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24. Oktober 2006:

Köln bleibt Hauptstadt der Taschendiebe und Einbrecher

„Sicherste Millionenstadt 2010“ lautet das großspurige Versprechen des Kölner Polizeipräsidenten Claus Steffenhagen. Seit dem Ratseinzug der Bürgerbewegung pro Köln im Jahr 2004 wurden etliche öffentlichkeitswirksame Kampagnen und PR-Aktionen gestartet, die den Kölner Bürgern ein Gefühl von mehr Sicherheit vermitteln sollen. Nun liegt die offizielle Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2005 vor – und die nackten Zahlen sprechen leider eine ganz andere Sprache. Köln bildet unter allen deutschen Großstädten das Schlußlicht bei der Aufklärungsquote, in Köln gibt es die meisten Wohnungseinbrüche, Taschendiebstähle und die höchste Straßenkriminalität aller Millionenstädte!

Die nüchternen Zahlentabellen des Bundeskriminalamtes (BKA) beschreiben in objektiv meßbaren Größen die erschreckende Wirklichkeit in Köln. Die sogenannte „gefühlte Unsicherheit“ der Bürger ist also nicht nur ein Hirngespinst ängstlicher Zeitgenossen oder Produkt „rechtsradikaler Propaganda“, sondern hat ihren Grund in der tatsächlichen Kriminalitätslage. Gerade die Bedrohung für Leib und Leben im öffentlichen Raum ist mehr als real: Erneut weist Köln die höchste Straßenkriminalität aller bundesdeutschen Großstädte ab 200.000 Einwohnern auf. Im Vergleich zu München gibt es in Köln mehr als dreimal soviel Kriminalität im öffentlichen Raum! Eine Zahl, die sich Polizeipräsident Claus Steffenhagen vor Augen halten sollte, wenn er mal wieder von der „sichersten Millionenstadt 2010“ schwadroniert!

Das nicht nur bei Touristen gefürchtete Phänomen der Kölner Taschendiebe bleibt ebenso eine regelrechte Plage. In Köln gibt es – wie in den Vorjahren – die meisten Taschendiebstähle pro 100.000 Einwohner; mehr als doppelt soviel wie in Berlin oder Hamburg und mehr als fünfmal (!) soviel wie in München! Das pro-Köln-Wahlkampfthema „Taschendiebstahl“ und „Klau-Kids“ ist also aktueller denn je.

Traurige Berühmtheit hat Köln auch wegen tausender Wohnungseinbrüche pro Jahr erlangt. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber den Vorjahren bleibt Köln hier ebenfalls Spitzenreiter unter allen deutschen Großstädten. Und selbst im Vergleich zu den drei anderen Millionenstädten München, Hamburg und Berlin schneidet Köln miserabel ab. Sogar in der Metropole Berlin mit der räumlichen Nähe zu osteuropäischen Einbrecherbanden gibt es weniger als halb soviel Wohnungseinbrüche! Was für ein Armutszeugnis für unser schönes Köln …

Als wäre diese Situation nicht schon traurig genug, kommt auch noch eine katastrophale Aufklärungsquote bei den verübten Straftaten hinzu. Lediglich 36 Prozent der erfaßten Fälle wurden im Vorjahr in Köln aufgeklärt, womit Köln abgeschlagen den letzten Platz unter allen deutschen Großstädten ab 200.000 Einwohnern belegt! In Berlin wurden dagegen immerhin 47,8 Prozent der Fälle aufgeklärt, in Stuttgart, Hannover und München sogar über 60 Prozent. Das  sind die Zielmargen, die Köln erreichen muß, um endlich wieder eine sichere Großstadt zu werden.

Doch davon ist man selbstverständlich meilenweit entfernt. Daran ändern auch die besten Werbekampagnen der etablierten Politik und der Kölner Polizeiführung nichts. Bezeichnend ist hier auch die (Nicht)Berichterstattung der Kölner DuMont-Zeitungen über das für die Domstadt niederschmetternde Ergebnis der neuen Kriminalitätsstatistik. So schonungslos ehrlich wie in diesem pro-Köln-Bericht dürften die Kölner wahrscheinlich vorher noch nicht über die Kriminalitätsstatistik 2005 informiert worden sein. Und genau das ist auch eine Aufgabe der Bürgerbewegung pro Köln: Dort aufklären, wo die etablierte Klüngelriege Probleme vertuschen will, und anschließend alternative Lösungswege aufzeigen. Wobei beim Thema Kriminalitätsbekämpfung pro Köln im Rat und in den Bezirksvertretungen schon dutzende Anträge und Anfragen gestellt hat, die alle auf der pro-Köln-Internetseite dokumentiert sind.

 

 
 
 

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