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9. Mai 2007:

Illegales Plakatieren:

„pro-Köln“-Effekt in Porz

In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Porz wurde ein mittlerweile altbekanntes Ritual wiederholt: Die Fraktion pro Köln stellte einen Antrag, ein Verwaltungsvertreter erklärte das Problem für gelöst und die Mehrheitsfraktionen beschlossen daraufhin den „Übergang zum nächsten Tagesordnungspunkt“. Diesmal ging es um wildes Plakatieren im Stadtbezirk. Monatelang verschandelten unzählige illegal geklebte Plakate alle Porzer Bezirke – rechtzeitig zur Bezirksvertretungssitzung wurden viele von unsichtbarer Hand entfernt. Ein Verwaltungsvertreter erklärte, der diesbezügliche pro-Köln-Antrag sei überflüssig, weil die Verwaltung mit Jugendgruppen im Kontakt stünde, die auf ehrenamtlicher Basis für die Beseitigung illegal geklebter Plakate sorgen würden.

Bezweifelt werden darf allerdings, daß derart emsig gegen illegale Plakate vorgegangen worden wäre, falls pro Köln das Thema nicht auf die Tagesordnung der Bezirksvertretungssitzung gebracht hätte. Durch eine solche schnelle Reaktion versuchen die alten politischen Kräfte oftmals, pro Köln den Wind aus den Segeln zu geben. Der „Übergang zum nächsten Tagesordnungspunkt“ ist bei einem solchen Versteckspiel nur konsequent, wenn auch eklatant undemokratisch – pro Köln soll in der Öffentlichkeit als „überflüssig“ erscheinen, trotz der guten Sacharbeit der Mandatsträger der Bürgerbewegung.

Anhand des aktuellen Beispiels ist leicht vorstellbar, wie sich Köln vor der Kommunalwahl 2009 verändern könnte: die Stadt wird Blitzsauber, ohne Graffitis und wilde Plakate, alle Klau-Kids werden abgeschoben und sämtliche Moscheebau-Projekte auf Eis gelegt – bis nach der Kommunalwahl. Dann würde mit CDU, SPD, Grünen und FDP der alte Schlendrian weitergehen. Wenn da nicht pro Köln vor wäre …

  

 
 
 

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