26.
September 2005:
Städtische Podiumsdiskussion ohne pro Köln?
Beim Streit um
das Merkenicher „Übergangsheim“ sollen unbequeme Meinungen ausgeblendet werden
Seitdem pro Köln in Merkenich Unterschriften gegen das „Übergangsheim“
Causemannstraße sammelt, bewegt sich einiges.
Nachdem zuvor die Bürger
jahrelang von den Altparteien vertröstet wurden, hat jetzt der Bezirksvorsteher
Hans Heinrich Lierenfeld (CDU) überraschend zu einer städtischen
Podiumsdiskussion zum Thema „Situation in der Causemannstraße“ eingeladen. Und
obwohl „Vertreter aus dem Rat der Stadt Köln und der Bezirksvertretung
Chorweiler“ angekündigt werden, will Herr Lierenfeld die gewählten
pro-Köln-Mandatsträger vom Podium fernhalten.
Dabei wäre Lierenfeld wegen dem Gleichbehandlungsgrundsatz natürlich dazu
verpflichtet, auch die Bürgerbewegung pro Köln zu dieser offiziellen
Diskussionsrunde einzuladen. Immerhin ist pro Köln sowohl im Rat als auch in der
Bezirksvertretung Chorweiler mit einer eigenen Fraktion vertreten!
Pro
Köln hat deswegen umgehend Oberbürgermeister Fritz Schramma aufgefordert, seine
Rechtsaufsicht wahrzunehmen und für eine Teilnahme von pro-Köln-Mandatsträgern
zu sorgen. Fritz Schramma muß Bezirksvorsteher Lierenfeld endlich wieder zu
einer neutralen Amtsführung veranlassen, nachdem erst vor wenigen Tagen eine pro
Köln diskriminierende, rechtswidrige Amtshandlung des Bezirksvorstehers
Lierenfeld von Oberbürgermeister Schramma schriftlich beanstandet worden ist!
Der
Hintergrund dieser Ausgrenzung von gewählten Mandatsträgern ist klar: Wie im
Vorfeld der Veranstaltung am Mittwoch bekannt wurde, soll dort die Merkenicher
Bevölkerung ein weiteres Mal vertröstet werden. Denn eine Schließung des
„Übergangsheimes“ werden die Vertreter der Altparteien und der Kölner Verwaltung
wohl nicht vorschlagen. Stattdessen soll den Merkenichern beigebracht werden,
wie toll doch alle Verwaltungsmaßnahmen die Situation schon verbessert hätten.
Das größte Entgegenkommen von Seiten der Stadt dürfte wahrscheinlich die
Ankündigung einer Reduzierung der Zahl der Heimbewohner sein. Doch den meisten
Merkenichern reichen derlei Versprechungen schon lange nicht mehr. Deswegen
würden pro-Köln-Vertreter, die eine Schließung des „Übergangsheimes“ fordern,
auf dem Podium nur stören.
Die
Bürgerbewegung pro Köln wird deshalb auf jeden Fall auch am Mittwoch Flagge
zeigen – entweder auf dem Podium oder im Zuschauerraum. Denn den völlig
berechtigten Forderungen der Merkenicher muß Gehör verschafft werden. Nur so
können die etablierten Parteien weiter unter Druck gesetzt werden, damit auch
sie endlich einer Schließung des „Übergangsheims“ Causemannstraße zustimmen.
|