13. Dezember 2006:
Pro Köln
gegen Bäderschließungen!
Der
nächste Sommer samt Badesaison ist noch in weiter Ferne, doch schon jetzt
zeichnet sich ein großes Ärgernis für alle Kölner Wasserratten ab.
Seit ein Vorschlagspapier der städtischen Kölnbäder GmbH zum „Modifizierten
Bäderkonzept“ bekannt wurde, ist die Empörung bei vielen Bürgern groß. In den
nächsten Jahren sind knapp ein Dutzend öffentliche Bäder von der Schließung
bedroht. Euphorisch angekündigte Ausbaupläne, wie zum Beispiel für das Eis- und
Schwimmstadion in der Lentstraße, sollen also mit kompletten Bäderschließungen
auf der anderen Seite wieder hereingespart werden!
Wie nun der
Aufsichtsrat der Kölnbäder gestern beschlossen hat, wird das Naturfreibad in
Fühlingen auf jeden Fall 2007 dichtgemacht werden. Über das Schicksal der Bäder
in Weiden, Rodenkirchen und Nippes soll im Laufe des nächsten Jahres entschieden
werden – die Chancen für ihr Weiterbestehen sehen eher schlecht aus. Das
Genoveva-Bad in Mülheim soll zudem nur noch für Gruppen offen stehen.
Dazu erklärt
die pro-Köln-Fraktionsvorsitzende Judith Wolter:
„Pro Köln
ist gegen einen derartigen Kahlschlag bei den städtischen Bädern. Schon vor
zweitausend Jahren hatten die Römer die Bedeutung von öffentlichen Bädern für
Gesundheit und Lebensqualität der Bürger ihrer Städte erkannt. Wollen wir auf
ein Niveau zurückfallen, das ganze Stadtviertel von solchen zivilisatorischen
Errungenschaften abkoppelt? Neuinvestitionen wie in der Lentstraße sind richtig,
aber nicht auf Kosten anderer Standorte! Die städtischen Finanzmittel müssen
dementsprechend eingesetzt werden. Einige Millionen weniger bei öffentlichen
Bauaufträgen an undurchsichtige Finanzinvestoren verschleudert – schon könnten
alle Kölner Bäder in gutem Zustand für die Öffentlichkeit erhalten werden!“