30. Oktober 2006:
CDU-Chef belügt sein Gefolge
In der Kölner CDU wird seit Jahren
gelogen, daß sich die Balken biegen. Dabei geht es meist nicht um politische
Inhalte, sondern um das, was vielen Exponenten in der Kölner Kommunalpolitik
reihum bei allen Altparteien das Wichtigste ist: Geld und Posten. In einem
solchen Zusammenhang hat auch der Kölner CDU-Vorsitzende Walter Reinarz sein
Gefolge getäuscht. Einen Rechtsstreit mit dem früheren CDU-Schatzmeister Peter
Jungen, bei dem es um Personalabsprachen mit der SPD im Rahmen der großen
Koalition im Rathaus ging, legte Reinarz jetzt durch die Abgabe einer Erklärung
bei, in der es heißt: „Es besteht Einigkeit darüber, daß die
Verhandlungskommission, der Gesamtvorstand und die Mitgliederversammlung vom
10.12.2004 über diese Personalabsprachen nicht unterrichtet waren.“
Der CDU-Ratsherr Lothar Theodor Lemper gibt
sich „entsetzt über diese brutalstmögliche Lüge“, durch die, so Lemper, die
Koalition mit der SPD geplatzt sei. Er legt Reinarz den Rücktritt nahe. Noch
schärfer äußert sich das Rodenkirchener CDU-Mitglied Prof. Joachim Voges, den
die „Bild“-Zeitung mit dem Satz zitiert: „Reinarz ist nicht mehr tragbar. Er
spiegelt nicht das Niveau wieder, das die CDU von ihrem Vorsitzenden erwarten
kann.“ Unter Anspielung auf die wirtschaftliche Versorgung von Walter Reinarz
als KVB-Vorstand mit 300.000 Euro jährlichen Kosten für die Nutzer der KVB sagt
Prof. Voges laut „Bild“: „Es kann nicht sein, daß ein mittelbarer Kostgänger der
Stadt Parteivorsitzender ist.“
Wer diese Kölner CDU unterstützt, kann
sich weder auf christliche, noch auf demokratische Prinzipien berufen. Der
hiesige Kreisverband der Union braucht vor allem eines: Die brutalstmögliche
Abstrafung bei der nächsten Kommunalwahl!
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