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24. November 2006:

Wieder mal Ärger für SPD-Bezirksbürgermeister Schößler

Bernd Schößler hat es schon nicht leicht. Der SPD-Bezirksbürgermeister von Nippes sorgt wieder einmal für Negativschlagzeilen. Der „Stadt-Anzeiger“ berichtet heute, daß der von Schößler geleitete Taxi-Ruf Köln einem Hilfeersuchen der Kölner Polizei nicht nachgekommen sei. Konkret geht es um eine Fahrerflucht, in die ein Taxifahrer vor vier Wochen verwickelt war. Die Polizei hatte daraufhin vom Taxi-Ruf  eine Liste der Taxiunternehmen, die zur Unfallzeit in der Nähe des Tatorts waren, angefordert. Doch bis heute wurde vom Taxi-Ruf dem Ersuchen nicht nachgekommen und statt dessen ein richterlicher Beschluß dafür gefordert. Als jetzt die Sache publik wurde, sprach Schößler von einem „Mißverständnis“.

Solche „Mißverständnisse“ hatte der Nippeser Bezirksbürgermeister und Taxiunternehmer Schößler schon öfters auszuräumen. So erhielt der SPD-Politiker von März 1998 bis September 1999 von der Stadt Köln Aufträge in Höhe von rund 102.000 Mark. Seine Taxifirma hatte während der damaligen Wahlen zahlreiche Kurierfahrten für das Wahlamt unternommen. Laut Schößler ein völlig normaler Vorgang, der ordnungsgemäß abgewickelt worden sei. Anderer Ansicht war dagegen das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln. Die Aufträge hätten ausgeschrieben werden müssen. Orginalton der Prüfer: „Gerade vor dem Hintergrund der Korruptionsbekämpfung kann eine solche Handlungsweise nicht akzeptiert werden.“

Doch Schößler sorgte auch schon in seiner Eigenschaft als Vorstand des Taxi-Ruf Köln für Negativschlagzeilen. Im Jahr 2003 wurden Vorwürfe bekannt, daß in Schößlers Bilanz rund 837.000 Euro für nicht näher definierte „sonstige Ausgaben“ verwendet worden waren. Auf der Generalversammlung der Taxigenossenschaft brachten auch Nachfragen nichts genaues über den Verbleib der Gelder ans Tageslicht. Die Staatsanwaltschaft Köln leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein, welches später wieder ergebnislos eingestellt wurde.

Die SPD als „Partei der kleinen Leute“ stört sich bis heute nicht an dem umstrittenen Geschäftsgebahren des Taxiunternehmers. Im Gegenteil: In der Bezirksvertretung Nippes wird vielmehr jeder als „unanständig“ und „charakterlos“ beschimpft, der es wagt, auf Schößlers dubiose Aktivitäten hinzuweisen, betont der pro-Köln-Bezirksvertreter in Nippes, Manfred Rouhs.

 

 
 
 

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