Im Vorfeld der
Demonstration gegen die Großmoschee in Köln-Ehrenfeld am 16. Juni nimmt die
Debatte um das Islamisierungsvorhaben weiter an Schärfe zu. Den Veranstaltern
des Schweigemarsches - der Ehrenfelder Anwohnerinitiative, der Bürgerbewegung
pro Köln und pro NRW - werden immer abenteuerlichere Vorwürfe gemacht. Die
heimischen Gegner der Großmoschee würden „ausländische Neonazis“ nach Köln holen
und gemeinsame Sache mit gewaltbereiten Rechtsextremisten aus ganz Deutschland
machen. Zu diesen abstrusen Anschuldigungen äußerte sich nun die Sprecherin der
Ehrenfelder Anwohnerinitiative, Marylin Anderegg, in einem Interview:
Frau Anderegg, stimmt
es, daß Sie am 16. Juni mit Neonazis durch Ehrenfeld marschieren wollen?
Natürlich nicht, das ist
blanker Unsinn! So wurde zum Beispiel in der „Bild Köln“ im Zusammenhang mit
unserem Schweigemarsch bösartig und dreist ein Bild von irgendeinem
Neonazi-Aufzug gebracht, dessen Teilnehmer überhaupt nichts mit uns oder pro
Köln zu tun haben! Die Bürger sollen durch solche Manipulationen verunsichert
und mit allerlei Tricks von der Teilnahme an unserer Veranstaltung abgehalten
werden.
Aber pro Köln ist am 16.
Juni schon mit an Bord?
Natürlich, denn von Anfang
an haben unsere Anwohnerinitiative und pro Köln gemeinsam den Widerstand gegen
die Großmoschee organisiert. Nur zusammen konnten wir bisher so erfolgreich sein
und eine offene Debatte über das Thema erzwingen. Die etablierten Parteien und
die lokalen Medien wollten das ja ursprünglich verhindern.
Wer veranstaltet denn
nun genau die Demonstration und die anschließende Kundgebung vor dem
Bezirksrathaus?
Veranstalter sind die
Ehrenfelder Anwohnerinitiative, pro Köln und pro NRW, namentlich der
pro-Köln-Vorsitzende, Rechtsanwalt Markus Beisicht, und ich als Sprecherin der
Ehrenfelder Anti-Moschee-Initiative. In diesem Sinne wird auch die gesamte
Veranstaltung ablaufen: Es werden mehrere Redner von uns und pro Köln, sowie ein
profilierter parteiloser Islamkritiker sprechen.
Und was ist mit dem
angekündigten Vlaams-Belang-Politiker?
Der islamkritische Vlaams
Belang hat im flämischen Teil Belgiens Volksparteicharakter, in Antwerpen zum
Beispiel mit regelmäßigen Wahlergebnissen von über 30 Prozent! Die Arbeit dieser
durch und durch seriösen, patriotischen Partei ist absolut vorbildlich! Wir sind
froh, daß die Kölner Großmoschee-Debatte inzwischen sogar im benachbarten
Ausland wahrgenommen wird und wir auch von da Unterstützung erfahren. Im übrigen
beweist doch gerade die Teilnahme des Vlaams Belang, der in Antwerpen auch
hervorragende Beziehungen zur jüdischen Gemeinde pflegt, daß wir keineswegs
„ausländerfeindlich“ sind!
Was ist mit den diversen
anderen Demoaufrufen im Internet?
Alleine die Ehrenfelder
Anwohnerinitiative, pro Köln und pro NRW sind die legitimen Veranstalter dieser
Demo. Aufrufe anderer Parteien oder irgendwelcher obskurer Politsekten sind
nicht autorisiert und in keiner Weise mit uns abgesprochen! Das möchte ich hier
mal in aller Deutlichkeit feststellen. Es kann sich jeder selbst die Frage
beantworten, warum und in wessen Auftrag solche Störmanöver erfolgen
…Selbstverständlich ist jeder engagierte Demokrat bei unserem großem Aufmarsch
herzlich willkommen. Wir werden jedoch nicht zulassen, daß anderer
Gruppierungen, die bislang in der Großmoschee-Debatte eisern geschwiegen bzw.
von einer Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Islamisten geträumt haben, unsere
Kundgebung zweckentfremden. Die Spielregeln bestimmen immer noch wir!
Und an wen richtet sich
Ihre Demonstration nun?
Ganz klar: An die normale,
moscheekritische Ehrenfelder Bevölkerung und an die Unterstützer der
Bürgerbewegung pro Köln. Denn das sind die echten Träger des Widerstandes gegen
die Großmoschee, die mit ihrer monatelangen Vorarbeit diesen Schweigemarsch erst
möglich gemacht haben! Deshalb sage ich auch noch einmal ganz deutlich: Wir
Ehrenfelder Bürger wollen diese Großmoschee nicht!