20. Oktober 2006:
Gegen die Drogenhölle am Taunusplatz
Bürgerverein Humboldt-Gremberg und pro Köln
demonstrierten für die Schließung des „Junkiebundes“
Mehr als 500 Teilnehmer zählte am Freitag eine von pro Köln
unterstützte Demonstration des Bürgervereins Humboldt-Gremberg für die
Schließung des Drogenlokals am Taunusplatz. Seit Jahren hat sich im Umfeld des
„Junkiebundes“ eine offene Drogenszene mit Straßenprostitution und einer
milieutypischen Kriminalität entwickelt. Ein ganzer
Stadtteil droht zu kippen – wogegen die Humboldter Bürger jetzt aufgestanden
sind und ein machtvolles Zeichen gesetzt haben. Unterstützt wurden sie dabei von
zahlreichen Mitgliedern und Anhängern der Bürgerbewegung pro Köln aus ihrem
Veedel und fast der kompletten pro-Köln-Ratsfraktion. Angeführt von der
Fraktionsvorsitzenden Judith Wolter und dem Fraktionsgeschäftsführer Manfred
Rouhs zeigten die pro-Köln-Mandatsträger auch auf der Straße Flagge, nachdem sie
zuvor schon mehrmals im Rat und der Bezirksvertretung Kalk die Schließung des
Drogenlokales gefordert hatten.
Die Redner auf der Bürgerdemo schilderten
noch einmal eindringlich die katastrophalen Zustände rund um den Standort des
Drogentreffpunktes. Besonders die Kinder seien auf dem benachbarten Spielplatz
und der nahen Schule stark betroffen. Weggeworfene Spritzen und einschlägiges
Problempublikum sind ja nun wahrlich keine gute Umgebung, um Kinder
großzuziehen. Folgerichtig wurde der beeindruckende Umzug von Dutzenden Kindern
mit Schildern und Transparenten angeführt. Zusammen mit diesen skandierte die
gesamte Demonstrationsmenge immer wieder: „Keine Spritzen, keine Drogen – sonst
sind wir verloren!“
Neben den pro-Köln-Ratsmitgliedern versuchten
sich auch der FDP-Stadtrat Marco Mendorf und sein CDU-Kollege Stephan Pohl
unters Volk zu mischen. Vertreter jener Parteien also, die den Junkiebund am
Taunusplatz jahrelang verteidigten und den Anwohnern die gesamte Misere erst
eingebrockt hatten! Etwas geradliniger verhielt sich da schon der PDS-Ratsherr
Jörg Detjen. Der Altkommunist versuchte erst gar nicht, Verständnis für die
Humboldter Bürger zu heucheln, sondern stand zusammen mit einigen wenigen
linksextremen Randalierern mit versteinerter Miene am Rande des
Demonstrationszuges.
Kein Wunder, hatte doch die Kölner
Linksfraktion alles Mögliche versucht, die Bürger von dieser Demonstration
abzuhalten. In einem Mitte dieser Woche in Humboldt verteilten Flugblatt der
Linksfraktion hieß es wörtlich: „… ‚Pro Köln’ ruft auf ihrer Internetseite dazu
auf, zur Demonstration des Bürgervereins zu gehen … Lassen Sie sich aufgrund der
Probleme im Veedel nicht verführen, rechtsradikale Hetzer zu unterstützen! Gehen
Sie nicht zur Demonstration am 20.10., sondern beteiligen Sie sich am Dialog,
den die Bezirksvertretung jetzt mit allen Beteiligten auf den Weg bringt.“ Eine
andere linke Splittergruppe namens „Kritische AnwohnerInnen Humbold-Gremberg
Kalk“ verteilte sogar noch während des Umzuges Pamphlete mit einer ähnlichen
inhaltlichen Stoßrichtung: „Am heutigen Freitag, dem 20.10.2006 marschiert die
rechtsextreme Bürgerbewegung ‚pro Köln’ gemeinsam mit der ‚Bürgerinitiative
Humboldt-Gremberg’ auf, um gegen den Junkie Bund Köln e.V. in der Taunustr. zu
protestieren. Die Partei und die Bürgerinitiative hetzen dabei mit
pauschalisierten und populistischen Sprüchen gegen den Junkie Bund Köln e.V.,
mit denen sie Ängste und Sorgen der AnwohnerInnen schüren … Nehmen Sie nicht an
der Demonstration von ‚pro Köln’ und der Bürgerinitiative teil, sondern
solidarisieren Sie sich mit dem Junkie Bund e.V.!“
Doch die Appelle der Linksextremen an die
Bürger von Humboldt-Gremberg verhallten ungehört. Gemeinsam marschierten
Anwohner und pro-Köln-Aktivisten für ein lebenswertes Veedel, ohne
Drogenkriminalität, Straßenprostitution und öffentliche Verwahrlosung. Denn die
Menschen wissen inzwischen sehr genau, wer in Köln die Interessen der einfachen,
normalen Bürger vertritt – und wer eben nicht. Pro Köln wird umgekehrt Wort
halten und sich weiter für die Sorgen und Nöte der schweigenden Mehrheit
einsetzen, die bei den alten politischen Kräften keine Lobby mehr hat!
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