13. Februar 2006:
Pro
Köln sorgt für Aufklärung
Mit möglichen
Mißständen rund um die Koelnmesse beschäftigten sich zwei pro-Köln-Anfragen in
der Bezirksvertretung Innenstadt und im Finanzausschuß. Von der
innenstädtischen Verwaltung verlangte die pro-Köln-Fraktionsvorsitzende Judith
Wolter Auskunft über illegale „Wildcamper“ auf dem Messeparkplatz unter der
Zoobrücke. Immer wieder hatte es Beschwerden gegeben, daß sich das Gelände zu
einem illegalen Zentrum von „Landfahrern“ entwickelt hätte.
Die Verwaltung bestätigte
diese Vorwürfe: „Der Messeparkplatz P 22 wurde und wird zeitweise von
Landfahrern zu Lagerzwecken, ohne Genehmigung, genutzt. Die Fläche dient dabei
als Sammelplatz für bundesweite Treffen von Sinti und Roma, die dort
Hochzeitsfeiern, Messen und sonstige Veranstaltungen durchführen“. Auch zur
„Gesetzestreue“ dieser Landfahrer äußert sich die Verwaltung: „Der P 22 wurde
immer wieder mit Schranken und Absperrposten gegen das unbefugte Befahren
gesichert. Leider zeigt sich, daß sich dieser Personenkreis durch Entfernen oder
mutwillige Beschädigung der Hindernisse immer wieder unbefugt Zugang
verschafft.“ Abschließend hält die Verwaltung als Antwort auf den
pro-Köln-Vorstoß folgendes fest: „Die Ermittlungsbeamten werden unter
Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit der Mittel weiterhin gegen illegal sich
dort aufhaltende Personen vorgehen und die erforderlichen ordnungsbehördlichen
Zwangsmaßnahmen treffen.“ – Na bitte, es geht doch!
Im Finanzausschuß bohrte
die Fraktion pro Köln in Sachen Sicherheitsdienstleistungen bei der Koelnmesse
nach. An die Bürgerbewegung waren Beschwerden herangetragen worden, wonach eine
der Sicherheitsfirmen auf dem Messegelände arbeitschutzrechtliche Standarts
nicht einhalten und zum Teil die Leute sogar ohne reguläre Arbeitsverträge
beschäftigen würde. Auch in dieser Frage mußten sich nun die Mühlen der
Verwaltung in Bewegung setzen. Die Stadt holte dafür eine Stellungnahme von der
Koelnmesse ein, in der die Geschäftsführung der Messe ankündigte, den erhobenen
Vorwürfen nachzugehen. Die Verwaltung erläuterte zudem die
Eingriffsmöglichkeiten der Politik auf die städtische Beteiligungsgesellschaft
Koelnmesse: „Sofern die Stadt Köln Kenntnis von derartigen Beschwerden erhält,
z.B. durch entsprechende Schreiben, wird die Geschäftsleitung um Stellungnahme
und – sofern die Anschuldigungen zutreffen – um deren Beseitigung gebeten.“
Diese beiden Beispiele zeigen, daß pro Köln durch eine gute Verankerung in der
Bevölkerung sehr wohl auf die Stadtpolitik einwirken kann. Durch Anfragen an die
Verwaltung können Mißstände aufgezeigt und Lösungen angeschoben werden. Dafür
braucht man nicht unbedingt eine Mehrheit im Stadtrat.
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