28. November 2006:
Bürgerversammlung zur Großmoschee findet erst
im Frühjahr 2007 statt
Die großspurigen Verlautbarungen der türkisch-islamischen
Union DITIB und der politischen Stadtspitze zu einem baldigen Baubeginn für die
Großmoschee in Köln-Ehrenfeld haben sich als billiger Propagandatrick entpuppt.
Die kritischen Bürger dieser Stadt sollten vor vollendete Tatsachen gestellt
werden – die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. In einer Anfrage an die
Verwaltung ermittelte die Fraktion pro Köln, daß die Ankündigung des Baubeginns
für den Januar 2007 „jeder sachlichen Grundlage“ entbehren würde. Wörtlich heißt
es weiter: „Die Baumaßnahme kann erst begonnen werden, sobald das
Bauleitplanverfahren Planreife erlangt hat.“.
In der Tat müßte für den gewaltigen
Moscheekomplex erst einmal der örtliche Bebauungsplan geändert werden; ein
Verfahren, bei dem eine breite Bürgerbeteiligung zwingend vorgeschrieben ist.
Dazu steht in der Verwaltungsantwort:
„Die Beteiligung der Öffentlichkeit an der
Änderung des Bebauungsplanes wurde vom Stadtentwicklungsausschuß am 13.06.2006
beschlossen. Das Beteiligungsverfahren wird durchgeführt, sobald die
Überarbeitung des Wettbewerbsentwurfes so weit abgeschlossen ist, daß der
Öffentlichkeit die zur Ausführung kommende Planung vorgestellt werden kann. Dies
wird voraussichtlich im ersten Quartal 2007 der Fall sein.“
Zu dieser neuen Lage in Sachen
Großmoscheepläne erklärt die Vorsitzende der Fraktion pro Köln, die 28jährige
Rechtsanwältin Judith Wolter:
„Von einem Baubeginn Anfang nächsten Jahres
kann keine Rede mehr sein. Vielmehr soll erst im Frühjahr 2007 die
Öffentlichkeitsbeteiligung in Form einer Bürgerversammlung durchgeführt werden,
die übrigens für die Kölner Stadtspitze ein heißer Tanz werden dürfte.
Anschließend könnte dann eventuell der Bebauungsplan geändert werden, was
wiederum erst die Voraussetzung für eine konkrete Baugenehmigung wäre.
Jede Menge Hürden also, die es für die
Moscheebaubefürworter noch zu überwinden gilt. Die Gegner des
Islamisierungsprojektes stehen derweil mit ihrem stadtweiten Bürgerbegehren kurz
vor dem Abschluß. Es wurden bereits über 19.000 der benötigten 20.000
Unterstützungsunterschriften gesammelt. Das Bürgerbegehren kann somit auf jeden
Fall noch vor Änderung des Bebauungsplanes bei der Stadt offiziell eingereicht
werden! Und dann stehen die multikultibewegten Großmoscheefans sowieso vor einer
völlig veränderten Sachlage.“
|