CDU contra OBJEKTIV
Auch in ihrer
jüngsten Sitzung hat sich die Bezirksvertretung Rodenkirchen mit der
Schülerzeitung OBJEKTIV auseinandergesetzt.
War man es ansonsten von den Grünen gewohnt, daß sie mit OBJEKTIV die Ablehnung
sämtlicher vom pro-Köln-Bezirksvertreter Bernd M. Schöppe gestellten Anträge
begründeten, so mußte sich jetzt der CDUler Boos hervortun.
Der grüne Giesen, der
leider immer noch nicht die Sitzungszeiten des Gestaltungsbeirates kennt und
sich im Gegensatz zu seinem BV-Kollegen Schöppe nicht dazu im Stande sieht, vor
der BV-Sitzung daran teilzunehmen, begnügte sich dieses Mal mit Hinweisen auf
den „Verfassungsschutzbericht“. Selbst der pro-Köln-Hinweis auf den hanebüchenen
Rechtsextremismusvorwurf des „Verfassungsschutzes“ gegenüber deutschen Bischöfen
half nicht, die verbohrten Bezirksvertreter von der Unglaubwürdigkeit des
„Verfassungsschutzes“ zu überzeugen.
Mit all den sich fein
zurecht gelegten Argumenten gegen den Antragsteller stimmten sie sodann abermals
gegen die Durchführung eines
Tag der Jugend im Bezirksrathaus, beantragten bzw. beschlossen Übergang zum
nächsten Tagesordnungspunkt beim
Bolzplatz in Rondorf, wo uns die CDU, obwohl der Bolzplatz immer noch nicht
steht, erkläre wollte, ihre Anfrage hätte entgegen der Antragsbegründung sehr
wohl etwas gebracht, das gleiche taten sie beim
Notfall-Fax sowie beim
barrierefreien Bauen und ersetzen den allgemeinen Appell zur Verbesserung
der Linie 132 durch eine Forderung nach einem Sachstandbericht für die Linie 132
in Bezug auf den Schülerverkehr.
So sehr der
Sitzungsleiter des Abends, der Alt68er von Dreusche, auch glaubte, großmütig zu
sein, was die Wortvergabe an Schöppe vor allem in Bezug auf die
Geschäftsordnungsanträge anbelangte, so sehr tat er sich auch schwer damit, zu
gegreifen, daß man nicht gänzlich das jeweilige Thema außen vor lassen kann,
wenn es darum geht, zu begründen, weshalb man sich denn doch damit befassen
sollte.
Bernd M. Schöppe zu den Vorfällen:
„Der Verfall der
Sitten und des geistigen Niveaus in der Bezirksvertretung ist traurig mit
anzusehn, wenn jetzt selbst schon die CDU, die es ja bisher als einzige
geschafft hat, einmal einem Antrag von mir zuzustimmen, sich dazu entblödet,
lediglich mit Hinweis auf die Existenz der Schülerzeitung OBJEKTIV, jedoch ohne
jedwede inhaltliche Auseinandersetzung mit der selbigen, kundzutun, daß sie
künftig aufgrund der Existenz dieser Schülerzeitung meine Anträge ablehnen und
nicht mit mir diskutieren wolle! Zwei mal zwei bleibt vier, egal, wer diese
Rechnung aufstellt, gleichgültig, ob er jetzt die F.A.Z., die TAZ, den
Stadtanzeiger oder OBJEKTIV druckt!“