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17. Januar 2007:

Sauberes Köln?

Seit Jahren versuchen CDU, SPD und Co. in der Domstadt das Vermüllungsproblem in den Griff zu bekommen. Bestimmte Stadtviertel oder auch nur einzelne Straßenzüge sind dafür bekannt, daß dort Unsauberkeit und Verschmutzung herrschen. Dabei sollten sich die verantwortlichen Politiker die Erkenntnis des Hausverwalters der Kölnberg-Siedlung hinter die Ohren schreiben: „Dreck zieht neuen Dreck an. Deshalb muß er sofort weg.“ Warum das offensichtlich nicht überall in Köln gelingt und was man dagegen tun kann, versucht pro Köln seit 2004 in den städtischen Gremien herauszufinden. Die jüngste Initiative dieser Art startete die Fraktion pro Köln in der Bezirksvertretung Chorweiler mittels einer offiziellen Anfrage, in deren Anschluß ein konkretes Maßnahmenpaket vorgeschlagen werden soll. (Dieser neuerliche pro-Köln-Vorstoß wurde übrigens schon vor dem heutigen großen Bericht im „Stadt-Anzeiger“ unternommen!)

Pro Köln geht im Kölner Norden vor allem den zahlreichen Bürgerbeschwerden über die Zustände in der Liller Straße, Stockholmer Allee und Osloer Straße nach. Sperrmüll und anderer Unrat verunreinigen diese Bereiche oft tage- und wochenlang, ohne daß dagegen etwas unternommen werden würde. Es gilt daher zu klären, wie oft dort Kontrollgänge von Polizei oder Ordnungsamt gemacht werden, warum der Müll nicht oft genug von der AWB eingesammelt wird, und welche Maßnahmen getroffen werden können, damit in Zukunft nicht mehr über Tage so viel Müll auf diesen Straßen liegt.

Zu diesem neuen pro-Köln-Vorstoß erklärt der Chorweiler Fraktionsvorsitzende Martin Schöppe:

„Müll zieht noch mehr Müll an. Und verunreinigte Straßenzüge laden nicht zum Verweilen ein, sondern entwickeln sich oft zu Angsträumen und Ghettos. Deshalb gehen öffentliche Sicherheit und Sauberkeit Hand in Hand. Nur wer die Stadt in jeder Beziehung auf Vordermann bringen will, kann überhaupt meßbare Erfolge erzielen. Aus diesem Grund wendet sich pro Köln nicht nur gegen Kriminalität und Klüngel, sondern auch gegen unhygienische und unordentliche Zustände! Erwähnt werden muß diesem Zusammenhang auch, daß sehr oft soziale und ethnische Brennpunktviertel in Köln mit Verschmutzung und Vermüllung zu kämpfen haben. Dies mag an Verständigungsschwierigkeiten liegen, wenn keine guten Deutschkenntnisse vorliegen, oder auch bei bestimmten Einwanderergruppen einer anderen Mentalität bei der Abfallbeseitigung geschuldet sein. In jedem Fall muß auf diese Tatsache ein besonderes Augenmerk gelegt werden, um die Probleme in den Griff zu bekommen.“

Vermüllung, Vandalismus und Verschmutzung:

Momentaufnahmen aus dem Kölner Norden - und nicht aus irgendeinem Dritte-Welt-Land ...

 

 

 
 
 

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