25. September 2006:
„Übergangsheim“ in Merkenich wird doch nicht
geschlossen!
Ganz beiläufig ließ die Kölner Sozialdezernentin Marlies
Bredehorst in der letzten Sitzung des Finanzausschusses die Bombe platzen, daß
das skandalträchtige Asylantenheim im Kölner Stadtteil Merkenich nun doch nicht
geschlossen wird! Wir erinnern uns: Vor allem einige
Zigeunerfamilien aus dem Heim machten den Merkenicher Bürgern seit Jahren das
Leben schwer. Diebstähle, Wohnungseinbrüche, ja sogar Raubüberfälle und sexuelle
Belästigungen von Kindern waren an der Tagesordnung. Als dann im Jahr 2005 rund
ein Drittel aller Merkenicher Bürger eine pro-Köln-Petition auf Schließung des
„Übergangsheimes“ unterschrieben, wurde den Anwohner von der Stadtspitze
versprochen, daß die Einrichtung stufenweise verkleinert und in absehbarer Zeit
ganz geschlossen würde.
Jetzt kommt das böse Erwachen für die
Merkenicher Bürger: Nichts von den Versprechungen der etablierten Parteien und
ihres verlängerten Armes vor Ort – dem Merkenicher „Bürgerverein“ unter der
Führung des SPD-Bezirksvertreters Alfred Becker – war ernst gemeint! Völlig
ungerührt erklärte Bredehorst auf Nachfrage der Fraktion pro Köln im
Finanzausschuß, daß von einer Schließung des Heimes keine Rede sein könne. Es
hätte lediglich die Stillegung eines Gebäudeteiles gegeben, das „Übergangsheim“
an sich würde weiter bestehen, solange dafür ein Bedarf besteht.
Im Finanzausschuß wurde dann auch klar, daß
die Verwaltung auf unbestimmte Zeit einen „Bedarf“ sieht: Denn anders ist die
Bezuschussung einer besonderen Tageseinrichtung für die „Kinder in der
Causemannstraße 29-31“ nicht zu erklären. Mit einem einmaligen Zuschuß von
11.588 Euro und einem jährlichen Personalkosten- und Mietzuschuß von 111.512
Euro soll diese Einrichtung für Roma-Kinder von der Stadt Köln mitfinanziert
werden. Mit dem Ziel, „milieutypischen problematischen Verhaltensweisen von
Beginn an vorzugreifen“. Der Ausbau des Angebotes solle laut Verwaltungsvorlage
bis zum Jahr 2010 abgeschlossen sein – eine Schließung des Heimes steht also in
den nächsten Jahren nicht mehr auf der Tagesordnung!
Das Einlenken der Merkenicher Bürger am Ende
des Protestjahres 2005 hat sich demnach leider nicht ausgezahlt. Es bleibt die
bittere Erkenntnis, von der etablierten Politik und dem eigenen Bürgerverein
hinters Licht geführt worden zu sein. Die Quittung dafür können die betrogenen
Anwohner bei der nächsten Kommunalwahl 2009 ausstellen …
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