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5. Juni 2007:

„Wir Ehrenfelder Bürger wollen diese Großmoschee nicht!“

Im Vorfeld der Demonstration gegen die Großmoschee in Köln-Ehrenfeld am 16. Juni nimmt die Debatte um das Islamisierungsvorhaben weiter an Schärfe zu. Den Veranstaltern des Schweigemarsches - der Ehrenfelder Anwohnerinitiative, der Bürgerbewegung pro Köln und pro NRW - werden immer abenteuerlichere Vorwürfe gemacht. Die heimischen Gegner der Großmoschee würden „ausländische Neonazis“ nach Köln holen und gemeinsame Sache mit gewaltbereiten Rechtsextremisten aus ganz Deutschland machen. Zu diesen abstrusen Anschuldigungen äußerte sich nun die Sprecherin der Ehrenfelder Anwohnerinitiative, Marylin Anderegg, in einem Interview:

Frau Anderegg, stimmt es, daß Sie am 16. Juni mit Neonazis durch Ehrenfeld marschieren wollen?

Natürlich nicht, das ist blanker Unsinn! So wurde zum Beispiel in der „Bild Köln“ im Zusammenhang mit unserem Schweigemarsch bösartig und dreist ein Bild von irgendeinem Neonazi-Aufzug gebracht, dessen Teilnehmer überhaupt nichts mit uns oder pro Köln zu tun haben! Die Bürger sollen durch solche Manipulationen verunsichert und mit allerlei Tricks von der Teilnahme an unserer Veranstaltung abgehalten werden.

Aber pro Köln ist am 16. Juni schon mit an Bord?

Natürlich, denn von Anfang an haben unsere Anwohnerinitiative und pro Köln gemeinsam den Widerstand gegen die Großmoschee organisiert. Nur zusammen konnten wir bisher so erfolgreich sein und eine offene Debatte über das Thema erzwingen. Die etablierten Parteien und die lokalen Medien wollten das ja ursprünglich verhindern.

Wer veranstaltet denn nun genau die Demonstration und die anschließende Kundgebung vor dem Bezirksrathaus?

Veranstalter sind die Ehrenfelder Anwohnerinitiative, pro Köln und pro NRW, namentlich der pro-Köln-Vorsitzende, Rechtsanwalt Markus Beisicht, und ich als Sprecherin der Ehrenfelder Anti-Moschee-Initiative. In diesem Sinne wird auch die gesamte Veranstaltung ablaufen: Es werden mehrere Redner von uns und pro Köln, sowie ein profilierter parteiloser Islamkritiker sprechen.

Und was ist mit dem angekündigten Vlaams-Belang-Politiker?

Der islamkritische Vlaams Belang hat im flämischen Teil Belgiens Volksparteicharakter, in Antwerpen zum Beispiel mit regelmäßigen Wahlergebnissen von über 30 Prozent! Die Arbeit dieser durch und durch seriösen, patriotischen Partei ist absolut vorbildlich! Wir sind froh, daß die Kölner Großmoschee-Debatte inzwischen sogar im benachbarten Ausland wahrgenommen wird und wir auch von da Unterstützung erfahren. Im übrigen beweist doch gerade die Teilnahme des Vlaams Belang, der in Antwerpen auch hervorragende Beziehungen zur jüdischen Gemeinde pflegt, daß wir keineswegs „ausländerfeindlich“ sind!

Was ist mit den diversen anderen Demoaufrufen im Internet?

Alleine die Ehrenfelder Anwohnerinitiative, pro Köln und pro NRW sind die legitimen Veranstalter dieser Demo. Aufrufe anderer Parteien oder irgendwelcher obskurer Politsekten sind nicht autorisiert und in keiner Weise mit uns abgesprochen! Das möchte ich hier mal in aller Deutlichkeit feststellen. Es kann sich jeder selbst die Frage beantworten, warum und in wessen Auftrag solche Störmanöver erfolgen …Selbstverständlich ist jeder engagierte Demokrat bei unserem großem Aufmarsch herzlich willkommen. Wir werden jedoch nicht zulassen, daß anderer Gruppierungen, die bislang in der Großmoschee-Debatte eisern geschwiegen bzw. von einer Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Islamisten geträumt haben, unsere Kundgebung zweckentfremden. Die Spielregeln bestimmen immer noch wir!

Und an wen richtet sich Ihre Demonstration nun?

Ganz klar: An die normale, moscheekritische Ehrenfelder Bevölkerung und an die Unterstützer der Bürgerbewegung pro Köln. Denn das sind die echten Träger des Widerstandes gegen die Großmoschee, die mit ihrer monatelangen Vorarbeit diesen Schweigemarsch erst möglich gemacht haben! Deshalb sage ich auch noch einmal ganz deutlich: Wir Ehrenfelder Bürger wollen diese Großmoschee nicht!

  

 
 
 

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