Die Chorweiler pro-Köln-Fraktion hatte
schon mehrmals das Problem der mangelnden Sicherheit und Sauberkeit an den
Bahnhöfen im Kölner Norden angesprochen.
Im letzten Jahr wies die Fraktion pro Köln und der Seniorenvertreter mehrmals
auf Vandalismusschäden, Schmutz und die zerstörten Aufzüge am Worringer Bahnhof
hin. Daraufhin wurde der Bahnhof gereinigt und die Aufzüge repariert. Nach
nicht langer Zeit waren die Aufzüge allerdings wieder defekt und mehrere
Scheiben wurden eingeschlagen. Inzwischen ist auch das ganze Bahnhofsgelände mit
Graffitisprüchen beschmiert.
Seit Anfang des Jahres stellte der
Seniorenvertreter mehrmals die Frage, ob zur Vermeidung von Vandalismusschäden
Videoüberwachungssysteme Installiert werden könnten. Daraufhin sagte der
Bezirksvorsteher Lierenfeld nur, daß die Anfrage weiter gegeben würde. Doch es
wurde lediglich als Beruhigungspille von der Deutschen Bahn ein Notruftelefon
auf dem Bahnsteig installiert. Dies ist aber nicht die Lösung des Problems, denn
dadurch kann offensichtlich keine Straftat gegenüber Personen oder Sachen im
voraus verhindert werden – ganz im Gegensatz zur präventiven
Abschreckungswirkung einer Videoüberwachung.
Da sich leider die Altparteien diesen
Problemen also nicht wirklich angenommen haben, stellte die Fraktion pro Köln
für die letzte Bezirksvertretungssitzung den Antrag, das komplette Worringer
Bahnhofsgelände durch ein Videoüberwachungssystem kontrollieren zu lassen.
Und nun waren die Damen und Herren von
CDU, SPD und Co. in der Zwickmühle: Um den Seniorenvertreter nicht vor den Kopf
zu stoßen, mußte jetzt das Problem wirklich gelöst werden, ohne dem
pro-Köln-Antrag zustimmen zu müssen. Also unternahm man den Kunstgriff, der
Anfrage des Seniorenvertreters „zuzustimmen“, obwohl man über eine Anfrage ja
eigentlich gar nicht abstimmen kann.. Der reguläre pro-Köln-Antrag wurde im
Gegenzug abgelehnt!
Dazu erklärt der
pro-Köln-Fraktionsvorsitzende Martin Schöppe:
„Es ist traurig,
daß die Altparteien sich nicht von selbst mit aller Kraft für mehr Sicherheit
und Sauberkeit an den Bahnhöfen und in den Bahnen einsetzen und dies auch
energisch von der Deutschen Bahn und KVB einfordern. Das zeigt wieder einmal,
wie wichtig es ist, daß es pro Köln gibt. Die Bürgerbewegung ist die einzige
Kraft, die sich ernsthaft um solche Themen kümmert.“