15. Juni 2006:
Wilhelmplatz – die Bronx von Nippes?
Vielerorts
in Köln müssen wir seit Jahren eine Ghettobildung beobachten, die den kölschen
Normalbürger seiner Lebensqualität zu berauben droht, die unsere Stadt häßlich
werden läßt. Rückten
bislang vor allem die einschlägig bekannten Problembezirke in Mülheim und Kalk
in den Fokus des öffentlichen Interesses, so zieht jetzt die linke Rheinseite
nach. In Ehrenfeld gibt es Straßenzüge, in denen gesetzestreue Bürger nach
22.00 Uhr als Störfaktor empfunden werden. Und auch am Wilhelmplatz in Nippes
mehren sich die Beschwerden von Anwohnern über Lärmbelästigungen, Pöbeleien,
Gewaltdelikte, Glücksspiel und die Bildung von Jugendbanden. Die Kölner
Kommunalpolitik reagiert wie immer – mit Beschwichtigen und Weggucken!
 |
|
Steht
bald eine Umbenennung des Wilhelmplatzes an? - Die Sitten und Gebräuche im
Veedel nähern sich jedenfalls immer mehr denen in bestimmten
US-amerikanischen Problemstadtteilen an:
„Und dann zieht der Eine ein Messer und
hält mir das unter dem Tisch an den Bauch.“
Foto: PixelQuelle.de |
Eine Anwohnerin schreibt in einem Brief an
Polizei und Ordnungsamt: „In den Sommermonaten bereitete vor allem die
Außengastronomie zu schaffen. Das Publikum, das sich dort ab den
Mittagsstunden bis in den Abend versammelte, bestand aus Männern arabischer
Herkunft und Sprache. Sie bevölkerten den gesamten Bürgersteig über die Tische
hinaus und unterhielten sich in einer entnervenden Lautstärke, bis hin zum
Brüllen quer über die Straße und den Wilhelmplatz. Aber auch ohne die
Außengastronomie fand eine permanente Versammlung zahlreicher Gäste vor der
Tür statt. Passanten hatten Mühe, den Bürgersteig hier zu benutzen. Mehrere
Beschwerden meinerseits darüber wurden abgeblockt.“
Die Kommunikation mit dieser Klientel
entwickelt sich sehr schwierig: „Zuletzt wurde ich aus einer Gruppe von
Arabern heraus bedroht, als ich aus meinem Fenster wieder eine laute
Versammlung vor der Tür fotografierte. ‚Komm runter’, wurde z.B. gesagt. Dann
entfernte sich die Gruppe, wobei ein Mann das Hinterteil seines Nebenmannes
halb entblößte, um es mir offensichtlich anzubieten. Dieses Vorkommnis
schildert Niveau und Umgang des Publikums augenfällig.“
Im Zusammenhang mit einem bestimmten Bistro
schildert die Anwohnerin folgendes: „Seit Eröffnung dieses Bistros wird dort –
ich sage es mal so eindeutig – gezockt. Die Männer sitzen dort ganz offen beim
Kartenspiel. Niemand wird behaupten, es würde hier um Geld gespielt – denn das
ist nicht belegbar. Allerdings durfte ich neulich von meinem Wohnzimmer aus
Zeugin eines Gesprächs werden, das doch zumindest verwundert. Vor einigen
Wochen befanden sich vor dem Eingang zwei Männer im Gespräch. Einer von ihnen
war offensichtlich Marktbeschicker und hörte den
Erzählungen des anderen zu. Dieser war ein Italiener mit starkem Akzent. Er
äußerte sich abfällig über das Bistro und seine Gäste. Dann erzählte er
folgende Begebenheit: Er hatte sich an einem Tisch mit einigen Männern beim
Kartenspiel befunden. Es war offenbar zu Unstimmigkeiten gekommen, während
welcher sich folgendes ereignete:
Und dann
zieht der Eine ein Messer und hält mir das unter dem Tisch an den Bauch. Ich
sage: ‚Was willst du? Wenn du etwas willst, laß uns rausgehen.’
Der Mann war dazu offenbar nicht bereit
gewesen und hatte wohl von dem Italiener abgelassen.“
Rund um den Wilhelmplatz haben sich zudem
offenbar rivalisierende Jugendbanden gebildet, deren Angehörige
unterschiedliche Sprachen sprechen. Deren erwachsenes Umfeld scheint manche
doch eigentlich eher befremdlichen und sozialschädlichen Verhaltensweisen
dieser jungen Menschen als völlig normal zu empfinden. Die Anwohnerin
schildert in ihrem Brief das Verhalten eines solchen Erwachsenen, der sich ein
sehr eigentümliches „Fußballspiel“ ansah: „Er stand dort in stoischer Ruhe
verfolgte, jeden Ballwechsel, beobachtete in aller Seelenruhe, wie die Jungs
Bälle gegen Autos schossen, wie sie vorbeifahrende Autos blockierten. Das
alles ohne einzugreifen, offensichtlich ohne ein Wort der Ermahnung.“
Glück hat, wer „nur“ einen Fußball gegen
seinen PKW geschossen bekommt: „Dis bislang letzte Situation ereignete sich am
29.05.06, gegen 19:00 Uhr. Auf der Turmstraße, vor meinem Haus und gegenüber
von dem Geschäft für islamisch korrekte Damenbekleidung, hatten sich wieder
die Banden formiert. Es war laut und aggressiv, die Stimmung geladen. Von der
Seite Viersener Straße hörte ich plötzlich
Gebrüll. Eine ältere Frau mit einem Hund stand dort vor dem Haus ‚Maatstüffge’
und schrie laut gegen die Jugendlichen. Sie fühlte sich offenbar sehr bedroht.
Sie hatte Angst und schrie, die Jungs sollten verschwinden. Einige von ihnen
kamen immer näher auf sie zu. Die Situation war extrem bedrohlich. Ich rief
die Polizei und bat die Frau, zu warten, bis die Polizei eintrifft.
Wahrscheinlich sitzt sie bis heute im ‚Maatstüffge’
und wartet, denn der Streifenwagen kam nicht. Stattdessen
sah ich mich veranlaßt, die Gruppe mit meiner Handykamera so lange zu
fotografieren, bis sie verschwand. Gleichzeitig habe ich an diesem Abend
erfahren, daß am Freitag, dem 26.05., morgens gegen 9:30 Uhr, die Wirtin des ‚Maatstüffge’
von einer Bande junger Mädchen offenbar überfallen und beraubt worden war. Die
gerufene Polizei war bereits hier nicht erschienen, obwohl es zu physischen
Übergriffen und zur Körperverletzung einer Begleiterin gekommen war.“
Die Nippeser
Fraktionen der Altparteien haben bislang keine Veranlassung gesehen, irgend
etwas zu unternehmen, um dem Verfall mitteleuropäischer Sitten und Gebräuche
im Bereich um den Wilhelmplatz entgegen zu wirken. Pro Köln verlangt dagegen
mit einer
Anfrage in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Auskunft über den
diesbezüglichen Sachstand und die bisherigen – wohl nicht sehr umfangreichen –
Aktivitäten der Verwaltung gegen die hier eingehend beschriebenen Mißstände.
Die Nippeser
Mehrheitsfraktionen sind aufgerufenen, das Engagement der betroffenen Anwohner
für die Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung im Bereich des
Wilhelmplatzes sachgerecht zu würdigen und sich dem
pro-Köln-Vorstoß für ein angemessenes Eingreifen der Ordnungsbehörde
anzuschließen!
|