Seit Jahren versuchen
CDU, SPD und Co. in der Domstadt das Vermüllungsproblem in den Griff zu
bekommen. Bestimmte Stadtviertel oder auch nur einzelne Straßenzüge sind dafür
bekannt, daß dort Unsauberkeit und Verschmutzung herrschen. Dabei sollten
sich die verantwortlichen Politiker die Erkenntnis des Hausverwalters der
Kölnberg-Siedlung hinter die Ohren schreiben: „Dreck zieht neuen Dreck an.
Deshalb muß er sofort weg.“ Warum das offensichtlich nicht überall in Köln
gelingt und was man dagegen tun kann, versucht pro Köln seit 2004 in den
städtischen Gremien herauszufinden. Die jüngste Initiative dieser Art startete
die Fraktion pro Köln in der Bezirksvertretung Chorweiler mittels einer
offiziellen Anfrage,
in deren Anschluß ein konkretes Maßnahmenpaket vorgeschlagen werden soll.
(Dieser neuerliche pro-Köln-Vorstoß wurde übrigens schon vor dem heutigen großen
Bericht im „Stadt-Anzeiger“ unternommen!)
Pro Köln geht im Kölner
Norden vor allem den zahlreichen Bürgerbeschwerden über die Zustände in der
Liller Straße, Stockholmer Allee und Osloer Straße nach. Sperrmüll und anderer
Unrat verunreinigen diese Bereiche oft tage- und wochenlang, ohne daß dagegen
etwas unternommen werden würde. Es gilt daher zu klären,
wie oft dort Kontrollgänge von Polizei
oder Ordnungsamt gemacht werden, warum der Müll nicht oft genug von der AWB
eingesammelt wird, und welche Maßnahmen getroffen werden können, damit in
Zukunft nicht mehr über Tage so viel Müll auf diesen Straßen liegt.
Zu diesem neuen pro-Köln-Vorstoß erklärt
der Chorweiler Fraktionsvorsitzende Martin Schöppe:
„Müll zieht noch mehr Müll an. Und
verunreinigte Straßenzüge laden nicht zum Verweilen ein, sondern entwickeln sich
oft zu Angsträumen und Ghettos. Deshalb gehen öffentliche Sicherheit und
Sauberkeit Hand in Hand. Nur wer die Stadt in jeder Beziehung auf Vordermann
bringen will, kann überhaupt meßbare Erfolge erzielen. Aus diesem Grund wendet
sich pro Köln nicht nur gegen Kriminalität und Klüngel, sondern auch gegen
unhygienische und unordentliche Zustände! Erwähnt werden muß diesem Zusammenhang
auch, daß sehr oft soziale und ethnische Brennpunktviertel in Köln mit
Verschmutzung und Vermüllung zu kämpfen haben. Dies mag an
Verständigungsschwierigkeiten liegen, wenn keine guten Deutschkenntnisse
vorliegen, oder auch bei bestimmten Einwanderergruppen einer anderen Mentalität
bei der Abfallbeseitigung geschuldet sein. In jedem Fall muß auf diese Tatsache
ein besonderes Augenmerk gelegt werden, um die Probleme in den Griff zu
bekommen.“
Vermüllung, Vandalismus
und Verschmutzung:
Momentaufnahmen aus dem
Kölner Norden - und nicht aus irgendeinem Dritte-Welt-Land ...