdenkmal die
Neuanfertigung der Ratsfiguren zu finanzieren, von sich aus völlig unabhängig
und in Unkenntnis des Abmahnschreibens von Pro Köln vom 16.12.05 richtiggestellt.
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