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8. Dezember 2006:

„Folgt Bürgerentscheid?“

Endlich werden die neuen Fakten in Sachen Großmoschee auch von der etablierten Presse zur Kenntnis genommen – zumindest von der „Kölnischen Rundschau“. In einem erfreulich sachlichen Artikel berichtet das Blatt von der erfolgreichen Unterschriftensammlung und stellt zum ersten Mal die reale Möglichkeit eines Bürgerentscheides über die geplante Großmoschee in Köln-Ehrenfeld in den Raum. Auf Seite 2 des Kommunalteils titelt die „Rundschau“: „Folgt Bürgerentscheid? 20.000 Kölner haben sich laut ‚pro Köln’ Bürgerbegehren gegen Moschee angeschlossen.“

Damit wird einem größeren Publikum erstmals eine echte Alternative zur pro-Moschee-Haltung aller etablierten Parteien in Aussicht gestellt. Denn bei einem Bürgerentscheid könnten die Menschen selbst darüber abstimmen, ob sie ein derartiges Projekt im Herzen von Köln für wünschenswert halten!

Interessant auch die Reaktionen der Stadtspitze und der Möchtegern-Bauherrin, der türkisch-islamischen Union DITIB. Denn obwohl bisher von allen Verantwortlichen stets behauptet wurde, daß das Bürgerbegehren sowieso rechtswidrig und unsinnig wäre, kann man jetzt plötzlich vorsichtigere Stellungnahmen in der „Rundschau“ lesen. „Die Stadtverwaltung mochte gestern noch keine Einschätzung hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Bürgerbegehrens abgeben.“ Soso, jetzt auf einmal! Was dazu wohl all jene sagen werden, die bisher völlig arrogant und abgehoben das Bürgerbegehren abgekanzelt haben?

Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) verlegt sich derweil auf Durchhalteparolen. „OB Fritz Schramma sagte gestern, er halte den Bau der Moschee weiterhin für gerechtfertigt.“ Fast flehentlich heißt es im Anschluß weiter: „Schramma erinnert den Bauherrn DITIB allerdings auch an seine Zusage, mit Predigten in deutscher Sprache für Transparenz zu sorgen.“

Apropos DITIB: Bei den türkischen Religionswächtern scheint angesichts der neuen Entwicklung „etwas“ Unruhe und Ratlosigkeit zu herrschen: „Von der DITIB war gestern trotz mehrfacher Nachfrage keine Stellungnahme zu erhalten.“ Ob da wohl die Verantwortlichen gerade mit Krisensitzungen beschäftigt waren?

 

 
 
 

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