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25. Mai 2007:

Junkie-Lokal schließen!

Nach Medienberichten soll ein Drogenabhängiger einen 8jährigen Jungen auf dem Spielplatz Burgenlandpark in Humboldt-Gremberg mit einer Spitze verletzt haben. Der Junge wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Tatort befindet sich in der Nähe des umstrittenen Ladenlokals des Junkie-Bundes in der Taunusstraße, dessen Schließung die Bürgerbewegung pro Köln bereits seit dem Jahr 2003 fordert. Die Sozialdezernentin Marlies Bredehorst wird nach dem Vorfall in den Medien mit der Äußerung zitiert, die Verwaltung würde „mit Hochdruck“ an einer Verlagerung des Ladenlokals arbeiten. Dabei bleibt allerdings unklar, wo diese Einrichtung künftig ansässig werden soll und wann die Aktivitäten der Verwaltung zur Schließung der umstrittenen Einrichtung führen.

Auch in der Sitzung des Sozialausschusses am 24. Mai wurde das Thema angesprochen. Frau Bredehorst äußerte sich dort weit weniger entschieden als gegenüber der Presse. Sie sagte lediglich, daß sie in regelmäßigen Abständen mit den Bürgern vor Ort Gespräche führen würde. Zu diesen Gesprächen sei auch die Polizei hinzugezogen worden. Zusätzlich würde die Adler-Wache dort Streife fahren, obwohl dazu keine Verpflichtung bestände.

Auf die Frage, ob der Junkie-Bund in die Nähe des Kalk-Karree verlegt werden könnte, gestand die Sozialdezernentin ein, daß dies schwierig sei, weil sich kein Vermieter finde, der an den Junkie-Bund vermieten wolle. Auch sei die Situation in anderen Stadtteilen ähnlich, z.B. zwischen Heumarkt und Neumarkt und in Mülheim. Sie denke eventuell daran, den Junkie-Bund irgendwo in Container einzuquartieren, und außerdem solle im Rechtsrheinischen noch ein zweites derartiges Ladenlokal eingerichtet werden.

Für pro Köln regte Regina Wilden in der Sitzung an:

„Frau Bredehorst, wie wärs, wenn Sie das Ding einfach schließen würden? Seit vielen Jahren trifft man allerlei Maßnahmen, aber alles ist nur noch schlimmer geworden. Jeden Tag richten die Drogensüchtigen einen hohen Schaden in der Stadt an, das stand doch dieser Tage erst in der Zeitung, und jetzt wollen Sie auch noch einen zweiten Drogenkonsumraum im Rechtsrheinischen einrichten, da wird alles nur noch schlimmer!“

Zudem setzt pro Köln das Thema erneut auf die Tagesordnung der Kalker Bezirksvertretung, die das nächste Mal am 14. Juni tagt. In einer Anfrage will die Bürgerbewegung wissen:

1.) Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung über Gewalttaten von Drogenabhängigen in Humboldt-Gremberg in den letzten 12 Monaten vor?

2.) Wie lange wird das Ladenlokal des Junkie-Bundes voraussichtlich noch in der Taunusstraße verbleiben?

3.) Welche alternativen Standorte prüft die Verwaltung derzeit für das Ladenlokal des Junkie-Bundes?

Und pro Köln beantragt am 24. Juni:

1.) das Ladenlokal des Junkie-Bundes in der Taunusstraße möglichst umgehend zu schließen und

2.) eine Verlagerung des Ladenlokals nicht innerhalb des Stadtbezirkes Kalk vorzunehmen.

Der Bevölkerung im Stadtbezirk ist die weitere Präsenz des Ladenlokals nach den jüngsten Ereignissen eindeutig nicht mehr länger zumutbar!

 

 
 
 

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