Begleiten Sie mit uns
einen regelmäßigen Leser unserer Internetseite auf eine Bilderreise nach Vingst.
Auf der Suche nach Spuren einer besseren Vergangenheit findet unser aufmerksamer
Beobachter Hinweise auf das neue Vingst, ein Veedel mit vielen Problemen und
Brennpunkten. Durch Wegsehen sind Probleme bekanntlich noch nie gelöst
worden ...

Aus Kalk kommend, durchquert man ein altes Gewerbegebiet und
erreicht den Stadtteil Vingst. Am Anfang der Ostheimerstraße weist eine
Historische Maschine auf die Vergangenheit dieses Stadtteils hin.
Die beschauliche Vorstadt-Romantik eines Stadtteiles mit
Industriegeschichte täuscht. Hinter dem Tunnel, den man im Anschluss an den
Kreisverkehr durchfährt, holt den Betrachter die Vingster Multikulti-Realität
ein. Gibt es ein Licht am Ende des Tunnels?


Bis auf einige Geschäfte, in denen noch Deutsche
verkehren,
wird das Bild der Straße durch türkische Geschäfte geprägt. Gab es vor 20 Jahren
den Uhrmacher, den Bäcker, die kleine Boethik und die Geschäfte, die im Viertel
angesiedelt sind, wurde dieser Teil der deutschen Kultur schon ausgetauscht.
Die Großen Discounterketten wie ALDI, LIDL, Kaisers, etc.
haben vor Jahren auch das Feld geräumt. Zurück bleiben große Ladenlokale, die
über Jahre hinweg schon leer stehen.

Wenn der Bürger nun die Ostheimerstraße weiter in Richtung
Ostheim geht, kommt er nach einigen Metern an die Kreuzung Kuhtstraße. Hier
wurde in den 80er Jahren die U-Bahnhaltestelle Vingst gebaut. Der Stadtteil
wurde an das U-Bahnnetz angeschlossen, was diesen Stadtteil für den Bürger
attraktiv machen sollte.
Der großzügige Platz um die U-Bahnstation wurde im Stil der
Zeit gestaltet. Die U-Bahnstation bekam einen Kiosk. Kiosk und Platz sind heute
Treffpunkt türkischer Jugendlicher, die häufig in Banden organisiert sind.
Drogenhandel und Erpressung sind an der Tagesordnung. Die einheimische
Bevölkerung traut sich in den Abendstunden nur noch selten in diese Gegend.
