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3. Juni 2006:

Ehrenfeld: Bürgerversammlung

contra Groß-Moschee

Am Freitag vor Pfingsten führte die Anwohnerinitiative gegen den geplanten Großmoschee-Bau in Ehrenfeld eine Bürgerversammlung durch, um ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Marylin Anderegg, die Sprecherin der Initiative, konnte bei diesem Treffen rund 70 Ehrenfelder Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Rechtsberatung für das geplante Bürgerbegehren gegen die Groß-Moschee erteilte der Vorsitzende der Bürgerbewegung pro Köln, Rechtsanwalt Markus Beisicht. Er ging auf die zahlreichen formalen Hürden ein, die für die erfolgreiche Durchführung eines Bürgerbegehrens überwunden werden müssen, bekräftigte die Anwesenden aber insbesondere auch in ihrem politischen Willen, gegen die nachhaltige Veränderung des Ehrenfelder Stadtbildes durch Kuppel und Minarett demokratischen Widerstand zu leisten.

Die Versammlung beschloß, das Bürgerbegehren nicht nur in Ehrenfeld, sondern im gesamten Stadtgebiet durchzuführen. Vertreter des Rechtsamtes der Stadt Köln hatten zuvor nach Zeitungsberichten die Auffassung geäußert, in dieser Angelegenheit, die alle Kölner betreffen würde, sei ein auf den Stadtbezirk Ehrenfeld begrenztes Bürgerbegehren, für das „lediglich“ 6.000 Unterschrift nötig wären, unzulässig. So wird die Anwohnerinitiative nun in ganz Köln mehr als 20.000 Unterschriften sammeln. Insgesamt haben sich nach Aussage von Frau Anderegg bislang 300 Bürger bereit erklärt, an der Unterschriften-Sammlung aktiv mitzuwirken.

Pro Köln wird, wie Markus Beisicht zusicherte, das Bürgerbegehren „mit allen zur Verfügung stehenden Kräften“ unterstützen. So soll in den nächsten Tagen auf der Internetseite der Bürgerbewegung eine PDF-Version des Unterschriften-Formulars zum Herunterladen bereitgestellt werden, und dessen gedruckte Version wird der nächsten Ausgabe der Zeitung „Pro Köln“ beigelegt, die in wenigen Wochen an mehr als 14.000 Kölner Haushalte in die Post geht. Ergänzend sammeln selbstverständlich auch die Mitglieder der Bürgerbewegung pro Köln für das Bürgerbegehren Unterschriften und beteiligen sich außerhalb von Ehrenfeld an der massiven Verteilung eines entsprechenden Flugblattes, mit dem die Unterschriften-Sammlung beworben wird, an die Haushalte. Im Bereich des Stadtbezirkes Ehrenfeld sorgt die Anwohnerinitiative selbst dafür, daß die Bürger informiert werden.

Marylin Anderegg ist sich sicher: „Wir werden es schaffen, die nötige Zahl an Unterschriften beizubringen. Die Politiker können uns Ehrenfelder nicht einfach ignorieren. Wir wollen an der Venloer Straße Ecke Innere Kanalstraße keine Groß-Moschee!“

 

Marylin Anderegg (stehend) begrüßte die anwesenden Ehrenfelder Bürger und regte eine Diskussion über das weitere Vorgehen an.

Frau Anderegg zeigte sich optimistisch, mit der geballten Kraft ihrer Anwohnerinitiative und der Hilfe der Bürgerbewegung pro Köln die erforderlichen mehr als 20.000 Unterschriften beibringen zu können. Dann muß der Rat noch einmal über den Großmoschee-Bau entscheiden, und falls die Politiker das Projekt nicht stoppen, stünde danach ein stadtweiter Bürgerentscheid an.

Die Versammlungs-Gaststätte im Herzen von Ehrenfeld war bis auf den letzten Platz besetzt. Trotz Fußballfieber zeigten sich die Ehrenfelder entschlossen, das Bürgerbegehren bereits in den nächsten Tagen zu starten.

Rechtsanwalt Markus Beisicht, der Vorsitzende der Bürgerbewegung pro Köln, informierte die Anwesenden in seinem engagierten Vortrag über die rechtlichen Aspekte eines Bürgerbegehrens. Er sicherte die massive Hilfe der Bürgerbewegung beim Unterschriften-Sammeln zu und ermunterte die Ehrenfelder ausdrücklich, von ihren Bürgerrechten umfassenden Gebrauch zu machen.

     

 
 
 

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