30. Mai 2007:
Kritiker unerwünscht:
Tumulte auf
manipulierter Bürgeranhörung zur Großmoschee
Pro Köln wird die
Versammlung juristisch anfechten
„Ich fühle mich wieder
an meine politischen Erlebnisse in der Tschechoslowakei vor der Wende 1989
erinnert“, stellte ein Besucher der Bürgeranhörung zur Großmoschee später
erschüttert fest. In der Tat: Die gesetzlich vorgeschriebene Versammlung zur
„Bürgerbeteiligung“ endete als Farce. Die Stadtspitze und die türkisch-islamische
Union DITIB hatten alles unternommen, um eine freie Meinungsäußerung und
Willensbekundung der Bürger zu unterbinden: Bereits vor dem offiziellen
Einlaß der Besucher war rund ein Drittel der Plätze, vor allem im vorderen
Bereich der Schulaula im Gymnasium Kreuzgasse, durch „Jubel-Perser“ der DITIB
und der Kölner Altparteien besetzt! Anschließend wurde vom völlig unsouveränen
und cholerisch auftretenden Versammlungsleiter, Bezirksbürgermeister Josef
Wirges, in Gutsherrenart verkündet, daß Fragen und Anmerkungen nur nach
schriftlicher Voranmeldung unter Nennung von Name, Anschrift und Thema des
Redebeitrages gestellt werden dürften! Und natürlich lag schon zu Beginn der
Sitzung ein Stapel dieser Anmeldungen auf Wirges Tisch … Als angesichts dieser
Zensurmaßnahmen und Manipulationen der Bürgeranhörung zahlreiche Besucher
lautstark protestierten, drohte Wirges sofort mit Saalverweisen und
Zwangsmaßnahmen. Die ebenfalls anwesenden Linksextremisten und sehr aggressiv
auftretenden, jugendlichen Zuwanderer konnten derweil ungehindert die Moschee-Gegner
wüst beschimpfen und körperlich bedrohen, ohne daß Wirges auch nur ein einziges
Mal eingeschritten wäre!
Die Stadtspitze, die
türkisch-islamische Union DITIB und ihre SA-Hilfstruppen im Saal wollten mit
dieser Taktik wohl die normalen Ehrenfelder Bürger einschüchtern und in den
Griff bekommen. Grundsätzliche Kritik an der Großmoschee sollte unter allen
Umständen verhindert werden, statt dessen wurden „Nebenkriegsschauplätze“ wie
die Parkplatzproblematik bewußt in den Vordergrund gerückt. Und beinahe wäre die
Taktik dieser totalitären und manipulativen Versammlungsführung auch
aufgegangen. Wären da nicht mehrere Dutzend engagierte Moschee-Gegner der
Ehrenfelder Anwohnerinitiative und der Bürgerbewegung pro Köln im Saal gewesen,
die dieses schäbige Spiel durchschaut hatten und Bezirksbürgermeister Wirges mit
ihrer Kritik direkt konfrontierten. Das war der Punkt, an dem der völlig
haßerfüllte „Sozialdemokrat“ Wirges endgültig die Maske fallen ließ: Brüllend
beorderte er die anwesenden Sicherheitsleute und Polizisten in das Publikum, um
unliebsame Kritiker zum Schweigen zu bringen. Daraufhin wurden rund ein Dutzend
Großmoschee-Gegner aus dem Saal gebracht, wobei sich übrigens die auffallend
vielen privaten Sicherheitsleute mit „Migrationshintergrund“ äußerst aggressiv
und gewalttätig verhielten.
Ihr Ziel konnten Wirges,
DITIB und Co. aber trotzdem nicht erreichen: Statt der erhofften Friedhofsruhe
und öffentlichen „Friede, Freude, Eierkuchen“-Stimmung, prägen heute andere
Schlagzeilen das Bild in den Medien:
„Großmoschee: Tumulte in Ehrenfeld“,
„Turbulente Diskussion über Moscheepläne“,
„Rechte verursachen Eklat bei
Podiumsdiskussion“, usw.
Interessant ist dabei nicht
nur, was die Medien berichten, sondern auch, was sie weglassen. Die „Welt“
schildert in ihrer Online-Ausgabe die Stellungnahme einer DITIB-Vertreterin:
„Eine Muslimin mit Kopftuch, eine ‚waschechte Kölnerin’ und ‚Bürgerin dieses
Staates’, wie sie sagt, erhält das Saalmikrofon gereicht. ‚Wenn wir das
gesetzliche Recht haben, Moscheen zu bauen, dann werden wir das auch tun’, sagt
sie bestimmt.“ Daß sie es nach den Bekundungen der Kopftuch-Dame im Zweifelsfall
auch gegen den Willen der Ehrenfelder Bürger tun wollen, war eine ebenso
ehrliche wie bemerkenswerte Äußerung, die wir in den Medien leider nirgendwo
erwähnt finden. Der „Kampf der Kulturen“ im Sinne des US-Autors Samuel P.
