Die Zahl der am Samstag
erwarteten Demonstranten gegen pro Köln – also wohl contra Köln - ist von den
Veranstaltern auf fünf Prozent des ursprünglichen Quotums reduziert worden:
nicht mehr von bis zu 20.000, sondern nur noch von 1.000 Teilnehmern ist
jetzt die Rede. Und das, obwohl an vielen Schulen in der Domstadt öffentliche
Ressourcen für die Mobilisation contra Köln parteilpolitisch mißbraucht wurden.
Und obwohl alle Medien mittrommeln: von
Radio
Köln bis zum
„Kölner Stadt-Anzeiger“.
Noch in der Demo-Broschüre heißt
es, 5.000 Protestierer würden erwartet werden.
Dabei kann das offizielle
Demo-Motto „Für eine Stadt ohne Rassismus und Faschismus“ wohl nur als
verspäteter Karnevalsscherz aufgefaßt werden: gegen Rassismus und Faschismus
könnte pro Köln ohne weiteres mitdemonstrieren. Es geht in Wahrheit um ein Votum
„für eine Stadt ohne Opposition“. Denn das ist es, was den alten politischen
Kräften und ihren Jugendorganisationen schwer im Magen liegt: daß da Menschen
den Mund aufmachen, sich engagieren gegen Filz, Klüngel und Korruption – und
gegen die gescheiterte Utopie einer multi-kulturellen Gesellschaft, die in Köln
in manchen Veedeln zum multi-kriminellen Problemfall verkommen ist. „Otto
Normalverbraucher“ soll zum Schweigen gebracht werden.
Dies indessen wird nicht
gelingen. Am vergangenen Freitag hat der Arbeitskreis Jugend der Bürgerbewegung
pro Köln über neue Beiträge zur vom Chorweiler pro-Köln-Bezirksvertreter Martin
Schöppe herausgegebenen Schülerzeitung „Objektiv“ beraten. Deren nächste Ausgabe
wird im April erscheinen, erstmals mit mehr als 3.000 Exemplaren Auflage. Martin
Schöppe stellt klar: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Die Schülerzeitung
‚Objektiv’ wird bis Jahresende eine feste Größe im Kölner Schulalltag werden.
Die Jugendorganisationen der alten politischen Kräfte können so viel
demonstrieren, wie sie wollen: wir sind nicht mehr aufzuhalten!“