18. November 2005
Pro Köln
contra Graffiti-Schmierereien
Die Fraktion pro Köln hat für die nächste Ratssitzung den
Antrag
gestellt, daß die Stadtverwaltung die Möglichkeit zur Einführung eines „Anti-Graffiti-Mobils“
überprüfen soll.
In
Städten wie Amsterdam oder Pforzheim haben ähnliche Projekte eine spürbare
Verbesserung bei Graffiti-Schmierereien gebracht.
Dazu
die pro-Köln-Fraktionsvorsitzende, Judith Wolter:
„Auch in Köln ist der Schaden, den Graffiti-Schmierer durch die von ihnen
begangenen Sachbeschädigungs-Delikte anrichten, erheblich. Das ‚Anti-Graffiti-Mobil‘
beseitigt solche Schmierereien unverzüglich. Dabei werden Malerbetriebe tätig,
die von einem dafür zu gründenden gemeinnützigen Verein bezahlt werden. Nachdem
der Geschädigte eine Anzeige erstattet hat, wird ihm von der Polizei ein
Formular ausgehändigt, das er ausfüllt und an die ins Projekt zu integrierende
Innung Farbe Köln schickt. Die Innung beauftragt einen Malerbetrieb mit der
sofortigen Beseitigung der Schmierereien. Das ausführende Firmenfahrzeug eines
Malerbetriebes ist bei dem Einsatz plakativ als ‚Anti-Graffiti-Mobil‘
gekennzeichnet.
Die Kosten für den Einsatz hat nicht der Geschädigte zu tragen, sondern der
gemeinnützige Verein, der sich aus von der Staatsanwaltschaft und den Gerichten
angeordneten Geldbußen sowie Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert.
Entscheidend für den Erfolg des ‚Anti-Graffiti-Mobils‘ ist die jeweils
sofortige Beseitigung der Schmierereien, die zur Demoralisierung der
Farbschmierer führt. Der schon bestehenden Kölner-Anti-Spray-Aktion (KASA)
fehlte bislang genau diese nötige Reaktionsschnelle. Zudem haben insbesondere
finanzschwache Geschädigte oft darauf verzichtet, Schmierereien beseitigen zu
lassen, weil sie die Kosten dafür nicht aufbringen können. Dem könnte das Modell
des ‚Anti-Graffiti-Mobils‘ abhelfen.“
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