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24. März 2007:

Ehrenfelder CDU unterstützt Bürgerbegehren

Das von der Bürgerbewegung pro Köln mitgetragene Bürgerbegehren gegen den geplanten Bau einer Groß-Moschee an der Venloer Straße Ecke Innere Kanalstraße wird jetzt auch offiziell vom Ehrenfelder Ortsverband der CDU unterstützt. Das hat dessen Vorsitzender Jörg Uckermann erklärt, der sich damit prompt im „Stadt-Anzeiger“ mediale Schelte einhandelte. Zuvor hatte bereits ein prominentes Ehrenfelder SPD-Mitglied das Bürgerbegehren unterschrieben: Franz-Leo Wirtz, Ehrenvorsitzender der SPD-Bundesmittelstandsvereinigung AGS und Ehrenfelder Bezirksvorsteher von 1981 bis 1989. Beiden großen Parteien bleibt, falls sie sich in Ehrenfeld auch künftig „Volkspartei“ nennen wollen, gar nichts anderes übrig, als beim Thema Großmoschee-Bau auf pro-Köln-Kurs einzuschwenken. Denn die Bevölkerungsmehrheit in Ehrenfeld lehnt das multi-kulturelle Prestigeprojekt nachhaltig ab.

Pikant ist dabei, daß Winrich Granitzka, der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, stets behauptet hatte, seine Partei würde unter gar keinen Umständen mit pro Köln politisch zusammenarbeiten, und daß der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Ingo Wolf, FDP-Koalitionspartner der CDU in Düsseldorf, erst vor wenigen Tagen die Bürgerbewegung als „rechtsextremistisch“ zu diffamieren versucht hatte. Wolf steht nunmehr politisch kurz vor dem Fall, und Granitzkas Wort scheint in der Kölner CDU nicht allzu viel Gewicht zu haben.

Dazu erklärt der Geschäftsführer der pro-Köln-Ratsfraktion, Manfred Rouhs:

„Das offene Bekenntnis der Ehrenfelder CDU zur pro-Köln-Position in Sachen Groß-Moschee und zu dem von uns unterstützten Bürgerbegehren markiert eine Wende in der Auseinandersetzung um dieses multi-kulturelle Prestigeprojekt der alten politischen Kräfte. Winrich Granitzkas Ausgrenzungskurs gegen unsere Bürgerbewegung ist innerhalb der CDU offenbar gescheitert, und Granitzka als Person ist es sowieso. Ihm hat es die Kölner CDU zu verdanken, daß sie heute in der Öffentlichkeit schon wieder ein Bild der Zerstrittenheit und der politischen Uneinigkeit abgibt. Sein Versuch, der Kölner CDU ein Bekenntnis zum Bau der Groß-Moschee aufzuzwingen, ist undemokratisch und politisch töricht. Er gibt damit seinen parteiinternen Kritikern Gelegenheit, den Stachel zu löcken wider seinen selbstherrlichen Führungsstil und seine nicht immer für jeden Kölner Christdemokraten nachvollziehbaren Personalentscheidungen unter Rückgriff auf ein Thema, bei dem er die meisten Parteimitglieder an der Basis gegen sich hat.

Zahllose CDU-Anhänger nicht nur, aber gerade auch in Ehrenfeld haben das Bürgerbegehren gegen die Groß-Moschee unterschrieben. Pro Köln wird als extremistisch beschimpft und zum rechten Schmuddelkind der Kölner Kommunalpolitik erklärt – aber der Ehrenfelder CDU-Ortsverband trägt Granitzkas Ausgrenzungskurs nicht mit. Da müssen nun am Montag bei der Kölner CDU Konsequenzen gezogen werden. Das einfachste wäre es, Granitzka macht den Weg frei und erweist sich endlich einmal als loyaler Diener seiner Partei: durch den Rücktritt vom Amt des CDU-Fraktionsvorsitzenden. Dann könnten sich die Gegner des Großmoschee-Baus endlich über Parteigrenzen hinweg an einen Tisch setzen und über ein gemeinsames Vorgehen sprechen. Auch eine konstruktive Zusammenarbeit der Ratsfraktionen von CDU und pro Köln zum Wohle unserer Stadt könnte dann angedacht werden – ohne daß dabei die erheblichen Unterschiede im Politikstil und in der Programmatik beider Formationen außer Acht gelassen werden dürften.“

  

 
 
 

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