Der Islambeauftragte der
Kölner Polizei, Thomas Dürscheid, äußert heute in einem „Rundschau“-Interview
die Einschätzung, daß es „noch immer die Tendenz zur Gettoisierung, zum Rückzug“
bei den Muslimen gäbe. Dürscheid ist seit Januar 2006 in Köln für die
Kontakte zwischen Polizei und Muslime verantwortlich. Er muß also wissen, von
was er spricht. Und vor allem: Dürscheid wird Probleme wohl kaum übertrieben
darstellen, da seine politischen Vorgesetzten und der SPD-nahe Kölner
Polizeipräsident Claus Steffenhagen für ihre multikulti-freundliche Einstellung
bekannt sind. Wörtlich heißt es in dem Interview:
„Wir als Polizei brauchen
auch hier Aufklärung und Akzeptanz. Man kann doch seinen Glauben behalten und
sich trotzdem integrieren. Das fängt damit an, daß Kindersitze im Auto benutzt
werden müssen und hört bei Zwangsheiraten und Ehrenmorden auf.“
Dazu erklärt der
Geschäftsführer der Fraktion pro Köln, Manfred
Rouhs:
„Herr Dürscheid hat in
diesem Interview neben viel Schönfärberei auch einige Probleme realitätsnah
angesprochen: die Tendenz zur Gettoisierung, die Abschottung von der deutschen
Mehrheitsgesellschaft, ja auch vom deutschen Werte- und Rechtssystem, die es bei
vielen Moslems gibt. Es ist doch bezeichnend, daß die Kölner Polizei überhaupt
einen Islambeauftragten benötigt! Oder gibt es etwa einen Beauftragten für
Christen oder für Atheisten? Das Hauptproblem ist einfach, daß viele Moslems
in einer Parallelgesellschaft leben, in der die Polizei nicht als legitimes
Vollzugsorgan des Staates gesehen wird, sondern vielmehr als störender
Fremdkörper, als Eindringling oder gar als Feind. Deshalb fühlt man sich in der
Polizeiführung genötigt, ‚Vermittler’ wie den Kölner Islambeauftragten Dürscheid
einzusetzen.
Wie diese Entwicklung enden
kann, ist zur Zeit in Berlin zu beobachten. Dort verhandeln Polizei und
islamische Repräsentanten praktisch über einen ‚Waffenstillstand’, nachdem
Polizeibeamte in bestimmten Einwanderervierteln immer häufiger – teilweise
gewaltsam – attackiert wurden. In diesen Gegenden hat die Polizei vor allem bei
vielen jugendlichen Moslems jeglichen Respekt verloren und traut sich nur noch in
großer Personalsstärke auf die Straßen. Der Berliner Innensenator soll intern
übrigens eine besonders schlaue Lösung des Problems vorgeschlagen haben: Die
Polizei solle in besagten Vierteln einfach nicht mehr im Straßenbild sichtbar
sein …“