Die Verantwortlichen der
türkisch-islamischen Union DITIB, die in Köln-Ehrenfeld eine Großmoschee bauen
will, scheinen angesichts des massiven Widerstandes der einheimischen
Bevölkerung langsam weiche Knie zu bekommen: In einem
persönlichen Schreiben an den Vorsitzenden der Bürgerbewegung pro Köln, Markus Beisicht,
bittet der DITIB-Geschäftsführer Mehmet Yildirim kurzfristig um ein Gespräch mit
einer Abordnung des pro-Köln-Vorstandes:
„Sehr geehrter Herr Beisicht, das
Vorhaben, an der Ecke Innere Kanalstraße und Venloer Straße ein Kulturzentrum zu
bauen, hat in Köln und weit darüber hinaus für viel Aufmerksamkeit gesorgt … Die
Bürgerbewegung pro Köln e.V. hat sich von Anfang an klar gegen den Neubau des
Kulturzentrums ausgesprochen. Auch diese Meinung akzeptieren wir; denn wir leben
in einem pluralistischen Gemeinwesen, dennoch glauben wir, dass auf beiden
Seiten Gesprächsbedarf besteht …
Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie an
einem Informationsaustausch interessiert sind. In diesem Fall bitten wir Sie
eines der o.g. Termine zu bestätigen oder einen Alternativtermin vorzuschlagen.
Haben Sie bitte Verständnis dafür, daß wir in Anbetracht des Diskussionstandes
nur drei bis vier Mitglieder Ihres Vorstandes empfangen wollen.“
Dazu erklärt der Vorsitzende der
Bürgerbewegung pro Köln, Rechtsanwalt Markus Beisicht:
„Wir begrüßen dieses Gesprächsangebot
und haben der DITIB bereits unsere prinzipielle Bereitschaft zum Dialog
mitgeteilt. Gerne werden wir den DITIB-Verantwortlichen unsere ablehnende
Haltung zu ihrer geplanten Großmoschee in Köln-Ehrenfeld persönlich darlegen und
erklären. Denn wir haben immer gesagt, daß es hier um einen objektiven,
politisch-kulturellen Interessenkonflikt zwischen der einheimischen Bevölkerung
und den türkischen Einwanderern geht, und nicht um persönliche Feindschaft.
Positiv hervorzuheben ist dabei auch,
daß die DITIB die Bürgerbewegung pro Köln als Speerspitze des Widerstandes
endlich als gleichberechtigten Gesprächspartner anerkennt. Eine Lösung der
Probleme kann es nur mit pro Köln und der Ehrenfelder Anwohnerinitiative gegen
die Großmoschee geben, und nicht gegen diese legitimen Vertreter der
Moscheebau-Gegner! Von dieser Einsicht können die etablierten Kölner Parteien
noch einiges lernen.
Dessen ungeachtet kann aber schon im
Vorfeld eines solchen Gespräches festgehalten werden: Von der grundsätzlichen
Ablehnung einer Großmoschee mitten in einer deutschen Stadt wird pro Köln nicht
abweichen. Mit architektonischen Schönheitskorrekturen oder kleinen
Veränderungen bei der Höhe der Minarette wird es nicht getan sein. Der DITIB muß
klar werden, daß eine Großmoschee in der Domstadt Köln keinen Platz hat! Eine
moderne und angemessene Gebetstätte für die türkischen Muslime in Köln –
zusätzlich zu den schon vorhandenen, dutzenden kleinen Moscheen im Stadtgebiet –
läßt sich auch anders verwirklichen. Die angekündigte pro-Köln-Beteiligung an
der Bürgeranhörung am kommenden Dienstag und die Demonstration am 16. Juni durch
Ehrenfeld werden deshalb auf jeden Fall stattfinden!“