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26. Mai 2007:

DITIB macht Rückzieher:

Dialogverweigerung statt offener Diskussion

Die türkisch-islamische Union DITIB hat mittels einer Presseerklärung ihr Gesprächsangebot an pro Köln überraschend zurückgezogen: „Die DITIB hat den aktiven Dialog gesucht, Toleranz, Offenheit und gesellschaftliche Mitarbeit gezeigt und mußte leider feststellen, daß die Gegenseite die Einladung zwar angenommen hat, eine Dialogbereitschaft jedoch ablehnt. Unter diesen Umständen laden wir die ‚Bürgerbewegung pro Köln e.V.’ aus.“ Die von DITIB angestrebte „Aufklärung der ‚Bürgerbewegung pro Köln e.V.’“ fällt demnach ersatzlos aus, statt dessen werden wohl weiter „die Ehrenfelder und Kölner mit der präsentierten Unwissenheit von der ‚Bürgerbewegung pro Köln e.V.’ verunsichert.“

„Völlig überraschend haben wir auf dem Wege einer Pressemitteilung vom plötzlichen Sinneswandel der DITIB-Verantwortlichen erfahren, während wir noch telefonisch über den genauen Termin des Besuches verhandelt haben“, zeigt sich die Vorsitzende der Fraktion pro Köln, Judith Wolter, erstaunt. „Die türkischen Verbandsfunktionäre scheinen hinsichtlich zivilisierter, demokratischer Umgangsformen noch nicht ganz in Mitteleuropa angekommen zu sein.“

Auch über den Sinn und Zweck kontroverser politischer Gespräche scheint es auf Seiten der DITIB Mißverständnisse zu geben: „DITIB versteht unter Dialogbereitschaft offensichtlich, daß man sich von ihr bei einem Täßchen türkischen Tee ‚aufklären’ läßt und anschließend ihre Vorstellungen einfach so abnickt. Diese Taktik mag bei CDU, SPD und Co. funktionieren, bei uns sicher nicht! Das haben wir – trotz unserer grundsätzlichen Gesprächsbereitschaft – auch im Vorfeld deutlich gemacht, und dies scheint wohl der Grund dafür gewesen zu sein, warum die DITIB-Leute doch noch kalte Füße bekommen haben“, so Wolter weiter.

„Aber auf der städtischen Bürgeranhörung am kommenden Dienstag kann die DITIB unliebsamen Meinungen nicht mehr aus dem Weg gehen. Die Kölner Moscheegegner können sie dort nicht einfach ausladen, hier wird die DITIB noch eine Lektion in Sachen Demokratie und Meinungsfreiheit lernen müssen. Schließlich sind wir in Deutschland und nicht in der Türkei, wo in der Auseinandersetzung zwischen Militärs und Islamisten noch nie Platz war für echte demokratische Verhältnisse!“

 

Auf einem städtischen Infostand am Samstag mitten auf der Venloer Straße konnte die DITIB aber unangenehmen Diskussionen nicht mehr aus dem Weg gehen. Im Bild: Die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion pro Köln, Charlotte Piachnow, und der DITIB-Geschäftsführer Mehmet Yildirim höchstpersönlich.

Auch der Ehrenfelder Bezirksvorsteher Josef Wirges (der etwas stämmigere Mann mit betrübten Gesichtsausdruck in der Bildmitte) ...

... und Oberbürgermeister Fritz Schramma (links) hatten einen schweren Stand angesichts der zahlreichen, diskussionsfreudigen Großmoschee-Gegner.

Aber auch die Moschee-Befürworter hatten eifrig mobilisiert und lieferten einen eindrucksvollen Beweis der gelungenen Integration unser türkischen Mitbürger in Köln ...

  

 
 
 

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