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24. Mai 2007:

Überraschende Wende im Großmoschee-Streit:

DITIB ersucht um Gespräch mit der Bürgerbewegung pro Köln

Die Verantwortlichen der türkisch-islamischen Union DITIB, die in Köln-Ehrenfeld eine Großmoschee bauen will, scheinen angesichts des massiven Widerstandes der einheimischen Bevölkerung langsam weiche Knie zu bekommen: In einem persönlichen Schreiben an den Vorsitzenden der Bürgerbewegung pro Köln, Markus Beisicht, bittet der DITIB-Geschäftsführer Mehmet Yildirim kurzfristig um ein Gespräch mit einer Abordnung des pro-Köln-Vorstandes:

„Sehr geehrter Herr Beisicht, das Vorhaben, an der Ecke Innere Kanalstraße und Venloer Straße ein Kulturzentrum zu bauen, hat in Köln und weit darüber hinaus für viel Aufmerksamkeit gesorgt … Die Bürgerbewegung pro Köln e.V. hat sich von Anfang an klar gegen den Neubau des Kulturzentrums ausgesprochen. Auch diese Meinung akzeptieren wir; denn wir leben in einem pluralistischen Gemeinwesen, dennoch glauben wir, dass auf beiden Seiten Gesprächsbedarf besteht …

Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie an einem Informationsaustausch interessiert sind. In diesem Fall bitten wir Sie eines der o.g. Termine zu bestätigen oder einen Alternativtermin vorzuschlagen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, daß wir in Anbetracht des Diskussionstandes nur drei bis vier Mitglieder Ihres Vorstandes empfangen wollen.“

Dazu erklärt der Vorsitzende der Bürgerbewegung pro Köln, Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Wir begrüßen dieses Gesprächsangebot und haben der DITIB bereits unsere prinzipielle Bereitschaft zum Dialog mitgeteilt. Gerne werden wir den DITIB-Verantwortlichen unsere ablehnende Haltung zu ihrer geplanten Großmoschee in Köln-Ehrenfeld persönlich darlegen und erklären. Denn wir haben immer gesagt, daß es hier um einen objektiven, politisch-kulturellen Interessenkonflikt zwischen der einheimischen Bevölkerung und den türkischen Einwanderern geht, und nicht um persönliche Feindschaft.

Positiv hervorzuheben ist dabei auch, daß die DITIB die Bürgerbewegung pro Köln als Speerspitze des Widerstandes endlich als gleichberechtigten Gesprächspartner anerkennt. Eine Lösung der Probleme kann es nur mit pro Köln und der Ehrenfelder Anwohnerinitiative gegen die Großmoschee geben, und nicht gegen diese legitimen Vertreter der Moscheebau-Gegner! Von dieser Einsicht können die etablierten Kölner Parteien noch einiges lernen.

Dessen ungeachtet kann aber schon im Vorfeld eines solchen Gespräches festgehalten werden: Von der grundsätzlichen Ablehnung einer Großmoschee mitten in einer deutschen Stadt wird pro Köln nicht abweichen. Mit architektonischen Schönheitskorrekturen oder kleinen Veränderungen bei der Höhe der Minarette wird es nicht getan sein. Der DITIB muß klar werden, daß eine Großmoschee in der Domstadt Köln keinen Platz hat! Eine moderne und angemessene Gebetstätte für die türkischen Muslime in Köln – zusätzlich zu den schon vorhandenen, dutzenden kleinen Moscheen im Stadtgebiet – läßt sich auch anders verwirklichen. Die angekündigte pro-Köln-Beteiligung an der Bürgeranhörung am kommenden Dienstag und die Demonstration am 16. Juni durch Ehrenfeld werden deshalb auf jeden Fall stattfinden!“

  

 
 
 

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