3. Mai 2006:
Mevlana stellt Porzer Moschee-Plan vor
Der Porzer Moscheeverein Mevlana hat am
30. April sein Konzept für eine repräsentative Groß-Moschee vorgestellt.
Streit gab es dabei vor allem um die Höhe des Minaretts, die nach Vorstellung
der Stadt Köln 15,7 Meter nicht überschreiten soll. Der Verein besteht aber
darauf, 27 Meter hoch bauen zu wollen. Ein Kompromiß ist nicht in Sicht. Einig
sind sich die Stadt und die Mevlana-Planer indessen darüber, daß sich der
Gebäudekomplex über zweieinhalb Etagen erstrecken und aus Gebetsräumen sowie
einem angegliederten Gemeindezentrum bestehen soll.
Im Keller sollen 400 Quadratmeter für die
islamische Jugendarbeit genutzt werden, im Erdgeschoß ist ein großer Basar
vorgesehen. Die Erlöse aus den dortigen Geschäften sollen dem Verein Mevlana
zufließen. Das erste Obergeschoß wird, falls der Großmoschee-Plan wahr werden
sollte, eine Koranschule beherbergen, in deren fünf Unterrichtsräumen jeweils 15
Schüler mit der Lehre des Islam vertraut gemacht werden. Dafür sind 180
Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen. Der Mevlana-Vorstand wird den Plänen zufolge
im zweiten Obergeschoß Platz finden, wo zudem die Unterbringung einer islamische
Bibliothek geplant ist.
Für Männer und Frauen ist je ein getrennter
Eingang in die Moschee vorgesehen. Auch die Gebetsräume von Männern und Frauen
sollen separiert werden.
Die Kosten für den Moschee-Bau würden sich
den Angaben zufolge auf rund zwei Millionen Euro belaufen, die Mevlana aus
eigener Kraft aufbringen will. Eigentümer des Mevlana-Grundstücks ist, wie im
Fall Ehrenfeld, die türkisch-islamische Union DITIB, hinter der die finanzielle
und politische Macht des türkischen Staates steht, der auch den Imam bezahlt,
der in türkischer Sprache predigt. Baubeginn soll voraussichtlich etwa im
Frühjahr 2007 sein.
Die Parallelen zum
Ehrenfelder Moscheebau-Plan sind offensichtlich. Und es lieg auf der Hand, daß
pro Köln und die Bürger vor Ort auch in Porz gegen das Großmoschee-Projekt
massiven demokratischen Widerstand leisten werden!
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