6. November 2006:
Engagement gegen Junkiebund erfolgreich
Pro Köln hatte das Thema auf die politische Tagesordnung
gebracht, der Bürgerverein Humboldt-Gremberg mit seiner Demonstration im Veedel
den öffentlichen Druck erhöht, und im Gesundheitsausschuß konnte jetzt Vollzug
gemeldet werden: Das Ladenlokal des „Junkiebundes“ am Taunusplatz in Köln-Kalk
soll geschlossen werden. Damit hat die monatelange
Aufklärungsarbeit der Gegner des offenen Drogen- und Junkietreffpunktes endlich
Früchte getragen. „Steter Tropfen höhlt den Stein“ – zumindest wenn die Bürger,
wie in Köln, einen politischen „Hebel“ in den städtischen Gremien besitzen. Denn
seit dem Einzug der Bürgerbewegung pro Köln in den Rat und sämtliche
Bezirksvertretungen im Jahr 2004 können die alten politischen Kräfte ihnen
unliebsame Themen nicht mehr einfach unter den Teppich kehren. Pro Köln ist der
politische „Knüppel“, mit dem die Bürger drohen können, wenn die Politiker
wieder einmal auf die Bedürfnisse der normalen Bevölkerung pfeifen wollen.
Allein ein positiver Hinweis auf pro Köln reicht in der Regel aus, um Blockaden
und Diskussionsverbote bei heiklen Themen aufbrechen zu können. Dieser
„pro-Köln-Effekt“ ist nunmehr auch wieder beim
„Junkiebund“ in Kalk wirksam geworden.
Dazu muß man wissen, daß pro Köln bereits
mehrfach im Rat und in der Bezirksvertretung Kalk die Schließung der Einrichtung
gefordert hatte, weil rund um den Taunusplatz unhaltbare Zustände – von
Straßenprostitution bis Drogenkriminalität – herrschen. Besonders die
pro-Köln-Ratsfrau Regina Wilden ließ bei diesem Thema nie locker, präsentierte
dem Oberbürgermeister Fritz Schramma in einer Ratssitzung sogar einmal die auf
dem nahen Kinderspielplatz eingesammelten Drogenspritzen. Dieses Engagement und
eine Unterschriftensammlung im Veedel schufen die Voraussetzungen für die
Herausbildung eines organisierten Willens gegen das kinder- und
bevölkerungsfeindliche Übel am Taunusplatz.
Als dann auch noch der Bürgerverein
Humboldt-Gremberg in einem öffentlichen Brandbrief die Mißstände schonungslos
anprangerte und auf den daraus resultierenden regen Zulauf für die
Bürgerbewegung pro Köln hinwies, setzte umgehend der „pro-Köln-Effekt“ ein. Aus
Angst vor der verfemten politischen Konkurrenz wurden die Altparteien plötzlich
hektisch. Alle Beschwichtigungsformeln zugunsten des Drogenlokals des
„Junkiebundes“ waren über Nacht vergessen. Als erste Partei sprang die FDP auf
den fahrenden pro-Köln-Zug auf: Die Liberalen übernahmen die alten
pro-Köln-Forderungen hinsichtlich des „Junkiebundes“ und brachten einen
dementsprechenden Antrag in den Gesundheitsausschuß ein. Und auch CDU und SPD
stimmten nun in dem Gremium grundsätzlich für die Schließung der
skandalträchtigen Einrichtung. Damit ist eine politische Kehrtwende um 180 Grad
erzwungen worden. Diesen Erfolg können sich der Bürgerverein Humboldt-Gremberg
und pro Köln gemeinsam zuschreiben!
Für alle Wähler der Bürgerbewegung wurde
zudem noch einmal die Wirksamkeit einer starken Oppositionskraft deutlich. Auch
ohne eigene Mehrheiten kann man dem etablierten Machtapparat bestimmte Themen
und Inhalte aufzwingen, ja sogar die Übernahme der eigenen Anträge abtrotzen.
Von welcher Partei dann letztendlich die parlamentarischen Initiativen offiziell
eingebracht werden, ist zweitrangig. Wichtig ist nur die Umsetzung der richtigen
Forderungen – auf direktem oder indirektem Wege. Im Wechselspiel mit der
Bevölkerung, Bürgervereinen und anderen Gruppierungen ist diese Strategie seit
2004 schon mehrmals aufgegangen. Dieser erfolgreiche Weg sollte auch in Zukunft
beschritten werden!
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