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24. Mai 2007:

Bundesweites Medienecho zur Großmoschee-Debatte:

„Kölner Rechtspopulisten loben Ralph Giordano“

Die neu entflammte Debatte über die Kölner Großmoschee hat ein bundesweites Medienecho ausgelöst: Die „Welt“, der Berliner „Tagesspiegel“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die Süddeutsche Zeitung, die Magdeburger „Volksstimme“ und selbst der Schweizer „Tagesanzeiger“ sind auf den immer schneller fahrenden Zug aufgesprungen. Seit den öffentlichkeitswirksamen Äußerungen des Schriftstellers Ralph Giordano gegen die Großmoschee wird in den verschiedensten Zeitungen über den „Kulturkampf am Rhein“ berichtet. Stets wird dabei auch die Rolle der Bürgerbewegung pro Köln als Speerspitze des Widerstandes gewürdigt, der jetzt neue Nahrung gefunden hätte. Fehlen darf dabei freilich nie die Kritik, daß pro Köln politisch rechts stehen würde, wobei die Bezeichnungen von „Rechtspopulisten“ bis „Rechtextremisten“ reichen. Doch abgesehen von mancher Schmähkritik an pro Köln kann die neue Entwicklung durchwegs positiv bewertet werden: Der Moscheebau wird noch mehr zu einem politischen und medialen Thema, nachdem er zuvor schon von der Bevölkerung in Ehrenfeld und im ganzen Stadtgebiet seit Monaten heiß diskutiert wurde.

Jetzt scheint sich die Debatte allerdings zuzuspitzen. Vor der großen Bürgeranhörung am kommenden Dienstag, zu der sich schon zahlreiche Medienvertreter angekündigt haben, und der Demonstration durch Ehrenfeld am 16. Juni, mobilisieren beide Lager ihre Anhängerschaft. Für besondere Aufregung sorgte natürlich, daß in dieser Frage pro Köln und Giordano plötzlich an einem Strang ziehen! „Kölner Rechtspopulisten loben Ralph Giordano!“ betitelte dementsprechend die „Welt“ ihren großen Hintergrundbericht:

„Das Bauprojekt spaltet die Stadt, plötzlich tobt direkt am Rhein der Kampf der Kulturen ... Es ist einiges durcheinander geraten in Köln, das politisch Korrekte mit dem Inkorrekten, Wahrheit mit Propaganda, Integration mit Nationalismus. In der bundesweit viertgrößten Stadt streitet man seit Monaten mal öffentlich, aber permanent unterschwellig, um eine geplante Moschee im Stadtteil Ehrenfeld, so als verlaufe dort im Westen der Rheinmetropole eine kulturell-religiöse Erdbebenspalte zwischen Morgen- und Abendland.“

Und zu pro Köln heißt es:

„Ausgerechnet die rechtspopulistische Ratsfraktion ‚pro Köln’ lobt nun ‚bei aller seit Jahren offensiv gepflegten, profilierten Gegnerschaft’ den jüdischen Publizisten und frohlockt, ‚dass sich unsere Aktivitäten hervorragend ergänzen.’ Es half Giordano nur wenig, sich vorab von den Rechten zu distanzieren und sie als ‚lokale Variante des zeitgenössischen Nationalsozialismus’ zu geißeln. Sie vereinnahmten den Holocaust-Überlebenden trotzdem für ihren Kulturkampf.“

In der Tat sorgten natürlich auch Giordanos unsägliche Äußerungen in Richtung pro Köln für viel Gesprächsstoff. Denn obwohl man in Sachen Großmoschee ähnliche Ziele verfolgt, meinte Giordano, seine „guten Ruf“ nur durch gleichzeitige Beleidigungen gegen die „bösen Rechten“ retten zu können. Wörtlich erklärte Giordano mehrmals in den Medien, u.a. in der Magdeburger „Volksstimme“:

„Diese Leute, die lokale Variante des zeitgenössischen Nationalsozialismus, würden mich, wenn sie könnten, wie sie wollen, in die Gaskammer stecken. Das habe ich öffentlich so gesagt und daraufhin hat ‚Pro Köln’ Strafanzeige gegen mich gestellt.“

Völlig zurecht, denn natürlich kann pro Köln es nicht unwidersprochen hinnehmen, daß ihren Mitgliedern und Unterstützern derartig mörderische Absichten unterstellt werden! Und sicher werden die diesbezüglichen straf- und zivilrechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Giordano und pro Köln ebenfalls noch viel Stoff für die Medien bieten ...

  

 
 
 

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