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11. April 2006:

„Zu enge Bebauung“

Nachdem die Fraktion pro Köln bereits im Februar die Standortfrage für das geplante jüdische Museum im Stadtrat thematisiert hatte, hat sich nun eine breite politische Debatte über die mögliche Verbauung des Rathausvorplatzes entwickelt. Dabei schließen sich immer mehr Menschen der pro-Köln-Position an, daß der Rathausvorplatz aus städtebaulichen Gründen als Museumsstandort völlig ungeeignet sei. In einem „Rundschau“-Kommentar stieß am Montag auch die Journalistin Eveline Kracht ins gleiche Horn. „Jüdisches Museum ‚ja‘ – Rathausvorplatz ‚nein‘“, machte sie gleich eingangs ihre Meinung deutlich.

Ähnlich wie pro Köln argumentierte die Journalistin, daß der Rathausvorplatz als eine der wenigen freien Flächen in der Innenstadt erhalten werden sollte. „Wo bliebe sonst die freie Sicht auf den Rathausturm, Renaissance-Laube und Wallraf-Richartz-Museum, wo der Freiraum für Hochzeitsgesellschaften wie politische Versammlungen?“ Auch über die möglichen Motive für den symbolträchtigen Museumsstandort unmittelbar vor dem Rathaus machte sich Kracht Gedanken: „Hier befand sich im Mittelalter nicht nur das jüdische Viertel, hier schlägt auch das politische Herz der Stadt.“

Dazu erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Bürgerbewegung pro Köln, Charlotte Piachnow:

„Endlich wird eine sachliche und offene Debatte über dieses Thema geführt – ohne ideologische Verkrampfungen. Die Kritiker einer Verbauung des Rathausvorplatzes wagen sich zunehmend aus der Deckung. Das wird auch den Bürgern und Anwohnern den Mut geben, ihre Ablehnung offen zu bekunden. Denn die Verbauung dieses Platzes wäre eine städtebauliche Sünde ersten Ranges.“

     

 
 
 

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