Huntington wird also von der türkischen-islamischen Seite offenbar durchaus
offensiv geführt, darüber kann die weichgespülte offizielle Rhetorik der DITIB
nicht hinwegtäuschen.
Die Bürgeranhörung
beförderte weitere interessante Fakten an den Tag. So hat die DITIB das
Moschee-Projekt Schritt für Schritt immer weiter vergrößert. Ein Ehrenfelder
Bürger entlockte durch geschicktes Nachfragen den Damen und Herren am Podium
Bemerkenswertes: Die DITIB behauptete in einer ihrer Veröffentlichungen, der
Neubau sei nicht größer angelegt als die derzeit bereits am Bauort bestehende
Moschee, nur moderner und architektonisch ansprechender. Tatsächlich aber bietet
die jetzt bestehende Moschee beim Freitagsgebet 600 Gläubigen Platz, was von der
Stadtverwaltung auch überprüft und bestätigt worden ist. Der Neubau dagegen ist
für 2.000 Gläubige ausgelegt. Statt der offiziell behaupteten Beibehaltung der
bestehenden Kapazitäten steht also deren Steigerung um mehr als das Dreifache
an!
Zudem räumte ein
DITIB-Sprecher ein, man würde an „guten“ Tagen 3.000 bis 4.000 Gläubige
erwarten, denen auf rund 20.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche – ursprünglich
waren etwa 15.000 Quadratmeter geplant – auch ausreichend Platz zur Verfügung
stehen würde. Es stimmt also, was pro Köln bereits zur Kommunalwahl 2004 per
Flugblatt im Viertel prognostiziert hatte: „Im Rathaus denkt offensichtlich
niemand darüber nach, welche Folgen der Bau einer Moschee für deren Nachbarn
hat. Es drohen gravierende Lärmbelästigungen, Massenaufmärsche,
Parkplatzprobleme und lautstarke, sich ständig wiederholende orientalische
Lautsprecherdurchsagen sowie eine Menge sozialer Sprengstoff. (…) Den
nicht-islamischen Kölnern stehen also spannende Zeiten bevor.“
Und den Vertretern der
Stadtverwaltung rutschte der Hinweis heraus, daß aufgrund der geltenden
Rechtslage nach dem Bau der beiden 55 Meter hohen Minarette der Muezzin-Ruf,
wenn er denn von der DITIB beantragt werden sollte, durchaus genehmigt werden
würde. Er sei dem Geläut christliche Kirchenglocken gleichzustellen, hieß es bei
den Vertretern der Stadt Köln. Auch hier hat pro Köln also recht behalten, denn
in einem 2004 verteilten Flugblatt der Bürgerbewegung hieß es bereits: „Wo eine
Moschee steht, wird als nächstes ein Minarett und dann der Muezzin-Ausruf bei
den zuständigen Behörden beantragt.“ Die offiziellen Beteuerungen der
Stadtspitze, der Muezzin-Ruf stehe nicht zur Diskussion, weil er ja von der
DITIB (zunächst!) nicht beantragt werden würde, kann nach diesen Äußerungen bei
der Bürgeranhörung nur als Täuschungsmanöver bewertet werden!
Aber noch ist nicht aller
Tage Abend: „Die Botschaft ist klar: Der Widerstand gegen die Großmoschee geht
weiter“, erklärt dazu heute der Vorsitzende der Bürgerbewegung pro Köln,
Rechtsanwalt Markus Beisicht. „Wir werden auch die gestrige Bürgeranhörung
juristisch anfechten. Denn die Versammlung hat keinesfalls den gesetzlich
vorgeschrieben Anforderungen genügt. Von der – eigentlich zur Neutralität
verpflichteten – Versammlungsleitung wurde die Bürgeranhörung von Anfang an
manipuliert und in eine pro-Moschee-Richtung gelenkt. Von freier
Meinungsäußerung der Anwesenden war nicht viel zu spüren; Kritiker wurden aus
dem Saal geworfen, noch bevor sie ihre Fragen stellen konnten. Insgesamt dürfte
der Ablauf der Veranstaltung den Frust und den Zorn der Moschee-kritischen
Ehrenfelder Bürger noch gesteigert haben. Ein Ablaßventil dafür wird es auf der
Demonstration gegen die Großmoschee durch Ehrenfeld am 16. Juni geben!“