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22. Dezember 2006:

„Tendenz zur Gettoisierung“

Der Islambeauftragte der Kölner Polizei, Thomas Dürscheid, äußert heute in einem „Rundschau“-Interview die Einschätzung, daß es „noch immer die Tendenz zur Gettoisierung, zum Rückzug“ bei den Muslimen gäbe. Dürscheid ist seit Januar 2006 in Köln für die Kontakte zwischen Polizei und Muslime verantwortlich. Er muß also wissen, von was er spricht. Und vor allem: Dürscheid wird Probleme wohl kaum übertrieben darstellen, da seine politischen Vorgesetzten und der SPD-nahe Kölner Polizeipräsident Claus Steffenhagen für ihre multikulti-freundliche Einstellung bekannt sind. Wörtlich heißt es in dem Interview:

„Wir als Polizei brauchen auch hier Aufklärung und Akzeptanz. Man kann doch seinen Glauben behalten und sich trotzdem integrieren. Das fängt damit an, daß Kindersitze im Auto benutzt werden müssen und hört bei Zwangsheiraten und Ehrenmorden auf.“

Dazu erklärt der Geschäftsführer der Fraktion pro Köln, Manfred Rouhs:

„Herr Dürscheid hat in diesem Interview neben viel Schönfärberei auch einige Probleme realitätsnah angesprochen: die Tendenz zur Gettoisierung, die Abschottung von der deutschen Mehrheitsgesellschaft, ja auch vom deutschen Werte- und Rechtssystem, die es bei vielen Moslems gibt. Es ist doch bezeichnend, daß die Kölner Polizei überhaupt einen Islambeauftragten benötigt! Oder gibt es etwa einen Beauftragten für Christen oder für Atheisten? Das Hauptproblem ist einfach, daß viele Moslems in einer Parallelgesellschaft leben, in der die Polizei nicht als legitimes Vollzugsorgan des Staates gesehen wird, sondern vielmehr als störender Fremdkörper, als Eindringling oder gar als Feind. Deshalb fühlt man sich in der Polizeiführung genötigt, ‚Vermittler’ wie den Kölner Islambeauftragten Dürscheid einzusetzen.

Wie diese Entwicklung enden kann, ist zur Zeit in Berlin zu beobachten. Dort verhandeln Polizei und islamische Repräsentanten praktisch über einen ‚Waffenstillstand’, nachdem Polizeibeamte in bestimmten Einwanderervierteln immer häufiger – teilweise gewaltsam – attackiert wurden. In diesen Gegenden hat die Polizei vor allem bei vielen jugendlichen Moslems jeglichen Respekt verloren und traut sich nur noch in großer Personalsstärke auf die Straßen. Der Berliner Innensenator soll intern übrigens eine besonders schlaue Lösung des Problems vorgeschlagen haben: Die Polizei solle in besagten Vierteln einfach nicht mehr im Straßenbild sichtbar sein …“

 

 
 
 

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