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22. November 2005

Offenlegung der Gaspreiskalkulation doch möglich?

Auf der letzten Ratssitzung hatte die Fraktion pro Köln den Antrag gestellt, daß die Rheinenergie AG wegen den ständigen Energiepreiserhöhungen ihre Gaspreiskalkulation offenlegen soll. Wortreich erklärte daraufhin der den Altparteien nahestehende Rheinenergie-Vorstandschef Helmut Haumann, warum dies auf gar keinen Fall möglich wäre. CDU, SPD und Co. nahmen das dankend zur Kenntnis und verwarfen umgehend den pro-Köln-Antrag. Doch nur wenige Wochen später hat der erste deutsche Energiekonzern dem öffentlichen Druck teilweise nachgegeben: Die EON-Hanse hat im Zuge eines Rechtsstreites mit verärgerten Kunden den Schleier etwas gelüftet. Die Gaspreiskalkulation wurde in Ansätzen der Öffentlichkeit vorgestellt, wobei Verbraucherschutzverbände sofort einwendeten, daß die Aufschlüsselung viel stärker ins Detail gehen müßte, um den Verdacht der Bereicherung wirklich ausräumen zu können.

Aber zumindest hat EON-Hanse einen Anfang gemacht, weitere  EON-Regionalversorger wollen bald folgen. Auch RWE und die Berliner GASAG haben eine Offenlegung ihrer Gaspreiskalkulation angekündigt.

Und was geschieht in Köln bei der Rheinenergie AG?

Der rheinische Energieversorger muß sich fragen lassen, warum er weiter mauert, während andere Energiekonzerne inzwischen auf die langanhaltende Kritik der Kunden und Verbraucherschutzverbände reagieren. Auch der Rheinenergie-Vorstand Haumann gerät in Erklärungsnot, warum er in der Ratssitzung offensichtlich Irreführendes über die Möglichkeiten zur Offenlegung der Kalkulationen gesagt hat. Und nicht zuletzt müssen sich Ratspolitiker von CDU bis PDS fragen lassen, warum sie sich ein weiteres Mal gegen die Interessen der Kölner Bürger gestellt haben.

Die richtigen Antworten darauf werden hoffentlich die Wähler geben!

 

 
 
 

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