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20. November 2006:

Sporthochschule wird abgekanzelt

Daß die Stadtspitze ihre unmittelbaren politischen Kritiker und Konkurrenten von der Bürgerbewegung pro Köln herablassend behandelt, ist weder neu, noch – in Kenntnis der einschlägigen Mechanismen – ungewöhnlich. Die Arroganz, mit der aber selbst der Direktor der Kölner Sporthochschule, Prof. Dr. W. Tokarski, von der Obrigkeit abgekanzelt wird, weil er sich in seine eigenen Angelegenheiten „einmischt“, verblüfft dann doch. Es geht um die Umbenennung des Carl-Diem-Weges in Müngersdorf. Da hatte es Herr Prof. Dr. Tokarski doch glatt gewagt, zu widersprechen, Argumente gegen die Umbenennung derjenigen Straße vorzubringen, an der sein Institut liegt – und kritische Fragen zu stellen. Für Briefe diese Art scheint es im Rathaus eine „Rundablage“ zu geben. Deshalb hakte Prof. Tokarski mit einem geharnischten Schreiben an Oberbürgermeister Fritz Schramma nach:

„Es spricht nicht gerade für das gute Verhältnis zwischen der Stadt Köln und der Deutschen Sporthochschule, daß wir über den Sachstand sowie wichtige Überlegungen Ihrer Mitarbeiter nicht direkt, sondern über die Presse erfahren mußten. Als weltweit größte und bekannteste Sportuniversität fühlen wir uns nicht nur schäbig behandelt, sondern auch von der Lokalpolitik diskreditiert.

In dem zuletzt erschienenen Artikel des ‚Kölner Stadtanzeiger’ (vgl. die Ausgabe vom 19.10.2006) mußte ich zu meinem Erstaunen lesen, daß Ihre Stadtverwaltung den von uns bezifferten Kostenaufwand für die erforderlichen Umstellungsarbeiten ‚nicht gelten lasse, da nachvollziehbare Kostenaufstellungen fehlten’. Es ist befremdlich, daß wir hiervon wiederum nur über den Umweg einer Pressemitteilung erfahren.

Ebenso befremdlich ist es, daß trotz meiner ausführlichen Stellungnahme zu der beabsichtigten Straßenumbenennung (vgl. mein Schreiben vom 8.8.06) keine Diskussion mehr vor der abschließenden Beschlußfassung über die von uns vorgetragenen wichtigen Aspekte stattfand (so jedenfalls die Darstellung in dem vorgenannten Artikel des Kölner Stadtanzeigers).

Von einer sorgfältigen Prüfung der Eingaben der betroffenen Anwohner kann insoweit wohl keine Rede sein.

Ich gehe davon aus, daß wir zeitnah ein erläuterndes Schreiben der Stadt Köln zu dem aktuellen Sachstand erhalten und die gerichtliche Geltendmachung eines Auskunftsanspruches nicht notwendig ist.“

So geht die Stadt mit ihren Bürgern um. Armes Köln!

 

 
 
 

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