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27. März 2007:

pro Köln beherrscht CDU-Parteitag

Die Diskussion über den rechten Umgang mit der Bürgerbewegung pro Köln war das beherrschende Thema auf dem Kölner Kreisparteitag der CDU, der gestern in Mülheim stattfand. Eigentlich wollten die Christdemokraten schwerpunktmäßig über ein neues Grundsatzprogramm diskutieren. Aber nachdem der Vorsitzende des Ortsverbandes Ehrenfeld, Jörg Uckermann, von der Presse mit Äußerungen zitiert worden war, nach denen er das von pro Köln mitgetragene Bürgerbegehren gegen den Bau der Groß-Moschee an der Venloer Straße Ecke Innere Kanalstraße unterstützt, war das programmatische Palaver mit einem Mal nicht mehr so wichtig. Der Kreisvorsitzende Walter Reinarz und der Fraktionsvorsitzende Winrich Granitzka hatten den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, zu Hilfe gerufen. Das Dreigestirn redete auf die Parteitagsdelegierten ein, und Reinarz drohte: „Jeder, der das Bürgerbegehren von pro Köln unterstützt, wird aus der Partei ausgeschlossen.“ Granizka schwadronierte etwas von „hartem Widerstand“ gegen pro Köln. Bosbach forderte eine „klare Kante“ gegen die Bürgerbewegung.

Derart eingeschüchtert, hielt sich Uckermann bedeckt. Es ginge ihm nur darum, eine Änderung des Bebauungsplans für den Bereich Innere Kanalstraße Ecke Venloer Straße zu verhindern, äußerte er gegenüber Presse-Vertretern, wobei er sich allerdings darüber im klaren sei, daß damit der vom Bauherren DITIB favorisierte Großmoschee-Entwurf nicht realisiert werden könne. Was also im Ergebnis doch wieder auf die pro-Köln-Losung „Nein zur Kölner Groß-Moschee“ hinausläuft ...

Die CDU hat es mit pro Köln nicht leicht. Sie weiß, daß sie mit ihrem Votum für den Bau der Groß-Moschee den Interessen und dem Mehrheitswillen der Kölner und darunter gerade auch ihrer eigenen Anhängerschaft zuwider handelt. Und sie fürchtet die Konkurrenz der Bürgerbewegung pro Köln bei der Kommunalwahl 2009.

Diese Furcht ist berechtigt, wie die CDU in gut zwei Jahren schmerzhaft bemerken wird! Denn die Kölner wissen mittlerweile, wer im Rathaus und in den Bezirksvertretungen ihre Interessen vertritt, wenn es darum geht, die multi-kulturellen Prestige-Projekte der Stadtspitze zu Fall zu bringen!

  

 
 
 

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