Die durch eine
pro-Köln-Flugblattaktion bekannt gewordenen Pläne für ein islamistisches Zentrum
in Mülheim schlagen hohe Wellen. Der massive Unmut der einheimischen Bevölkerung
hat jetzt sogar die mediale Schweigespirale des DuMont-Konzerns ein Stück weit
aufbrechen können. Zumindest die „Kölnische Rundschau“ berichtete gestern in
ihrer rechtsrheinischen Ausgabe mit einem fast
halbseitigen Artikel
über den Streit um das Bauvorhaben in der Mündelstraße. Ausführlich geht darin
der Redakteur auch auf das massenhaft verteilte pro-Köln-Flugblatt ein, das zu
empörten Rechtfertigungsversuchen des Bezirksbürgermeisters Norbert Fuchs
geführt hat. Besonders getroffen war die politische Klasse anscheinend davon,
daß pro Köln die Bürger über die bisher vor der Öffentlichkeit verborgen
gehaltenen Pläne als erste informiert hatte:
„Auch die Behauptung von
‚pro Köln’, daß Verwaltung und Politik in der Beschlußvorlage deshalb von einer
frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit absehen, um ‚die notwendige Änderung
in aller Heimlichkeit durchzuführen’, wies Fuchs energisch zurück. ‚Das
Gegenteil ist der Fall. Wir möchten eine öffentliche und transparente Diskussion
über das Thema haben, damit eben bei uns nicht dasselbe passiert, wie beim
Streit um den Moscheebau in Ehrenfeld’ sagte Fuchs.“
Pro Köln begrüßt die
überraschende Ankündigung des Bezirksbürgermeisters in Bezug auf „eine
öffentliche und transparente Diskussion“. Dann hätte die Flugblattkampagne von
pro Köln schließlich genau das erreicht, was sie sollte: das öffentliche
Schweigen zu derartigen Plänen zu brechen, kontroverse Diskussionen zu
ermöglichen und einen fairen demokratischen Entscheidungsprozeß einzuläuten.
Besonders interessant
dürfte bei diesen Diskussionen auch der offensichtlich islamistische Hintergrund
des Trägervereins sein. Selbst die „Rundschau“ mußte einräumen, daß es
„Gerüchte“ über „enge Kontakte zur islamischen Gemeinschaft ‚Milli Görus’ gäbe.
„die wegen angeblicher ‚antisemitischer und antidemokratischer Hetzparolen’
schon ins Visier des Verfassungsschutzes geraten ist“. Derzeit habe der
Trägerverein zudem Räumlichkeiten bei „Mili Görus“ angemietet – ein Schelm, der
Böses dabei denkt!