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6. Oktober 2006:

Erneuter rot-grüner Bildersturm

Der rot-grüne Generalangriff auf sämtliche Kulturdenkmäler aus der Preußen- oder Kaiserzeit in Köln geht weiter. Hatten die rot-grünen Überzeugungstäter zusammen mit den Postkommunisten der PDS vor einigen Monaten schon die Restaurierung des Reiterdenkmals am Heumarkt verhindert, so soll jetzt das Marinedenkmal vom Eigelstein verschwinden. „Ein Marinedenkmal hat eigentlich in einer mittelalterlichen Stadtmauer nicht zu suchen“, hetzt der grüne Bezirksbürgermeister Andreas Hupke im „Express“ gegen das seit 92 Jahren unter der Eigelsteintorburg hängende Beiboot des 1914 gesunkenen Kreuzers „Cöln“.

In Erinnerung an die 379 gefallenen Matrosen des Schiffes wurde das später angespülte Wrack des Rettungsbootes der Stadt Köln als Namenspatronin der „Cöln“ geschenkt. Die Menschen am Eigelstein sind also seit Generationen mit diesem Marinendenkmal aufgewachsen und sind deshalb zum überwiegenden Teil der Meinung, daß das Boot bleiben soll, wo es jetzt ist.

Heuchlerische Begründung für den rot-grünen Generalangriff auf dieses Mahnmal an die Opfer des 1. Weltkrieges ist übrigens der schlechte Zustand des Beibootes. Als „Scheißhaus für Tauben“ bezeichnete Hupke das Rettungsboot. Eine mögliche Renovierung wird nun zum Anlaß genommen, gleich einen neuen Standort auszusuchen, möglichst weit weg, irgendwo am Rhein. Diese Linie vertritt die örtliche SPD, die in Köln immer mehr zum geistigen Ziehkind von Grünen und Linksextremisten mutiert.

Und dabei ist die - in der Tat überfällige - Restaurierung des Marinedenkmals überhaupt kein Grund, über einen neuen Standort zu diskutieren. Im Gegenteil: Der Freundeskreis der Fregatte Köln hat der Stadt schon vor einem Jahr angeboten, die Restaurierung aus eigener Tasche zu bezahlen. Allerdings mit der Bedingung, daß das Beiboot am Eigelstein bleiben muß! Genau das fordert pro Köln auch in einem neuen Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt.

 

Dazu erklärt die zuständige pro-Köln-Bezirksvertreterin und Vorsitzende der Ratsfraktion, Judith Wolter:

„Warum soll die Restaurierung lieber aus dem klammen städtischen Haushalt bezahlt werden, nur um das Denkmal vom Eigelstein verbannen zu können? Woher kommt bloß dieser pathologische Haß auf die deutsche Vergangenheit? Dabei ist das Marinedenkmal längst auch zu einem Wahrzeichen des Veedels geworden. Die Menschen am Eigelstein sind damit aufgewachsen, identifizieren sich damit. Einen ideologisch motivierten, rot-grünen Bildersturm versteht am Eigelstein niemand.“

Notiz am Rande: Schon in der Mai-Sitzung des Kulturausschusses stellte die Fraktion pro Köln eine Anfrage zum Fortgang der Restaurierung des Marinedenkmals. Lange bevor jetzt die Altparteien das Thema entdeckten …

 

 
 
 

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