Im „Stadt-Anzeiger“ tönt heute
CDU-Bürgermeister „Jupp“ Müller anläßlich der Vorschläge der
Kienbaum-Unternehmensberater, daß überall gespart werden müsse, sogar bei der
Fahrbereitschaft für die Bürgermeister und die Vorsitzenden der großen
Ratsfraktionen. So gar nicht
in dieses Bild paßt aber eine Meldung im „Express“ vom Vortag: „345 PS.
Bürgermeister fahren Power-Japaner“ titelte da das DuMont-Boulevard-Blatt. In
den Genuß der neuen Dienstwagen kommen die „ehrenamtlichen“ Kölner Bürgermeister
Josef Müller (CDU), Elfi Scho-Antwerpes (SPD) und Angela Spitzig (Grüne). Weiter
kann man dazu im „Express“ im besten Automagazin-Deutsch lesen:
„Lexus GS
450h heißt die Hochgeschwindigkeitslimousine von Toyota (Neupreis: 59.000 €).
Und zwei dieser Power-Japaner mit einer Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h
wurde dem Bürgermeister-Trio am Montag von dem Vize-Präsidenten von Toyota
Deutschland, Markus Schrick, übergeben. Die Stadt zahlt eine monatliche
Leasingrate von 700 € pro Fahrzeug.
Enthalten sind Versicherungen,
Steuern, Winterreifen, Reparaturen, Inspektionen mit allem Pipapo. Dezenter dunkler Lack, edles Leder im
Inneren, modernes Navi-System. Aber was die neuen BM-Dienstwagen unter der
Motorhaube haben, ist im städtischen Fuhrpark neu: ein Hybridantrieb. Der Lexus
wird beim Anfahren nur von dem Elektromotor (allein 200 PS) angetrieben –
geräuschlos und mit Beschleunigungswerten wie eine Achterbahn. Erst bei 50 oder
60 km/h – je nach Fahrweise – schaltet sich der 3,5-Liter-V6-Benzinmotor (296
PS) hinzu. Zusammen bringen sie 345 PS (254 kW) auf die Straße ...“
Pro Köln meint dazu:
Ein schönes
Weihnachtsgeschenk für verdiente Politiker der Altparteien! Und was gibt es für
unsereins, die Kölner Bürger? Ach ja, eine saftige Erhöhung der
Straßenreinigungsgebühr und immer weiter steigende Abfallgebühren … Es ist
wirklich eine Schande, was in dieser Stadt abgeht! Ungeniert leistet sich die
politische Klasse auf Kosten der Steuerzahler ein teueres Privileg nach dem
anderen – selbstverständlich „mit allem Pipapo“!