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3. Mai 2007:

Ehrenfelder Anwohnerinitiative macht Druck

Die Ehrenfelder Anwohnerinitiative gegen die geplante Großmoschee an der Venloer Straße Ecke Innere Kanalstraße hat heute juristische Schritte angekündigt, falls die Verwaltung in Sachen Bürgerbegehren weiter untätig bleiben sollte. Bereits vor gut drei Wochen hatte deren Vorsitzende Marylin Anderegg beim Stadtkämmerer über 23.000 Unterschriften abgegeben – seitdem herrscht Funkstille. Laut NRW-Gemeindeordnung ist die Stadt allerdings dazu verpflichtet, ein Bürgerbegehren „kurzfristig“ zu prüfen und dann schnellstmöglich im Stadtrat behandeln zu lassen. Doch bei diesem, von der etablierten Politik ungeliebten Bürgerbegehren scheint erst einmal „Aussitzen“ auf der Tagesordnung zu stehen. Marylin Anderegg hat sich jetzt deshalb direkt an Oberbürgermeister Fritz Schramma gewandt, um die Mühlen der Verwaltung endlich zum mahlen zu bringen. Hier das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bereits am 12. April habe ich persönlich bei Herrn Soénius über 23.000 Unterschriften für unser Bürgerbegehren gegen die Ehrenfelder Großmoschee abgegeben und quittieren lassen. Seitdem hat man von der Verwaltung nichts mehr über den weiteren Fortgang des Bürgerbegehrens gehört:

Sind die formalen Voraussetzungen erfüllt?

Wo bleibt die angekündigte rechtliche Stellungnahme zum Bürgerbegehren?

Wann wird das Bürgerbegehren im Rat behandelt werden?

Wie geht es allgemein weiter?                      

Ich muß Sie sicher nicht daran erinnern, daß Sie laut NRW-Gemeindeordnung ein Bürgerbegehren kurzfristig und unverzüglich prüfen und behandeln lassen müssen. Unter „kurzfristig“ verstehe ich allerdings etwas anderes als eine dreiwöchige Funkstille von Seiten der Verwaltung!

Ich möchte Sie daher auffordern, mir umgehend über Ihr bisheriges Verwaltungshandeln Auskunft zu erteilen – gerne auch per Fax an die Fraktion pro Köln. Ansonsten müßte ich leider anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Marylin Anderegg

  

 
 
 

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